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Aktuelle Pressemitteilungen

Informieren Sie sich hier über unsere aktuellen Pressemitteilungen!


    • Mit Schute Zylinder im Mindener Museum - Freizeittipps für die Ferien

      In der nächsten Woche bietet das Mindener Museum allen daheimgebliebenen Kindern und Jugendlichen zwei spannende Ferienaktionen. Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren lernen am 1. August von 9-12 Uhr eine ganz besondere Version des Selfies kennen. Ausgestattet mit Stift, Schere und Papier entdecken sie eine 200 Jahre alte Technik, mit der sich eindrucksvolle Selbstporträts herstellen lassen. Vor der Schattenwand im Museum werfen sie sich in Pose und nehmen am Ende ihr individuelles und selbstgefertigtes Bild mit nach Hause.
      Am 3. August, von 14-17 Uhr, sind Kinder ab 5 Jahren eingeladen, das Leben zur Zeit des Biedermeier zu entdecken. Lustige Hüte dürfen anprobiert werden, 200 Jahre alte Möbel werden bestaunt und allerlei Spiele, die damals schon beliebt waren, wollen ausprobiert werden. Als kleines Andenken kann sich jedes Kind ein eigenes Windlichtglas in Anlehnung an die historischen Originale gestalten.
      Pro Kind kosten die Aktionen jeweils 10 €. Um Anmeldung wird unter 0571-9724020 oder gebeten. Weitere Aktionen und Termine in den Sommerferien unter www.mindenermuseum.de. Auskunft erteilt Kristin Saretzki, Telefonnr.: 0571-9724021, .


      Kinder entdecken biedermeierliche Kopfbedeckungen

    • „200 Jahre Westfalen“ – Ausstellungseröffnung im Mindener Museum

      Am Samstag, 22. Juli um 16 Uhr, wird im Mindener Museum die Wanderausstellung „200 Jahre Westfalen. Jetzt!“ eröffnet. 

      Die Voraussetzungen zur Gründung Westfalens in seinen heutigen Grenzen und als preußische Provinz wurden 1815 während des Wiener Kongresses geschaffen. Gefeiert wird das Jubiläum mit einer Wanderausstellung, die Geschichte inszeniert und Geschichten erzählt. Westfalen trinken Korn, essen Pumpernickel und Schinken, sind eher stur, arbeitsam und reden nicht viel? Soweit die allgemeine Vorstellung. Aber gibt es ein west­fälisches Heimatgefühl?

      „200 Jahre Westfalen. Jetzt!“ umfasst drei Abteilungen: den Gang durch die Geschich­te, die Wirtschaft der Regionen und das Musée sentimental.  Die Chro­no­logie reicht vom Wiener Kongress 1815 über die Revolution 1848/49, das deutsche Kaiserreich, die beiden Weltkriege, die Gründung von NRW und den Strukturwandel im 20. Jahrhundert bis heute.

      Westfalen bauten in Re­kordzeit die Köln-Mindener Eisenbahn. Sie schickten per Bahn, Schiff und auf der Straße Erze und Kohle, Salz aus der Hellwegregion, fei­nes Leinen aus dem Mün­ster­land und Wacholder­schnaps aus Ostwestfalen, Schrauben, Nägel und Na­deln aus den südlichen Teilen Westfalens in die gan­ze Welt. Heute ist Westfalen eine Region mit einer ungewöhnlich hohen Dichte an Weltmarktführern.

      Viele Exponate aus westfälischen Museen und Heimatvereinen stellen historische Ereignisse und prägende Persönlichkeiten vor. Zu den westfälischen Beson­der­heiten gehören auch die ausgeprägten Gegensätze in der Region: ländliche ge­gen­über stark industrialisierten Regionen.  Erstaunliches und Bedeutsames, Kurioses und Lehrreiches haben die Westfälischen Hei­matvereine beigesteuert. Sie leihen Exponate, von denen jedes einzelne eine be­sondere Geschichte erzählen kann.

      Der Eintritt zur Eröffnung am Samstag ist frei. Die Ausstellung läuft bis zum 17. September. Es ist ein umfangreicher Katalog erschienen, der im Mindener Museumsshop 19,90 Euro kostet. Am 3. September steht eine Führung in Gebärdensprache auf dem Programm.

