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Minden - Ein Ort der Vielfalt
Die Stadt Minden hat - nach einem Beschluss im Rat - im Jahr 2008 zusammen mit 65 weiteren Städten, Gemeinden und Regionen in der Bundesrepublik Deutschland die Auszeichnung "Ort der Vielfalt" erhalten. In NRW erhielten neben Minden die Städte Herford, Wuppertal und Dortmund den Titel.
"Die Idee ist richtig, Initiativen gegen Rechtsradikalismus, Intoleranz und Fremdenfeindlichkeit auf kommunaler Ebene zu verankern und auszuzeichnen", so Bürgermeister Michael Buhre. Die vergangenen Aktionen des Bündnisses "Minden für Demokratie und Vielfalt" hätten gezeigt, dass Demonstrationen von Neo-Nazis und der versuchten Verbreitung von rechtsextremen Gedankengut in Minden erfolgreich begegnet worden ist. "Wir haben Zeichen gesetzt. Wir wollen künftig agieren und nicht reagieren", kündigte Buhre an.
"Der Titel steht für das Gesamtimage, das sich die Stadt Minden geben will, tolerant und offen zu sein." Die Auszeichnung unterstreiche somit die vorhandene Vielfalt vor Ort, so Bürgermeister Michael Buhre.
Aktuell hat der Rat der Stadt Minden in seiner Sitzung am 16. Dezember 2010 eine Resolution verabschiedet.
Mindener Erklärung zum Rechtsextremismus
Auf Initiative von Bürgermeister Michael Buhre ist im Herbst 2006 ein "Runder Tisch" unter Beteiligung von Gewerkschaften, Kirchen, Politik, und NGOs (Non Government Organizations) gebildet worden, um durch die Organisation von Gegenaktionen ein deutliches Zeichen für Demokratie und Vielfalt zu setzen. Minden war vier Mal Schauplatz von Demonstrationen rechtsextremistischer Organisationen.
Die Gegenaktionen fanden jeweils unter großer Beteiligung der Mindener Bevölkerung statt, woraufhin im März 2008 das Bündnis ""Minden - für Demokratie und Vielfalt" gegründet wurde. Das Bündnis will Aufklärungsarbeit über die heutigen Formen des Rechtsextremismus leisten und durch breite Bevölkerungsschichten getragene Aktionen planen, die zum Ausdruck bringen sollen, dass Minden "bunt und nicht braun ist".
Orte der Vielfalt
Lokaler Aktionsplan Minden
"TOLERANZ FÖRDERN - KOMPETENZ STÄRKEN" steht im Mittelpunkt eines Bundesprogrammes, aus dem auch die Stadt Minden Fördermittel erhält. Dieses zielt darauf ab, ziviles Engagement, demokratisches Verhalten sowie den Einsatz für Vielfalt und Toleranz im Rahmen zu fördern. Für Projekte in Minden stehen in den Jahren 2011 bis 2013 voraussichtlich 230.000 Euro zur Verfügung stehen. Hierfür soll ein "Lokaler Aktionsplan" aufgestellt werden, der voraussichtlich im März 2012 vom Rat verabschiedet wird.
Internetseite Lokaler Aktionsplan Minden
Informationswebsites über Rechtsextremismus in der Bundesrepublik Deutschland
· Hotline Aussteigerprogramm
· Hotline Eltern-Beratung
· Hotline Mobile Beratung
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Neu im Internet:
Netz gegen Nazis
Gedenken an Opfer rechtsextremer GewalttäterRund 150 Mindener haben am vierten Adventssamstag (17. Dezember) mit einer Mahnwache der Opfer rechtsextremer Gewalttäter gedacht. Ein breites Bündnis hatte hierzu aufgerufen.
"10 Menschen mussten sterben, weil sie dem rassistischen Feindbild einer Gruppe von rechtsextremen Terroristen entsprach", sagte Bürgermeister Michael Buhre. Er sprach sich für ein Verbot der NPD aus und rief dazu auf, Verantwortung zu übernehmen: "Wir müssen laut und deutlich Farbe bekennen für Menschenrechte, für Menschenwürde, für Vielfalt und Demokratie."
Friwo gewinnt Karl-Kübel-Preis 2011
Das Projekt "Familien lernen Zukunft in der Oberen Altstadt" der Aktionsgemeinschaft Friedenswoche Minden (friwo) hat den Karl-Kübel-Preis 2011 gewonnen. Ziel des Projektes ist es, die Lebensqualität für Familien in der Oberen Altstadt durch Bildungs- und Mitmachangebote zu verbessern.
Bericht aus dem Mindener Tageblatt vom 6. September 2011
Härteleistung für Opfer extremistischer Übergriffe
Der Haushaltsgesetzgeber hat vor dem Hintergrund der Ächtung und Bekämpfung extremistisch motivierter Gewalttaten die Möglichkeiten geschaffen, Opfern derartiger Überfälle Härteleistungen aus dem Bundeshaushalt zu zahlen.
Aktuelle Einzelheiten dazu finden Sie
hier."Steine gegen das Vergessen"
Die Aktionsgemeinschaft Friedenswoche Minden e.V. (friwo) griff im 60. Jahr nach der Befreiung vom nationalsozialistischen Terror-regime eine Idee des Kölner Künstlers Gunter Demnig auf. Dieser begann 1993 in den Straßen seiner Heimatstadt "Steine gegen das Vergessen" zu verlegen - symbolische Stolpersteine, die an frühere Nachbarn erinnern sollen, die als Juden, Sinti oder Roma, Euthanasieopfer, Homosexuelle, politisch oder religiös Verfolgte unter dem Naziregime verschleppt und ermordet wurden. Am Ende des Projekts, das auf mehrere Jahre angelegt ist, soll ein Pfad der Erinnerung und der Mahnung in Minden entstanden sein.
