Bildung, Kultur, Sport

Bildung vor Ort - Bildung im Quartier Bildungskonferenz 2018

05.05.2018 in der PRIMUS-Schule Minden

  • Die Konferenz richtet sich an alle haupt- und ehrenamtlichen Akteure der Mindener Bildungslandschaft. Herzlich willkommen sind darüber hinaus am Konferenzthema und fachlichen Austausch Interessierte.

    Anmeldung bis zum 27.04.2018 per Email an:
    Wählen Sie Ihre zwei favorisierten Workshops aus und geben Sie bitte auch Ihre 3. Wahl an!


    Workshops in der Übersicht:

    • Multiprofessionelle Teamarbeit im Ganztag gestalten

      Referenten
      Dr. Meike Kricke
      Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft, Bonn – Projektleiterin „Inklusive ganztägige Bildungseinrichtungen“
      Christian Eberhard Ganztagsberater der Bezirksregierung Köln, Schulleiter der Offenen Ganztagsgrundschule Gottfried-Kinkel, Bonn

      Der Workshop nimmt die Anforderungen und Gelingensbedingungen multiprofessioneller Teamentwicklung in den Blick. Wie wird eine multiprofessionelle, inhaltliche Kooperation zum Qualitätshebel für eine inklusive ganztägige Bildungseinrichtung im Zusammenwirken von Schul- und Sozialpädagogik? Nach einem einführenden Input haben die Workshopteilnehmer*innen die Möglichkeit, sich anhand von Strukturelementen 'Raum', 'Zeiten und Strukturen', 'Steuerung' und 'Gemeinsames Bildungsverständnis' auszutauschen. Sie erhalten Einblicke in konkrete Strukturierungsmaterialien, die im Rahmen multiprofessioneller Kooperationen genutzt werden können und können diese für die eigene Praxis anpassen.

    • Schulen in herausfordernder Lage entwickeln

      Referenten
      Dr. Annika Hillebrand
      IFS, TU Dortmund
      Dr. Stephan Drucks Uni Duisburg-Essen

      Dass der Standort einer Schule den Bildungserfolg von Schüler*innen stark beeinflusst, haben die großen Schulleistungsvergleichsstudien wie PISA & IGLU in den letzten 15 Jahren immer wieder gezeigt. Die Schulen stehen vor der großen Herausforderung, allen Kindern und Jugendlichen möglichst gleiche Bildungschancen zu eröffnen. Um dies zu erreichen, müssen Schulen in herausfordernder Lage ihre Schul- und Unterrichtsqualität weiterentwickeln. Wie dies gelingen kann und wie die Schulen bei ihrer Qualitätsentwicklung unterstützt werden können, ist Gegenstand dieses Workshops. Dazu werden einschlägige Forschungsbefunde präsentiert und gemeinsam weitere Unterstützungsmöglichkeiten für Schulen in herausfordernder Lage erarbeitet.

    • Projekt KIWI Kultur Integration Werte Initiative interkultureller Umgang für Lehrkräfte und Sozialarbeiter

      Referent Thomas Knoll Projektleiter Integrationsförderung, CARE Deutschland e.V.

      KIWI steht für „Kinder und Jugendliche Willkommen“ sowie für die Begriffe „Kultur“, „Integration“, „Werte“ und „Initiative“. Das KIWI-Projekt der Hilfsorganisation CARE unterstützt Schulen dabei, ihre Integrationspotentiale zu stärken und auszubauen. Es wird darauf abgezielt die Selbstwirksamkeit der Jugendlichen zu fördern und die Aneignung wichtiger lebenspraktischer Sozialkompetenzen wie Reflexionsvermögen, Teamfähigkeit und Engagement zu unterstützen. Im Workshop stellen wir den Teilnehmenden das KIWI-Projekt vor und veranschaulichen den Ansatz anhand einzelner Übungen aus dem KIWI-Handbuch.

