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"Die Stadt Minden hat den Wunsch ernst genommen und beschäftigt sich seit einigen Jahren mit dem Thema", macht der Erste Beigeordnete Peter Kienzle deutlich. "Wir können die Forderung der Skater verstehen", so Kienzle weiter. Bisher sei es aber nicht gelungen, die Kosten für eine solche Anlage im städtischen Haushalt darzustellen, da es sich um eine zusätzliche freiwillige Leistung handele. Die Stadt Minden hat seit 1998 ein Haushaltsdefizit und befindet sich seit 2010 im Nothaushalt. Dennoch sei das Projekt "Skateranlage" nicht ad acta gelegt, sondern weiter verfolgt worden, betont Kienzle. "Wir sehen dieses als ein gemeinsames Projekt der Jugendförderung und Sportentwicklung."
Aktueller Stand ist, dass vier Flächen nach Prüfung durch den Bereich Jugendarbeit und Jugendschutz im Stadtgebiet in der engeren Auswahl sind. Weiter sind deren Grundstücksverhältnisse und das Umfeld näher unter die Lupe genommen worden. Kriterien für die Auswahl waren, dass die Flächen eine möglichst zentrale Lage und ein geeignetes Umfeld haben sollten. Wohngebiete kommen hierfür nicht in Frage.
Ein Thema in diesem Zusammenhang ist auch der Immissionsschutz. "Das muss ebenfalls bei einer Standortwahl berücksichtigt werden", erläutert Thomas Christoph, Leiter des Bereiches Jugendarbeit und Jugendschutz. Darüberhinaus habe es im Rahmen der Sportentwicklungsplanung Gespräche und weitere Überlegungen mit den Kollegen aus dem Bereich Bildung und Sport gegeben. Auch wurden Kontakte zu anderen Städten aufgenommen, die Skateranlagen haben, um auch Erfahrungen dieser Städte berücksichtigen zu können.
Eine grobe Kostenberechnung ist ebenfalls erstellt worden. Danach fallen für die Vorbereitung, Befestigung und Asphaltierung einer rund 20 mal 40 Meter großen Fläche (mittlere Größe für eine Skateranlage), wenn sie im Eigentum der Stadt Minden ist, rund 50.000 Euro an einmaligem Aufwand an. Für die Geräte müssten nochmals rund 30.000 Euro angesetzt werden, so Christoph. Hinzu kommen jährliche Kosten für die Reinigung und Unterhaltung der Fläche in Höhe von rund 10.000 Euro, um eine Gefährdung der Nutzer durch Scherben oder andere Gegenstände so gut wie möglich auszuschließen.
Die Stadt Minden wäre, wenn es sich um eine öffentliche und frei zugängliche Fläche handelt, verkehrssicherungspflichtig. "Erfahrungen anderer Städte und Gemeinden haben gezeigt, dass tägliche Kontrollen notwendig sind, weil Skateranlagen zum Teil auch von anderen Gruppen genutzt werden", so Thomas Christoph. Einige Anlagen mussten wegen wiederholtem Vandalismus sogar wieder geschlossen werden.
"Um eine öffentliche Skateranlage in Minden zu etablieren, müssen also neben der Standortentscheidung weitere Hürden überwunden werden", fasst Peter Kienzle zusammen. Das größte Problem stelle die Finanzierung der rund 80.000 Euro für die Errichtung und die Folgekosten von jährlich 10.000 Euro dar. Eine Finanzierung aus dem städtischen Haushalt wird nach der jetzigen Haushaltslage nicht möglich sein. Darum müssen alle Anstrengungen nun darauf gerichtet werden, die Anlage durch Spenden zu finanzieren, so der Beigeordnete abschließend.
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Skateranlage in Minden: Finanzierung das größte Problem
18. August - Pressestelle, Susann Lewerenz
Minden. Porta Westfalica hat eine, Petershagen-Lahde, Bad Oeynhausen und Bückeburg auch: Da drängt sich die Frage auf, warum es in Minden bisher nicht gelungen ist, eine Skateranlage einzurichten? Bereits mehrmals haben Skater gefordert, einen entsprechenden Platz für ihren Sport einzurichten. In gemeinsamen Gesprächen unter anderem mit dem Bürgermeister, dem Ersten Beigeordneten sowie Mitarbeitern von Jugendamt und Sportbüro wurden in den vergangenen Jahren die Voraussetzungen für einen Skatepark diskutiert. Jetzt wollen die Skater dafür am 31. August in der Innenstadt demonstrieren.Aktueller Stand ist, dass vier Flächen nach Prüfung durch den Bereich Jugendarbeit und Jugendschutz im Stadtgebiet in der engeren Auswahl sind. Weiter sind deren Grundstücksverhältnisse und das Umfeld näher unter die Lupe genommen worden. Kriterien für die Auswahl waren, dass die Flächen eine möglichst zentrale Lage und ein geeignetes Umfeld haben sollten. Wohngebiete kommen hierfür nicht in Frage.
Ein Thema in diesem Zusammenhang ist auch der Immissionsschutz. "Das muss ebenfalls bei einer Standortwahl berücksichtigt werden", erläutert Thomas Christoph, Leiter des Bereiches Jugendarbeit und Jugendschutz. Darüberhinaus habe es im Rahmen der Sportentwicklungsplanung Gespräche und weitere Überlegungen mit den Kollegen aus dem Bereich Bildung und Sport gegeben. Auch wurden Kontakte zu anderen Städten aufgenommen, die Skateranlagen haben, um auch Erfahrungen dieser Städte berücksichtigen zu können.
Die Stadt Minden wäre, wenn es sich um eine öffentliche und frei zugängliche Fläche handelt, verkehrssicherungspflichtig. "Erfahrungen anderer Städte und Gemeinden haben gezeigt, dass tägliche Kontrollen notwendig sind, weil Skateranlagen zum Teil auch von anderen Gruppen genutzt werden", so Thomas Christoph. Einige Anlagen mussten wegen wiederholtem Vandalismus sogar wieder geschlossen werden.
"Um eine öffentliche Skateranlage in Minden zu etablieren, müssen also neben der Standortentscheidung weitere Hürden überwunden werden", fasst Peter Kienzle zusammen. Das größte Problem stelle die Finanzierung der rund 80.000 Euro für die Errichtung und die Folgekosten von jährlich 10.000 Euro dar. Eine Finanzierung aus dem städtischen Haushalt wird nach der jetzigen Haushaltslage nicht möglich sein. Darum müssen alle Anstrengungen nun darauf gerichtet werden, die Anlage durch Spenden zu finanzieren, so der Beigeordnete abschließend.