Mittlerweile sind 81 Stolpersteine in Minden verlegt. Die jüngste Verlegung fand am 5. Juni 2012 statt. Weitere Informationen sowie ein Faltblatt sind bei der Aktionsgemeinschaft Friedenswoche Minden e. V., Alte Kirchstr. 1a, oder bei der Minden Marketing GmbH, Domstraße 2, erhältlich.
Pressemitteilungen zum Thema:
Projektauftakt für den Lokalen Aktionsplan: Minden will Toleranz, Demokratie und Vielfalt fördern
Ein erster Meilenstein ist am Montag, 5. September, bei der Auftaktveranstaltung zum Projekt "Toleranz fördern - Kompetenz stärken" in Minden gesetzt worden. Mehr als 50 interessierte Bürgerinnen und Bürger ließen sich im Ständersaal des Preußen-Museums über das gleichlautende Bundesprogramm, die laufenden Vorbereitungen für den "Lokalen Aktionsplan" (LAP) und Förderbedingungen informieren. Auch wurden bereits in Frage kommende Projekte vorgestellt und weitere Ideen gesammelt.
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Auszug aus
Mindener Tageblatt
vom 3. September:
Themenseite Lokaler Aktionsplan"Minden - Für Demokratie und Vielfalt"
Unaufdringlich, aber stetig geht das Projekt "Minden - Für Demokratie und Vielfalt" jetzt in die Öffentlichkeit. Hervor-gegangen aus einem breiten Bündnis engagierter Mindener Bürger/innen gegen rassistische und menschenfeindliche Provokateure in Minden, beginnt nun die präventive Arbeit. Um die Öffentlichkeit für das Thema zu sensibilisieren und sie zu solidarisieren, wurde ein Aufkleber erstellt, der in Geschäften, Unternehmen, Verwaltungen, Vereinen, Verbänden, Bildungsein-richtungen, Parteigeschäftsstellen usw. an die Innenseiten ihrer Glastüren oder Fenster geklebt werden kann.
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"Es war der einzige Jugendtreff im Ort" - Dr. Thomas Pfeiffer spricht im Kreishaus über Ein- und Ausstieg aus der rechten Szene"
Wege aus der rechtsextremen Szene stellte Dr. Thomas Pfeiffer im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Lebendige Demokratie“ am 30. Juni 2010 im Kreishaus in Minden vor. Landrat Dr. Ralf Niermann sagte in seiner Begrüßung: „Aufklärung und Hilfestellung sind im Bezug auf den Ausstieg aus der rechtsextremen Szene eine wichtige Säule unseres demokratischen Handelns“. Wie gelangt man in die „Fänge“? Gibt es einen Reiz? Wie findet man wieder heraus? Dr. Pfeiffer, Mitarbeiter des Innenministeriums und Dozent an der Rhein-Ruhr Universität in Bochum, gehört bundesweit zu den Ausstiegsexperten aus der rechten Szene.
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Charta für Integration und Vielfalt "mit Leben füllen"
Einstimmig hat der Rat der Stadt Minden am 26. Februar den Beitritt Mindens zur "Charta für Integration und Vielfalt in Ostwestfalen-Lippe" (OWL) beschlossen. "Ostwestfalen-Lippe ist weitaus stärker als andere Regionen in Deutschland durch Zuwanderung geprägt: rund 25 Prozent aller Einwohnerinnen und Einwohner haben einen Migrationshintergrund", heißt in der Einleitung der Charta. Jetzt gehe es darum, diese Charta auch in Minden mit Leben zu füllen, sagte Bürgermeister Michael Buhre in der Ratssitzung.
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Schild im Rathaus weist Minden als "Ort der Vielfalt" aus
Unter dem Applaus der Mitglieder des Steuerkreises "Mindener Bündnis für Demokratie und Vielfalt" hat Bürgermeister Michael Buhre am Montag (27. Oktober) das Schild "Minden - Ort der Vielfalt" im Rathaus aufgehängt.
Mehr...Minden ein "Ort der Vielfalt" - Schild und Urkunde überreicht
Die Schilder und Urkunden wurden vom Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Hermann Kues, in Berlin überreicht. Für Minden nahm Klaus-Georg Erzigkeit, Beigeordneter für Städtebau und Feuerschutz, die Auszeichnung entgegen.
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Weitere Informationen
Städte für das Leben - Städte gegen die Todesstrafe
Unter dem Motto „Städte für das Leben - Städte gegen die Todesstrafe” findet jedes Jahr am 30. November auf Initiative der Gemeinschaft Sant’Egidio ein internationaler Aktionstag gegen die Todesstrafe statt. Die Aktion wird in Deutschland von rund 120 Städten mitgetragen, weltweit stehen 81 Staaten mit 1184 Städten dahinter. Die Gemeinschaft Sant’Egidio, eine ökumenisch tätige christliche Laienbewegung mit ca. 50.000 Mitgliedern in 70 Ländern der Welt, setzt sich weltweit für Frieden und Gerechtigkeit ein. Der 30. November wurde als Aktionstag gewählt, weil an diesem Tag 1786 das Großherzogtum Toskana als erster Staat der Welt Folter und Todesstrafe für abgeschafft erklärte hat. Der Gründer der Gemeinschaft Sant’Egidio, Andrea Riccardi, erhielt 2009 den Aachener Karlspreis.