      Mindener Museum, Di - So 12-18 Uhr; Sonderöffnungszeiten für Gruppen.

      Weitere Infos unter www.mindenermuseum.de oder 0571 / 9724020 oder .


      Westfälisches Bauernmädchen mit Pumper­nickel­broten um 1919.     Foto: LWL-Archiv/Heinrich Genau

    • Schiffswettbewerb im Mindener Museum beendet Fünf Gewinner*innen stehen fest

      Über 30 Kinder nahmen am Schiffswettbewerb im Mindener Museum teil und falteten mit viel Geschick Boote, Dampfer und Segelschiffe. Seit Februar füllte sich so die „Schiffsgalerie“ in der Sonderausstellung „Menschen, Schiffe und Maloche: Lebenswelt – Arbeitswelt: Geschichten der Mindener Häfen“. Ausstellung und Wettbewerb sind nun zu Ende gegangen und fünf Gewinner*innen stehen fest. Gewonnen haben Linna Furchert, Raphael Steffen, Lynn Battermann, Henni Lohoff und Mirjam Brill. Die Preisträger*innen wurden per Post benachrichtigt und können sich ihre Preise inklusive der Papierbötchen ab sofort im Mindener Museum abholen.

      Alle anderen Teilnehmer*innen können ihre Kunstwerke ebenfalls an der Museumskasse abholen.

      Mindener Museum, Ritterstraße 23-33, Di.-So. 12-18 Uhr; Sonderöffnungszeiten für Gruppen. Weitere Informationen unter www.mindenermuseum.de. Auskunft erteilt Kristin Saretzki, Telefonnr.: 0571-9724021, .


      Die Schiffsgalerie im Mindener Museum

    • Ferienprogramm im Mindener Museum startet in der nächsten Woche

      Mit der ersten Ferienwoche beginnt auch im Mindener Museum das Sommerferienprogramm. Zwei Aktionen stehen in der nächsten Woche für Kinder und Jugendliche auf dem Programm. Am Dienstag, den 18. Juli reisen Kinder im Alter von 5-10 Jahren mit Schute und Zylinder in die Zeit des Biedermeier. Von 9-12 Uhr erfahren die Teilnehmer*innen, wie das Alltagsleben vor 200 Jahren aussah. Dabei werfen sie einen Blick in eine „gute Stube“, probieren lustige Hüte an und bestaunen bemaltes Geschirr. Sie lassen sich von den historischen Originalen inspirieren und gestalten eigene Windlichter.

      Am Donnerstag, den 20. Juli können sich Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren von 14-17 Uhr im Museum in „Pose werfen“. Vor der Schattenwand setzen sich die Teilnehmer*innen allein oder zusammen mit Freunden ins rechte Licht und entwerfen Selfies der besonderen Art. Mit Schere, Papier, etwas Geschick und dem richtigen Licht entstehen Selbstporträts, wie sie vor 200 Jahren in Mode waren.

      Pro Kind kosten die Aktionen jeweils 10 €. Die Teilnehmerzahl ist auf max. 15 Kinder begrenzt. Die Mindestteilnehmerzahl liegt bei 5 Kindern. Um Anmeldung wird unter 0571-9724020 oder gebeten. Weitere Informationen unter www.mindenermuseum.de. Auskunft erteilt Kristin Saretzki, Telefonnr.: 0571-9724021, .

       

      Kindermode vor 200 Jahren

    • Mittagspause im Museum

      Jeden 2. Mittwoch im Monat lohnt es sich, die Mittagspause ins Mindener Museum zu verlegen. Wer sich für Museumsinhalte interessiert, aber nur wenig Zeit hat, kann hier kurze und spannende, manchmal auch lustige Führungen durch aktuelle Sonderausstellungen oder Bereiche der Dauerausstellung erleben. Am Mittwoch, 12. Juli um 12.45 Uhr können die Besucher*Innen „Grenzerfahrungen“ machen. In der neuen Sonderausstellung geht es um Geschichten von Auswanderung, Flucht und Vertreibung aus Minden. Ein Flüchtling aus dem Irak kommt hier ebenso zu Wort, wie ein historischer „Auswanderer“. Das Mindener Museum greift hiermit zum ersten Mal ein so aktuelles Thema auf. Dr. Marion Tüting stellt das Projekt und seine Inhalte vor. Die Führung dauert 30 Minuten und kostet pro Person 3,50 Euro.

