Bastau in Minden

Ökologie zum Anfassen: Schülerprojekt untersucht Renaturierung der Bastau

Wanderausstellung „Lebendige Gewässer“ in der Bürgerhalle zu sehen

29. Januar 2018 | Minden. Die Städtischen Betriebe Minden (SBM) holen die Ausstellung der Natur- und Umweltschutz-Akademie NRW (NUA) und des NRW-Umweltministeriums in die Weserstadt.

  • Die Wanderausstellung „Lebendige Gewässer“ kommt ab dem 16. Februar nach Minden in die Bürgerhalle. Die Städtischen Betriebe Minden (SBM) holen die Ausstellung der Natur- und Umweltschutz-Akademie NRW (NUA) und des NRW-Umweltministeriums in die Weserstadt. Sie richtet sich mit eindrucksvollen Bildern, Modellen, Filmen und interaktiven Lernstationen an ein breites Publikum. Sowohl Erwachsene als auch Kinder werden auf geeignete Weise angesprochen. Die Ausstellung macht auf die Bedeutung eines nachhaltigen Gewässerschutzes aufmerksam. Sie will dabei Informationen vermitteln, Emotionen wecken, das Bewusstsein stärken und die Handlungsbereitschaft für mehr lebendige Gewässer fördern. Ergänzt wird diese Ausstellung durch ein interessantes Rahmenprogramm.

    Die Ausstellung „Lebendige Gewässer“ greift unter anderem ein Mindener Schulprojekt zu den Umbaumaßnahmen an der Bastau auf und informiert darüber an einer eigenen Schautafel. Das Schulprojekt des Leistungskurses Biologie des Ratsgymnasiums begleitete durch ein Monitoring die Funktionstüchtigkeit der Sohlgleite nach Rückbau des Wehres. Dr. Christian Frenz begleitete mit seinen Schülerinnen und Schülern seit Herbst 2015 die von den SBM durchgeführte Renaturierung der Bastau. Hier untersuchten die Jugendlichen Veränderungen im Gewässer und erfassten und dokumentierten ihre Beobachtungen.

    Nordrhein-Westfalen als Land der Bäche und Flüsse ist das Thema der Wanderausstellung. Über 50.000 Kilometer Bäche und Flüsse durchfließen Nordrhein-Westfalen. Die Wanderausstellung zeigt, wie Gewässer durch industrielle Nutzung im Laufe der Jahrzehnte massiv verändert wurden und mit welchen Mitteln diese nun wieder in natürliche Lebensräume für Tiere und Pflanzen im und am Wasser zurückversetzt werden.

    Im Hauptteil der Ausstellung geht es um die einzigartige Vielfalt unserer Bäche und Flüsse, ihre Bedeutung und die Folgen von Eingriffen. Anhand ausgewählter Tiere wie dem Biber, dem Eisvogel, dem Lachs und der Köcherfliege wird veranschaulicht, was ökologisch intakte Fließgewässer kennzeichnet. Es wird gezeigt, wie sich Eingriffe auswirken, warum Gewässerschutz  wichtig ist und was für eine ökologische Verbesserung getan werden muss. Im Ergänzungsteil werden aus allen Regionen des Landes NRW konkrete Maßnahmen an beispielhaften Bächen und Flüssen wie der Lippe, der Ems, der Ruhr, der Emscher und weiteren kleineren Gewässern vorgestellt.

    Pressemeldung Städtische Betriebe Minden/Pressestelle, Katharina Heß, , Tel.: 0571/89204.

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