Inhalt
Portrait
Minden - Historische Stadt voller Leben Umgeben von einer abwechslungsreichen Landschaft liegt Minden am Wasserstraßenkreuz von Weser und Mittellandkanal. Die durch eine wechselvolle Geschichte geprägte Stadt ist mit rund 82.000 Einwohnern kultureller Mittelpunkt sowie Verwaltungs- und Wirtschaftszentrum des Kreises Minden-Lübbecke. Rund 12.000 Betriebe haben heute in Minden ihren Sitz – vom kleinen Einzelhändler bis zum mittelständischen Unternehmen.
Die Stadt hat sich in den vergangenen Jahrzehnten zu einem bedeutendem Wirtschaftsstandort entwickelt, in dem Metall verarbeitendes Gewerbe, chemische Industrie, Papier-, Holz- und Kunststoffindustrie sowie Elektrotechnik und Unternehmen der Nahrungsmittelindustrie dominieren.
Mit 809 Einwohnern pro Quadratkilometer hat Minden im Vergleich zum Kreisgebiet, zum Regierungsbezirk Detmold und auch zum Land Nordrhein-Westfalen eine hohe Bevölkerungsdichte. Der Bevölkerungsaufbau weist 18 Prozent Kinder und Jugendliche unter 20 Jahren aus. 61 Prozent der Wohnbevölkerung sind zwischen 21 und 65 Jahre alt, 21 Prozent sind älter als 65 Jahre.
1998 feierte die Stadt ihr 1200-jähriges Jubiläum. Kaiser Karl dem Großen hat Minden die Ersterwähnung zu verdanken. Dieser hielt anno 798 am geografisch günstigen Ort "Minda" zwischen Wiehen- und Wesergebirge eine Reichs-versammlung ab und gründete 799 das Bistum Minden. Das führte zu einem Vermerk in einer fränkischen Chronik.
Die Ursprünge der Besiedlung aber liegen noch weiter zurück, das beweisen Ausgrabungen in Päpinghausen, die auf keltische Bewohner schließen. Bereits zur Römerzeit bestand eine leicht passierbare Furt durch die Weser. Auch das ist geschichtlich belegt. Die Weser war und ist eine der wichtigsten Lebensadern der Stadt. Der Fluss und die sich hier kreuzenden Handelsstraßen trugen neben der Position als Bischofssitz entscheidend dazu bei, dass sich Minden im Mittelalter zu einem bedeutenden geistigen und wirtschaftlichen Zentrum im Nordwestdeutschen Raum entwickelte.
Minden gehörte als Gründungsmitglied zum Städtebündnis der Hanse. Der Stadtkern ist geprägt durch mittelalterliche Kirchen, schmuckvolle Bürger- und Kaufmannshäuser. Zahlreiche Gebäude, darunter auch das jetzige Preußen-Museum (vorher Defensionskaserne) am Simeonsplatz, stammen aus der Epoche, die durch brandenburgisch-preußisches Militär und Beamtenschaft in einer Festungsstadt geprägt wurde.
Kultureller Mittelpunkt
Die obere Altstadt mit ihren urigen Lokalen und die Innenstadt mit den zahlreichen historischen Bauten, darunter der 1200-jährige Dom mit der Domschatzkammer und das älteste Rathaus Westfalens mit seiner gotischen Laube aus dem 13. Jahrhundert laden zu einem Besuch und zum Bummeln ein.Sehenswert sind auch das Mindener Museum mit dem Kaffeemuseum, untergebracht in fünf Fachwerkhäusern der Altstadt, das Preußen-Museum am Simeonsplatz, die alten Kirchen der Stadt, die Fischerstadt sowie die in ihrer Art einzigartige Schiffmühle, die 1998 originalgetreu hergerichtet in Betrieb genommen wurde. Sie hat ihren Liegeplatz von April bis Oktober an der Weserpromenade. Touristen verbinden einen Besuch in Minden gern mit einer Museumseisenbahnfahrt auf alten Strecken im Mühlenkreis Minden-Lübbecke.
Ein besonderer Anziehungspunkt ist das Wasserstraßenkreuz von Weser und Mittellandkanal mit der 83 Meter langen Schachtschleuse und der 1998 in Betrieb genommenen imposanten Kanalbrücke. Mit 370 Metern Länge ist sie Europas zweitgrößtes Brückenbauwerk der Binnenschifffahrt. Dieses kann man vom Land oder auch vom Wasser aus besichtigen. Die "Weiße Flotte" bietet Fahrten auf der Weser und dem Mittellandkanal sowie Rundfahrten am Wasserstraßenkreuz an. 13 Meter Höhenunterschied müssen die Schiffe bei einer Schleusung vom Kanal in die Weser oder umgekehrt überwinden. Das Sport- und Freizeitangebot ist vielfältig – vom Kanusport über hochklassigen Handball bis hin zu Bogenschießen und Baseball - bieten die Vereine und Einrichtungen nahezu die gesamte Palette an Sportarten. Die Stadt ist aber auch bekannt für ihr Bildungs- und Kulturangebot. Das Stadttheater hat Bedeutung für die gesamte Region und verzeichnet außergewöhnlich hohe Besucherzahlen. Minden ist auch Mekka der Jazzmusik. Der Jazzclub Minden ist landesweit bekannt. Daneben verfügt die Stadt über eine Stadthalle für Tagungen, Kongresse und große Veranstaltungen, ein Kulturzentrum und das Theater am Weingarten.
Für Wanderungen und Radtouren bieten Stadt und Umland viele Möglichkeiten. Bekannteste Rundtour für Radfahrer ist die Mühlenroute. Nahe Ausflugsziele sind neben dem Kaiser-Wilhelm-Denkmal an der Porta Westfalica und dem Wittekindsberg mit den bedeutenden Ausgrabungen aus dem Mittelalter auch Westfalens größtes Torfmoor bei Hille und das Naturschutzgebiet "Weserauen", Brutgebiet vieler Störche.
Tipps
Mindener Museum
Stadttheater
Kulturzentrum BÜZ
Wirtschaftsförderung
Tourist-Information
Sehenswürdigkeiten
Schachtschleuse
Fahrgastschifffahrt
Kaiser-Wilhelm-Denkmal