      Weitere Infos unter www.mindenermuseum.de oder 0571 / 9724020 oder


      Die Mindener Museumszeile. Foto: A. Loschen

    • Neues Objekt im Fokus in den Monaten Juli und August!

      Wie bereits mit den Kabinettausstellungen begonnen, möchte das Museumsteam die Vielfalt, die Geschichte und den Dokumentationsstand seiner Sammlung vorstellen. Im Rahmen des Projekts „Objekt im Fokus“ soll daher alle zwei Monate ein Objekt der Sammlung frei zugänglich im Foyer des Museums ausgestellt und seine Geschichte erzählt werden.

      Das Objekt im Fokus in den Monaten Juli und August ist eine Ansichtstasse aus der Königlichen Porzellan-Manufaktur Berlin. Sie zeigt eine Darstellung der Königsberger Sternwarte. Das Objekt kam 1985 als Schenkung aus dem Familienbesitz des in Minden geborenen Astronomen und Mathematikers Friedrich Wilhelm Bessel (1784-1846) ins Mindener Museum.


      Detailansicht der Ansichtstasse (© Mindener Museum, 2017)

    • Ferienspaß im Mindener Museum

      Wenige Wochen vor den lang ersehnten Sommerferien laufen im Mindener Museum die Vorbereitungen für das diesjährige Ferienprogramm auf Hochtouren. Wer seine Ferien zu Hause in Minden verbringt oder hier zu Besuch ist und etwas Außergewöhnliches erleben möchte, wird im Museum fündig werden. Kreativ geht es für Kinder und Jugendliche am 20. Juli von 14-17 Uhr, am 1. August von 9-12 Uhr oder am 17. August von 14-17 Uhr zu. Ganz ohne Handy oder Fotoapparat machen die Teilnehmer*innen Selfis der besonderen Art. Mit einer speziellen Technik bringen sie die eigene Silhouette auf Papier, probieren verschiedene Posen aus und nehmen am Ende ein ganz besonderes Porträt mit nach Hause. Pro Kind kostet die Aktion 10 €.

      Die jüngeren Besucher*innen ab fünf Jahren sind am 18. Juli von 9-12 Uhr, am 3. August von 14-17 Uhr oder am 15. August von 9-12 Uhr zu einer besonderen Reise in die Vergangenheit eingeladen. Welche Geschichten hörten Kinder vor 200 Jahren besonders gern? Konnten alle Kinder zur Schule gehen und wie sah es damals in den Kinderzimmern aus? Gemeinsam finden die Teilnehmer*innen im Museum Antworten. Inspiriert von uraltem Geschirr, gestalten sie im Anschluss bunte Windlichter aus Glas. Pro Kind kostet die Aktion 10 €

      Wer in den Sommerferien eine ganze Woche zurück in die Vergangenheit reisen möchte, ist bei dem Programm „Vor 200 Jahren: Leben wie im Biedermeier“ genau richtig. Vom 25. bis 28. Juli, jeweils von 9-13 Uhr, vom 8. bis 11. August, jeweils von 14-18 Uhr oder vom 22. bis 25. August, jeweils von 9-13 Uhr erfahren Kinder ab 8 Jahren, wie das Leben vor 200 Jahren ohne Handy, Fernsehen und Strom aussah. Die Teilnehmer*innen fertigen verschiedene Erinnerungsstücke nach alten Handarbeitstechniken, probieren alte Spiele aus und lassen sich am Ende ein Menü nach alten Rezepten schmecken. Pro Kind kostet die Aktion 40 €.

      Die Teilnehmerzahl ist jeweils auf max. 15 Kinder begrenzt. Die Mindestteilnehmerzahl liegt bei 5 Kindern. Um Anmeldung wird unter 0571-9724020 oder gebeten. Weitere Informationen unter www.mindenermuseum.de. Auskunft erteilt Kristin Saretzki, Telefonnr.: 0571-9724021, .


