Leuchtturm St. Simeonis soll Licht in das Quartier bringen

11. März 2016 | Minden. Das 800-jährige Jubiläum von St. Simeonis 2014 war Anlass, das Lichtkonzept für Minden weiterzuführen, um auch den markanten Kirchturm St. Simeonis lichttechnisch in Szene zu setzen. Am Donnerstag, 17. März, um 19 Uhr wird die öffentliche Probeillumination stattfinden. Die topografische Lage der Stadt an der Weser mit ihren Stadteingängen und die Stadtsilhouette mit ihren Kirchtürmen spielen eine wesentliche Rolle in dem Konzept „Licht in die Stadt“. Gleichzeitig besteht die Möglichkeit mit Licht ein Wahrzeichen zu schaffen und zur Identifikation der Mindener Bürgerinnen und Bürger mit ihrer Stadt beizutragen. „Das Leuchtturm-Projekt soll auch eine Stärkung der Oberen Altstadt sein und zu einer Aufwertung des „Simeonsquartiers“ beitragen“ erklärt Sabine Hauptmeier, Projektentwicklerin bei der Stadt Minden.

  • Der Fortschritt bei der Leuchten-Technologie führt zu einer Verlagerung von der bisher üblichen Anstrahlung bei verringerten Betriebskosten. Je weniger konkurrierendes Umgebungslicht vorhanden ist, desto einfacher lässt sich mit teilweise sehr geringen Beleuchtungsstärken ein eindrucksvolles Bild des Bauwerks zeichnen. Die Realisierung der Beleuchtung ist allerdings nur mit Förder- und Sponsorenmitteln möglich. Mit der Beleuchtungsprobe sollen auch noch weitere Unterstützer des Projektes gewonnen werden. Passend zum „Leuchtturm-Projekt“ wird anschließend im Kirchenkino der Film „Le Havre“ gezeigt.

    Die Probebeleuchtung soll auch der Startschuss für die künstlerischen Aktionen des „Street Art“-Projektes sein, das die globalen Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 mit Unterstützung des Informationszentrums 3. Welt Minden e.V. darstellen soll.

    Seit 2003 ist St. Simeonis „Offene Kirche“ ohne eigene Gemeinde und feste Pfarrstelle. 2010 wurde der Förderverein gegründet. Unter dem Motto „In Minden-für Minden“ ist St. Simeonis heute Raum der Stille und kulturelles Zentrum zugleich. In direkter Nachbarschaft zur Katholischen St. Mauritiuskirche, der Wärmestube der Caritas und dem Eine-Welt-Dorf und Schule bildet die Kirche ein wichtiges Zentrum für Begegnung in der Oberen Altstadt Mindens. Um auch hier auch ein Zeichen zu setzen, wird als erste Gemeinschaftsmaßnahme der trennende Zaun zwischen St. Simeonis und St. Mauritius entfernt.

    Hintergrund
    „Licht im öffentlichen Raum“ war ein vom Land Nordrhein-Westfalen gefördertes Projekt. Für die Stadt Minden hatte sich Sabine Hauptmeier an dem Wettbewerb des Ministeriums für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport im Jahr 2001 beteiligt und von 55 Städten die Fachjury mit ihrem Konzept überzeugen können. Minden erhielt neben 13 weiteren Städten für das Lichtprojekt eine Förderung für die Realisierung des ersten Projektes: Auszug Workshop 2002 ©Sabine Hauptmeier, Stadt Minden"Der neue Eingang zur historischen Stadt voller Leben“ von der Glacisbrücke bis zum Markt“. Das Lichtkonzept für Minden orientiert sich an der vorhandenen spezifischen städtebaulichen Situation:
    -die topografische Lage der Stadt an der Weser
    -die Stadtsilhouette mit ihren Kirchtürmen

    Erste Schritte dieses Konzepts wurden in den vergangenen Jahren bereits umgesetzt: So werden seit 2004 die Marienkirche mit hellen Strahlern und die Glacisbrücke seit 2006 zusätzlich mit einem blauen Lichtband beleuchtet. In der Tonhallenstraße wurden blaue Leuchtsteine installiert. Weitere private Initiativen, wie beispielsweise die blaue Beleuchtung der Schiffmühle oder die Anstrahlung historischer und moderner Gebäude, lassen die Stadt Minden in der Dunkelheit besonders leuchten. 2009 wurden im Mittelpunkt der oberen Altstadt zum 1000-jährigen Jubiläum der Ratskirche St. Martini um das Gebäude helle Leuchten installiert, die es in den Abendstunden wirkungsvoll in Szene setzen.

  • © 2016 Stadt Minden