    • Patensystem im Quartier - Balu e.V. Osnabrück Balu und Du - Großes Engagement für kleine Persönlichkeiten

      Referentin Prof. Dr. Hildegard Müller-Kohlenberg Dozentin des Patenprogramms der Uni Osnabrück „Balu und Du“

      Kennen Sie das Dschungelbuch? Balu ist der große Freund des Jungen Mogli, der Bedarf an Orientierung, Aufmerksamkeit und Geborgenheit hat… Das bundesweite Mentorenprogramm „Balu und Du“ wurde 2002 als gemeinsames Projekt der Universität Osnabrück und des Caritasverbandes Köln ins Leben gerufen. Gefördert werden Grundschulkinder im außerschulischen Bereich. Junge, engagierte Erwachsene übernehmen ehrenamtlich mindestens ein Jahr lang eine individuelle Patenschaft für ein Kind. Sie helfen ihm durch persönliche Zugewandtheit und aktive Freizeitgestaltung, sich in unserer Gesellschaft zu entwickeln und zu lernen, wie man die Herausforderungen des Alltags erfolgreich meistern kann. Die positiven Effekte des Programms werden durch die Wirksamkeitsforschung bestätigt.

    • Sport mit sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen - Sport in herausfordernden Quartieren

      Referent*innen: 
      Nina Dohr, Dominik Edelhoff, Anne Klingwort, Katharina Morsbach
      Uni Duisburg-Essen

      Mädchen und Jungen aus sogenannten Risiko-Familien bleiben von außerschulischen Spiel-, Sport- und Bewegungsangeboten häufig ausgeschlossen. Ein Zugang gelingt ihnen oft nur über die Sportarten Fußball und Kampfsport. In der Stadt Essen wurden neue, offene Angebotsstrukturen für diese Zielgruppe entwickelt und in Zusammenarbeit mit den Schulen, der Kommune, dem außerschulischen Sport und Stiftungen niederschwellige Bewegungsangebote für Kinder und Jugendliche aufgebaut. In einem klar definierten Rahmen und verbindlichen Strukturen üben Mädchen und Jungen an Bewegungsstationen und erleben gemeinsam Bewegungsspiele mit vielen Kindern. Vor allem neu zugewanderte Kinder, insbesondere viele Mädchen, nehmen teil.

    • Partizipativ, digital, in Bewegung – #stadtsache als crossmediales Projekt zur kinder- und jugendfreundlichen Stadtentwicklung

      Referentin Anke M. Leitzgen Lerndesignerin, tinkerbrain

      Wer heute Kind ist, entscheidet morgen über die Zukunft unserer Städte. Doch was sorgt dafür, dass Kinder und Jugendliche mit offenen Augen in ihrem Quartier unterwegs sind? Offensichtlich ist es gar nicht so schwer, ihr Interesse zu wecken, wenn man sieht, mit wie viel Begeisterung Kinder und Jugendliche bei #stadtsache-Beteiligungsprojekten mitmachen. #stadtsache spricht Kinder und Jugendliche in ihrem Forscherdrang an. Dabei wird das analoge Entdecken der Stadt mit dem digitalen Forschen und Dokumentieren verknüpft. Mit der #stadtsache-App kann man Fotos, Töne und Videos thematisch sammeln, Wege aufzeichnen und Dinge zählen. Diese Fundstücke lassen sich bestimmten Aufgaben und Aktionen zuordnen. Man kann sie vertonen, skalieren, beschriften, bemalen und kommentieren. Weil die meisten Funktionen mit Bildern erklärt werden, sind beispielsweise geringe Sprach- und Schreibkenntnisse in Deutsch kein Hindernis.