      Im Museum können viele Andenken gestaltet werden


    • Sommerferienprogramm im Mindener Museum

      Das Mindener Museum lädt Kinder und Jugendliche auch in diesen Sommerferien wieder zu spannenden Aktionen ein. Die jüngsten Besucher*innen ab fünf Jahren begeben sich am 18. Juli von 9-12 Uhr, am 3. August von 14-17 Uhr oder am 15. August von 9-12 Uhr auf eine Reise in die Zeit des Biedermeier. Sie erfahren allerhand über das Leben vor 200 Jahren, hören alte Geschichten und probieren ausgefallene Hüte an. Schließlich lassen sie sich von bunt gemustertem Geschirr inspirieren, das damals in keinem Wohnzimmer fehlen durfte, und gestalten eigene, kunterbunte Windlichter. Pro Kind kostet die Aktion 10 €


      Kinder ab acht Jahren, die gleich eine ganze Woche im Museum verbringen möchten, können vom 25. bis 28. Juli, jeweils von 9-13 Uhr, vom 8. bis 11. August, jeweils von 14-18 Uhr oder vom 22. bis 25. August, jeweils von 9-13 Uhr an der Biedermeier-Woche teilnehmen. Gemeinsam werfen die Teilnehmer*innen einen Blick in die „gute Stube“, dem Wohnzimmer von damals. Hier traf sich die Familie zum Basteln, Lesen oder Singen. Doch hatte wirklich jede Familie ein gemütliches Wohnzimmer? Und wieso heißt die Zeit überhaupt Biedermeier-Zeit? Die Kinder lassen sich von historischen Handarbeitstechniken inspirieren und fertigen allerlei Andenken. Sie blicken in ein altes Kochbuch und bereiten schließlich ein eigenes kleines Menü nach historischen Rezepten zu. Pro Kind kostet die Biedermeier-Woche 40 €.

       

      Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren können am 20. Juli von 14-17 Uhr, am 1. August von 9-12 Uhr oder am 17. August von 14-17 Uhr ein Selfie der besonderen Art herstellen. Ganz ohne Handy oder Fotoapparat fertigen die Teilnehmer*innen eigene Bilder nach der Kunst des Scherenschnitts. Als Handy und Fotoapparat noch lange nicht erfunden waren, nutzen die Menschen diese Technik, um eigene Porträts anzufertigen. Im Museum finden die Teilnehmer*innen heraus, wie genau die Technik funktioniert. Alleine oder zusammen mit Freunden können sie vor unserer Schattenwand verschiedene Posen ausprobieren und am Ende ein ganz besonderes Bild mit nach Hause nehmen. Pro Kind kostet die Aktion 10 €.

       

      Die Teilnehmerzahl ist jeweils auf max. 15 Kinder begrenzt. Die Mindestteilnehmerzahl liegt bei 5 Kindern. Um Anmeldung wird unter 0571-9724020 oder gebeten. Weitere Informationen unter www.mindenermuseum.de. Auskunft erteilt Kristin Saretzki, Telefonnr.: 0571-9724021, .



      Handarbeitstechniken im Museum ausprobieren

    • Das Minder Museum vor den Sommerferien besuchen

      Erzieher*innen und Lehrer*innen, die noch auf der Suche nach einem spannenden Ausflugsziel vor den Sommerferien sind, werden im Mindener Museum fündig werden. Das vielfältige Angebot des Museums ist an die jeweilige Altersgruppe und die spezifischen Bedürfnisse der unterschiedlichen Zielgruppen angepasst. Kitas können zusammen mit der „Museumsmaus“ das Museum erkunden, Grundschüler*innen wandeln bei einem Stadtrundgang „auf den Spuren Mindens“ und erfahren allerhand über die Ursprünge Stadt. Die Sonderausstellung „Menschen, Schiffe und Maloche: Lebenswelt – Arbeitswelt: Geschichten der Mindener Häfen“ bietet allen Altersgruppen noch bis zum 9. Juli ein spannendes museumspädagogisches Begleitprogramm. Kitas und Grundschulklassen lernen das Geschehen rund um den Hafen kennen, während sich weiterführende Schulen mit den Themen Verkehr und Industrialisierung im 19. und frühen 20. Jahrhundert beschäftigen. Einrichtungen, denen es selbst nicht möglich ist, das Museum zu besuchen, können schließlich den Museumskoffer „Spielen wie im Mittelalter“ buchen.

