Das Regierungsgebäude am Weserglacis dient der Stadt Minden als Interrimslösung

Künftig finden hier auch Ausschusssitzungen statt: Sitzungsraum 29 in der Alten Regierung

Eingangsbereich der Alten Regierung mit Information

Die Treppe zur ersten Ebene erhält noch einen Lift

140 Arbeitsplätze der Stadtverwaltung ziehen im September um

28. August 2017 | Minden. Vom 4. bis zum 12. September ist viel Bewegung in der Stadtverwaltung. Wegen der Umzüge sind mehrere Dienststellen zeitweilig nicht erreichbar.

  • Zahlreiche Kartons sind bereits gepackt und in manchen Büros der Stadtverwaltung sieht es in diesen Tagen schon ein wenig ungemütlich aus. Denn der nächste große Umzug im Rahmen der geplanten Rathaussanierung steht an.

    Nachdem bereits Ende Juni die ersten Dienststellen in das Regierungsgebäude am Weserglacis umgezogen sind, folgen in der ersten und zweiten Septemberwoche nun weitere. Dazu gehört das gesamte Jugendamt, das künftig die Büros im Erdgeschoss und im 1. Obergeschoss des Baus aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts hat. Die Finanzbuchhaltung (früher Stadtkasse) und der Bereich Bildung ziehen in das Gebäude der ehemaligen Sparkasse am Kleinen Domhof um. Die  Bereiche sind dann tageweise nicht erreichbar. „Insgesamt rund 140 Arbeitsplätze ziehen in den ersten beiden Septemberwochen um – eine große logistische Herausforderung für alle Beteiligten“, fasst Stadtkämmerer Norbert Kresse zusammen.

    Der repräsentative Bau am Weserglacis (Baujahr 1902 bis 1906) ist frei geworden, weil die Deutsche Bahn AG als bisherige Mieterin im Frühjahr eigene Räumlichkeiten an der Pionierstraße bezogen hat. Für vier Jahre wird das in Teilen angemietete Gebäude, das sich im Besitz des Landes Nordrhein-Westfalens befindet, der Stadtverwaltung als Interimslösung dienen. Rund 180 Arbeitsplätze auf drei Ebenen können hier insgesamt untergebracht werden. Im Haupteingang am Manzelbrunnen wird es für Besucher*innen Informationen zu den Büroraumbelegungen im Gebäude geben. Zudem gibt es während der Öffnungszeiten eine Ansprechpartnerin/einen Ansprechpartner.

    Wichtig für alle Besucher*innen zu wissen: Vorübergehend ist das Erdgeschoss (Hochparterre) im Regierungsgebäude nicht barrierefrei zu erreichen. Alle übrigen Geschosse in der Alten Regierung sind nur über Treppen erschlossen. Erst wenn die Barrierefreiheit mittels einer Treppen-Liftanlage für die erste Ebene hergestellt ist, soll das Standesamt umziehen. Derzeit geplanter Termin ist der 19. Oktober. „Das kann sich aber noch nach hinten schieben, falls es zu Lieferverzögerungen bei der Liftanlage kommt “, so Stadtkämmerer Kresse, der auch für die Gebäudewirtschaft verantwortlich ist. Unabhängig vom Umzug des Standesamtes finden ab 20. Oktober die Trauungen im Trauzimmer des Regierungsgebäudes und nicht mehr im Kleinen Rathaussaal statt. Das Mobiliar zieht zum Teil bereits im September mit um. „Damit wird ein derzeit noch leeres Sitzungszimmer im Erdgeschoss des Regierungsgebäudes eingerichtet“, erläutert Fachbereichsleiter Andreas Fabry, der für das Umzugsmanagement verantwortlich ist.

    Die Vorbereitungen für den anstehenden Umzug, der von einer beauftragten Spedition ausgeführt wird, laufen auf Hochtouren. Derzeit werden weiter Kartons verteilt und fleißig gepackt. „Alle betroffenen Mitarbeiter*innen haben zudem Informationen zum Ablauf und ein Umzugshandbuch erhalten, damit alles möglichst nach Plan läuft“, so Andreas Fabry. Weiter werden Übersichtspläne und Informationen für Bürger*innen erstellt. Diese sollen an den Eingängen des Rathauses und in der Bürgerhalle Hinweise auf den Umzug und die Frage geben: „Wo finde ich ab Mitte September die einzelnen Dienststellen und Sachbearbeiter*innen?“ Das sei sehr wichtig, weil nun – im Gegensatz zu den Umzügen Ende Juni – auch publikumsintensive Bereiche umziehen.  