    • Jung organisiert, spielt, hört. Kulturinitiative durch Partizipation

      Referentin Lea Gollnast Kulturmanagerin, TONALi gGmbH

      Das 2017 mit dem ECHO Klassik in der Kategorie „Nachwuchsförderung“ ausgezeichnete Kulturprojekt TONALi hat einen beispiellosen, modellhaften Ansatz entwickelt, der praktische Teilhabe stiftet, Grundlagen des Kulturmanagements vermittelt und Anreize schafft, sich gesellschaftlich zu engagieren. So gelingt es der TONALi-Akademie Schüler-Manager*innen auszubilden, die Konzerte für das TONALi-Festival „Klassik in Deinem Kiez“ organisieren. Das TONALi-Konzept wird im Workshop anhand konkreter Beispiele, Übungen und eines ausgefeilten Know-How-Transfers vorgestellt bzw. vermittelt. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der interkulturellen Verständigung. Das international erprobte Instrument zur Förderung des bürgerschaftlichen Engagements liefert eine Fülle von Anregungen für die Stadtteilkultur in Minden.

    • Sprachbrücken – Durchgängige Sprachbildung in Kindertageseinrichtungen & Grundschulen

      Referentinnen
      Nina Fresen
      Pädagogin
      Anna Frings Politikwissenschaftlerin – Fachbereich Schule, Regionales Bildungsbüro Dortmund

      Für eine er folgreiche Bildungsbiographie und das Wohlbefinden eines Kindes in seiner jeweiligen Bildungsetappe sind die Übergänge von entscheidender Bedeutung. Das Projekt „Sprachbrücken“ unterstützt Kindertageseinrichtungen und Grundschulen darin, langfristige und qualitativ hochwertige Kooperationen aufzubauen und ihre pädagogische Arbeit gemeinsam weiterzuentwickeln. Basierend auf einem Orientierungsrahmen für durchgängige Sprachbildung legen die Netzwerke ihren gemeinsamen Entwicklungsschwerpunkt selbst fest und werden in ihrer Arbeit von einer Prozessbegleitung unterstützt. Die Referentinnen berichten über ihre Erfahrung als Prozessbegleiterinnen und stellen Gelingensbedingungen für eine erfolgreiche Netzwerkarbeit vor.

    • Neue Morbiditäten – frühkindliche Entwicklungshemmnisse

      Referent Armin Pampel Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, Neuropädiatrie, Ärztl. Leiter Sozialpädiatrisches Zentrum, Johannes Wesling Klinikum, Minden

      Seit längerem wird in der Sozialpädiatrie der Trend beobachtet, dass die Häufigkeit von gesundheitlichen Störungen bei Kindern und Jugendlichen eine Verschiebung erlebt. Weg von akuten hin zu chronischen, weg von somatischen hin zu psychosomatischen Erkrankungen. Dies wird als „neue Morbiditäten“ bezeichnet. Die gute Botschaft dabei ist, dass man durch eine Veränderung der psychosozialen Bedingungen von Familien potentiell etwas verändern könnte. Die schlechte Botschaft ist aber, dass Veränderungen nur schwer realisierbar sind. Im Workshop wird das Konzept der neuen Morbiditäten vorgestellt und gemeinsam nach Lösungswegen gesucht, um die Entwicklungsbedingungen von Kindern zu verbessern.

    • Pausenhof trifft Bürgerpark – partizipative Gestaltung

      Referenten
      Frank Hirche
      Stellvertretender Schulleiter
      Stefan Engelking Lehrer PRIMUS-Schule Minden

      Die PRIMUS-Schule ist eine Ganztagsschule für die Klassen 1 bis 10. Neben einem guten Schulunterricht gehört an einer Ganztagsschule auch die Gestaltung des Lern- und Lebensraums dazu. Die partizipative Entwicklung eines kindgerechten Pausenhofs ist Ziel des Projekts. Durch das gemeinsame Planen, Handeln und Spielen soll ein Sinn für die Gemeinschaft im Quartier geschaffen werden. Dabei muss der Pausenhof auch den Kriterien eines Bürgerparks genügen, denn die PRIMUS-Schule, im Herzen des Ortsteils Dankersen, versteht sich als Stadtteilbildungszentrum für alle. Die Schüler*innen wurden in Zukunftswerkstätten von Anfang an beteiligt, die Ortsgemeinde über Informationsveranstaltungen eingebunden. Der gemeinsame Baueinsatz ist eine niederschwellige Möglichkeit für Eltern sich in das Schulleben einzubringen.

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