      Weitere Informationen zu Dauer und Preisen der Angebote unter www.mindenermuseum.de. Auskunft erteilt Kristin Saretzki, Telefonnr.: 0571-9724021, . Anmeldungen unter 0571-9724020 oder

       Lernen im Museum macht Spaß

    • „200 Jahre Westfalen“ – Ausstellungseröffnung im Mindener Museum

      Am Samstag, 22. Juli um 16 Uhr, wird im Mindener Museum die Wanderausstellung „200 Jahre Westfalen. Jetzt!“ eröffnet. 

      Die Voraussetzungen zur Gründung Westfalens in seinen heutigen Grenzen und als preußische Provinz wurden 1815 während des Wiener Kongresses geschaffen. Gefeiert wird das Jubiläum mit einer Wanderausstellung, die Geschichte inszeniert und Geschichten erzählt. Westfalen trinken Korn, essen Pumpernickel und Schinken, sind eher stur, arbeitsam und reden nicht viel? Soweit die allgemeine Vorstellung. Aber gibt es ein west­fälisches Heimatgefühl?

      „200 Jahre Westfalen. Jetzt!“ umfasst drei Abteilungen: den Gang durch die Geschich­te, die Wirtschaft der Regionen und das Musée sentimental.  Die Chro­no­logie reicht vom Wiener Kongress 1815 über die Revolution 1848/49, das deutsche Kaiserreich, die beiden Weltkriege, die Gründung von NRW und den Strukturwandel im 20. Jahrhundert bis heute.

      Westfalen bauten in Re­kordzeit die Köln-Mindener Eisenbahn. Sie schickten per Bahn, Schiff und auf der Straße Erze und Kohle, Salz aus der Hellwegregion, fei­nes Leinen aus dem Mün­ster­land und Wacholder­schnaps aus Ostwestfalen, Schrauben, Nägel und Na­deln aus den südlichen Teilen Westfalens in die gan­ze Welt. Heute ist Westfalen eine Region mit einer ungewöhnlich hohen Dichte an Weltmarktführern.

      Viele Exponate aus westfälischen Museen und Heimatvereinen stellen historische Ereignisse und prägende Persönlichkeiten vor. Zu den westfälischen Beson­der­heiten gehören auch die ausgeprägten Gegensätze in der Region: ländliche ge­gen­über stark industrialisierten Regionen.  Erstaunliches und Bedeutsames, Kurioses und Lehrreiches haben die Westfälischen Hei­matvereine beigesteuert. Sie leihen Exponate, von denen jedes einzelne eine be­sondere Geschichte erzählen kann.

      Der Eintritt zur Eröffnung am Samstag ist frei. Die Ausstellung läuft bis zum 17. September. Es ist ein umfangreicher Katalog erschienen, der im Mindener Museumsshop 19,90 Euro kostet. Am 3. September steht eine Führung in Gebärdensprache auf dem Programm.

      Mindener Museum, Di - So 12-18 Uhr; Sonderöffnungszeiten für Gruppen.

      Weitere Infos unter www.mindenermuseum.de oder 0571 / 9724020 oder .


      Westfälisches Bauernmädchen mit Pumper­nickel­broten um 1919.     Foto: LWL-Archiv/Heinrich Genau