    Die Umzüge beginnen am Montag, 4. September, und laufen bis zum 12. September. Aus diesem Grund und wegen der Fahrten der Umzugswagen findet am Dienstag, 5. September 2017, und am Dienstag, 12. September, der Wochenmarkt auf dem Kleinen Domhof nicht statt. Das ist mit der zuständigen Marktgilde abgestimmt.

    Die Umzüge im Detail

    Als erstes zieht am 4. September die Finanzbuchhaltung in das ebenfalls von der Stadt Minden angemietete, ehemalige Sparkassengebäude (Kleiner Domhof 6 und 8) um. Diese ist am 4. und 5. September geschlossen und erst wieder am Mittwoch, 6. September, für Kunden erreichbar. Die Finanzbuchhaltung ist dann im 2. Obergeschoss des ehemaligen Sparkassengebäudes zu finden (Haupteingang Kleiner Domhof). Am Montag ziehen auch die Fraktions-Geschäftszimmer in das 3. Obergeschoss des Deilmann-Baus (Rathaus-Neubau) um. Diese sind ab 5. September wie folgt zu finden: SPD in Raum 3.40, CDU in Raum 3.41, Bündnis 90/Die Grünen in Raum 3.37, MI in Raum 3.38, Die Linke in Raum 3.35, Liberale Fraktion in Raum 3.33 und die AfD in Raum 3.32.

    Der Bereich Bildung ist am Dienstag, 5. September dran. Die Mitarbeiter*innen um die Beigeordnete Regina-Dolores Stieler-Hinz ziehen vom Historischen Rathaus (Eingang Markt, 4. OG) in das 1. Obergeschoss des ehemaligen Sparkassengebäudes um. Der Bereich 1.2 inklusive des Schulbüros ist am 5. und 6. September nicht erreichbar. Bürger*innen werden um Verständnis gebeten.

    Für die Mitarbeiter*innen des Jugendamtes – hier die Bereiche 4.1 Verwaltung Jugendhilfe, Kindertageseinrichtungen, 4.2 – Jugendarbeit, Jugendschutz und 4.3 – Sozialer Dienst Jugendhilfe – ist der Umzug in das Regierungsgebäude am Weserglacis vom 6. bis 8. September vorgesehen. „Das Jugendamt ist daher vom 5. bis 8. September nur sehr eingeschränkt erreichbar“, so Jugendamtsleiter Rainer Mohnfeld. In Notfällen können sich Bürgerinnen und Bürger unter der zentralen Rufnummer der Stadtverwaltung 89-0 melden. Die Zentrale kontaktiere dann die zuständige Sachbearbeiterin/den Sachbearbeiter, so Mohnfeld weiter. Die Mitarbeiter*innen der Unterhaltsvorschussstelle haben wegen sehr vieler vorliegender Anträge, die dringend bearbeitet werden müssen, vom 5. bis 15. September keine Sprechzeiten.

    Ins Regierungsgebäude zieht auch das jetzige Besprechungszimmer 1.11 (Historisches Rathaus) um, das die Deutsche Rentenversicherung, der Integrationsrat und die unabhängige ALG-II-Beratung (Verein MALZ) gemeinsam nutzen. Die Beratungen und Sprechstunden finden künftig im Raum Nr. 55 (Erdgeschoss der Alten Regierung) statt. Die Sprechstunde des Integrationsrates findet am Mittwoch, 6. September, nicht statt. Die unabhängige ALG-II-Beratung fällt am 12. September aus.

    Auch Sitzungsräume ändern sich
    Das Sitzungszimmer 1.36 im Rathaus-Neubau kann voraussichtlich noch bis Ende Oktober genutzt werden, je nach Baufortschritt auch länger“, berichtet Andreas Fabry. Hier tagt unter anderem der Ausschuss für Bauen, Umwelt und Verkehr regelmäßig.

    Der Große Rathausaal wird noch bis zum 20. Oktober genutzt. Hier findet am 19. Oktober die letzte Veranstaltung statt. Anschließend beginnen die Rückbauarbeiten der Gebäudetechnik. Die Ratssitzungen finden dann ab November 2017 im Kreishaus, Sitzungssaal, statt. Alternativ stehen für Beratungen, Gespräche und Ausschüsse für die Dauer der Sanierungsarbeiten im Historischen Rathaus und im Rathaus-Neubau (1. Bauabschnitt) drei Sitzungsräume in der Alten Regierung zur Verfügung: Raum 28, Raum 29 (beide Erdgeschoss) und Raum 154 (1. Obergeschoss, nicht barrierefrei).

    Pressestelle der Stadt Minden, Susann Lewerenz, Telefon 0571 89204,

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