Inhalt

Inhalt

Stadtumbau West


Gute Chancen und Potenzial für Areal zwischen Alten Weserhafen und ehemaligem Güterbahnhof - Rahmenplanung vorgestellt

Aus Leerstand, sanierungsbedürftigen Gebäuden, Industrie-Ruinen und ungepflegtem Grün soll ein attraktives Gebiet zwischen Weserwiesen, Bahnhof, Nordbrücke und Kaiserstraße werden. Aus Visionen sollen konkrete Maßnahmen entstehen. Das ist Ziel des am 15. März 2012 im Ausschuss für Bauen, Umwelt und Verkehr vorgestellten Rahmenplanes für das 46 Hektar große Areal auf dem rechten Weserufer.

Rahmenplan Alter Weserhafen

Die Stadt Minden hat NRW.Urban (vormals LEG Stadtentwicklung) beauftragt, ein städtebauliches Entwicklungskonzept für das Areal "Alter Weserhafen / ehemaliger Güterbahnhof" zu erstellen. Das Ziel des Entwicklungskonzeptes ist, mittels eines Planungsprozesses die erforderlichen Veränderungen im Plangebiet transparent zu machen, um anschließend die Umsetzung von Planinhalten mit Landesförderung zu ermöglichen.

Die Grundlage des Entwicklungskonzepts ist eine Analyse des siedlungsgeografischen Bestands, der Bevölkerungs- und Sozialstruktur sowie des Gewerbe – und Wohnungsmarktes, aufgrund derer eine Chancen-Mängel-Kartierung durchgeführt und verschiedene Entwicklungs- und Mischszenarien entwickelt wurden. Das Ergebnis ist ein Rahmenplan, der für 12 verschiedene Bereiche des Gebietes Handlungsvorschläge macht und einen Maßnahmenkatalog entwickelt.

Die wichtigsten Handlungsvorschläge sind:

    • ein Aufwertungskonzept für den Bereich Laxburg und eine Nachnutzung der Bahnhofskaserne im Bereich zwischen Hafenstraße und Friedrich-Wilhelm-Straße,
    • die Entwicklung des alten Weserhafens zu einem Wasserstraßenrastplatz mit Bebauung des Hafenkopfes und modernem Wohnen an der Ostseite. Die Westseite mit den Flächen der alten Weserwerft soll zu einer Auenlandschaft entwickelt werden (mit Erweiterungspotential für die geplanten Nutzungen),
    • die Entwicklung der ehemaligen Güterbahnhofs zu einem neuen Bahnhofsvorplatz (mit Zugang zum Bahnhof) mit Freizeitgewerbe und Entertainment sowie weiteren gewerblichen Nutzungen,
    • die kulturelle (Weiter-)Nutzung des Fort A mit gleichzeitiger Entwicklung der umgebenden Freiflächen zu einer öffentlichen Grünfläche,
    • eine gewerbliche Nachnutzung des Areals Westermann / Berg nördlich der Festungsstraße und
    • eine Optimierung der Verkehrssituation durch eine Führung der Hafenstraße im Zweirichtungsverkehr und die Verbesserung der Radwegesituation.

Insgesamt ermöglicht das Entwicklungskonzept „Alter Weserhafen / ehem. Güterbahnhof“ mit den vorgeschlagenen Maßnahmen eine ganzheitliche Revitalisierung dieses derzeit mit Brachflächen und funktionalen Schwächen gekennzeichneten Stadtquartiers.


Flächenpool NRW

Die Umsetzung des Entwicklungskonzepts soll mit Hilfe des Flächenpool NRW erfolgen. Mit Beschluss vom 08.07.2010 beschloss die Stadtverordnetenversammlung an der Pilotphase des Flächenpool NRW, dem Nachfolgeinstrument des Grundstücksfonds NRW teilzunehmen. Der Flächenpool NRW ist ein neues Instrument zur Brachflächenmobilisierung durch eine dialogorientierte Erarbeitung von Entwicklungsperspektiven. Er optimiert die Wahrscheinlichkeit der Reaktivierung der Standorte, indem er die Prozessorganisation, Moderation, Aufklärung und Perspektivendefinition fördert.
Im Rahmen des Flächenpool NRW ist von NRW.Urban mit der Stadt Minden eine Konsensvereinbarung abgeschlossen worden, die eine Entwicklung des Gebietes im Sinne der Zielsetzungen des Entwicklungskonzeptes vorsieht.


Verfahrensstand FlächenpoolWeiterhin wurden von NRW.Urban auf der Grundlage des Konzepts mehrere Kooperationsvereinbarungen mit Flächeneigentümern abgeschlossen.
 






Zur weiteren Entwicklung des Bahnhofsbereichs hat die Stadtverordnetenversammlung darüber hinaus am 01.03.2012 für den Bereich des Güterbahnhofs die Einleitung der 208. Änderung des FNP und die Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 918 beschlossen.

Ansprechpartner/in


Downloads

PDF-Dokument


Infospalte

Infospalte