    • Objektsuche zu Weltkriegsende und Revolution 1918/19

      Minden. 2018 jähren sich das Ende der Ersten Weltkriegs und der Monarchie in Deutschland zum einhundertsten Mal. Am 9. November 1918 rief Philipp Scheidemann in Berlin die Republik aus. Zwei Tage später schloss das Deutsche Reich im Wald von Compiegne den Waffenstillstand. Neun Monate später besaß Deutschland eine der liberalsten Verfassungen ihrer Zeit. Auch an der preußischsten Stadt Westfalens, Minden, ging dieser Umbruch nicht spurlos vorbei. Das Mindener Museum will im kommenden Jahr mit einer Ausstellung an diese turbulente Zeit von Kriegsende, Revolution und Gegenrevolution erinnern und sucht aus diesem Anlass regionale Dokumente, Briefe, Feldpost, Tagebücher, Plakate, Fotos oder Gegenstände aus der Zeit zwischen 1914 und 1920. Wer auf „Spurensuche“ in Keller oder Dachboden geht oder in der eigenen Familiengeschichte kramt, kann seine Funde am Internationalen Museumstag, Sonntag, 21. Mai 2017, zwischen 12 und 18 Uhr im Museum an der Ritterstr. vorbei bringen. Museumsleiter Philipp Koch wird die Funde im Hinblick auf ihre Bedeutung für die geplante Ausstellung begutachten.



      Nach dem Waffenstillstand vom 11. November 1918 brachte man alle Belgier, Franzosen, Engländer und Italiener aus dem Kriegsgefangenenlager Minderheide bis Anfang 1919 in Sonderzügen zu je 1.000 Mann in ihre Heimat zurück. Der Übergang vom Krieg zum Frieden, von der Gefangenschaft in die Freiheit, endete dagegen für die meisten russischen Gefangenen noch nicht. Einige wurden an der Jahreswende 1918/19 überstürzt in ihre Heimat abtransportiert, andere mussten noch jahrelang auf ihre Rückkehr warten. Manche wollten angesichts des revolutionären Bürgerkrieges in Russland lieber in Deutschland bleiben.

    • Mindener Museum zeigt Plakatausstellung "Der Kommunismus in seinem Zeitalter" der Bundesstiftung Aufarbeitung

      Minden. Vom 1. April 2017 bis zum 5. März 2018 präsentiert das Mindener Museum die Plakatausstellung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur "Der Kommunismus in seinem Zeitalter". Die Ausstellung präsentiert auf 25 Plakaten über 200 zeithistorische Fotos, Dokumente, Schaubilder sowie QR-Codes. Mit letzteren können Besitzer von internetfähigen Mobiltelefonen zeitgenössische Filmdokumente zu den Ausstellungsthemen abrufen.

      2017 jährt sich die Russische Revolution zum 100. Mal, die mit dem Sturz des Zaren im Februar 1917 ihren Ausgang nahm. Doch die Hoffnung auf eine Demokratisierung Russlands sollte sich nicht erfüllen. Im Oktober 1917 griffen in Petrograd, dem heutigen Sankt Petersburg, die Bolschewiki unter der Führung Lenins nach der Macht. Ihr Putsch, der später zur Oktoberrevolution mystifiziert werden sollte, war die Geburtsstunde des Kommunismus, der zur größten und tiefgreifendsten Massenbewegung des 20. Jahrhunderts wurde. In der ganzen Welt entstanden Parteien, die als Teil der „Kommunistischen Internationale“ von ihren Mitgliedern totale Hingabe und absolute Disziplin verlangten. Sobald eine kommunistische Partei die Macht errungen hatte, mussten sich alle Bürgerinnen und Bürger ihrem Regime aktiv unterordnen.
      Dieser gewaltsam durchgesetzte totalitäre Anspruch auf die Gestaltung aller Lebensbereiche hat zahllose Existenzen zerstört und Abermillionen Menschenleben vernichtet. Und er hat immense geistige sowie soziale Verwüstungen hinterlassen. Zugleich aber konnten die Kommunisten in ihren Hochzeiten einen erstaunlichen jugendlichen Enthusiasmus sowie bedeutende intellektuelle und künstlerische Energien mobilisieren – bis die permanenten Überspannungen in Erschöpfung, Passivität, Zynismus oder Dissidenz mündeten.
      Trotz dieser Entwicklung kam der jähe Kollaps des „Sozialistischen Lagers“ und der UdSSR nach 1989 unerwartet – ebenso unerwartet wie der Aufschwung Chinas unter der ungebrochenen Diktatur der Kommunistischen Partei. Beides lässt die historische „Karriere“ des Weltkommunismus seit 1917 umso erklärungsbedürftiger erscheinen.

      Die Ausstellung lädt insbesondere Schulen zur Auseinandersetzung mit dem Kommunismus und seinen Diktaturen ein, die das 20. Jahrhundert weltweit prägten und die in der historischen Bildungsarbeit bislang zu wenig Aufmerksamkeit finden. Herausgeber der Ausstellung sind die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und das Deutsche Historische Museum Berlin. Ihr Autor ist der Frankfurter Historiker Gerd Koenen.

      Der Eintritt zur Ausstellungseröffnung am Samstag, 1. April 2017, 16 Uhr im Mindener Museum ist frei.

      Weitere Informationen auch unter: https://www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/kommunismus-zeitalter-6020.html bzw. www.mindenermuseum.de

       

      Pressefoto Bundesstiftung Aufarbeitung / picture-alliance / akg-images


    • Stiftung der Fielmann AG setzt Förderung des Mindener Museums fort

      Minden. Die Gesellschaft zur Förderung des Mindener Museums und das Mindener Museum freuen sich über eine großzügige Schenkung der Stiftung der Fielmann AG. Die Leiterin der Fielmann Niederlassung in Minden Ina Rinsche übergab heute ein wertvolles Gemälde an die Fördergesellschaft und das Team des Mindener Museums. Das Portrait zeigt den aus altem preußischen Adel stammenden Oberst Maximilian August von Kracht (1803-1862). Der Offizier war von 1859 bis zu seinem Tod 1862 Kommandeur des in Minden stationierten 15. Infanterieregiments Prinz Friedrich der Niederlande. In dieser Funktion besaß er eine herausragende Stellung im gesellschaftlichen und politischen Leben der Stadt Minden. Zu dieser Zeit gab es in Preußen eine Verfassungskrise, die den Aufstieg des späteren Reichskanzlers Bismarck ermöglichte. Der junge König Wilhelm I. stritt in dieser auch als Heereskonflikt bezeichneten Krise mit dem liberal dominierten Abgeordnetenhaus über die zur Reorganisation der preußischen Armee und Landwehr notwendigen Finanzmittel. Auf dem Höhepunkt des Konflikts löste der König am 11. März 1862 das Parlament auf. Von Kracht, der bei der Krönung Wilhelms I. als persönlicher Adjutant des Prinzen Friedrich der Niederlande anwesend war, starb nur wenige Tage später, am 29. März 1862, an einem Halsleiden in Minden. Als hoher Repräsentant des preußischen Militärs stellt von Kracht die eine Seite dieses für die preußische Geschichte zentralen Konfliktes dar und veranschaulicht die Bedeutung des Militärs für die Mindener Stadtgeschichte.

      Die Stiftung der Fielmann AG setzt mit der Schenkung des Portraits von Krachts ihre seit Jahren großzügige Förderung des Mindener Museums und seiner Fördergesellschaft fort. So stiftete die Fielmann AG in den Jahren 2014 und 2015 drei wertvolle Portraits der Familien Pogrell und Harten, des 1828 in Minden geborenen Malers Friedrich Wilhelm Graupenstein.

      Die Leiterin der Fielmann Niederlassung in Minden, Ina Rinsche, überreicht das Gemälde an den Leiter des Mindener Museums Philipp Koch.

    • Sprachförderprogramm für Flüchtlinge im Mindener Museum

      Spracherwerb und Sprachkompetenz sind wesentliche Voraussetzungen für eine erfolgreiche Integration. Sprachförderung mit Kulturvermittlung zu verbinden, ist ein vielversprechender Ansatz die Integration von Menschen mit Fluchterfahrung zu unterstützen. Darum entwickelten das Mindener Museum und das Mindener Profilingbüro Glaser das museumspädagogische Programm „Stadt, Land, Fluss“. Das Büro Glaser ist eine der Institutionen vor Ort, die vom Bundesamt für  Migration und Flüchtlinge (BAMF) zertifizierte Deutsch- und Integrationskurse anbietet. Die Ausgangsidee war, das in den Deutschkursen erlernte Sprachwissen durch kulturelle Bildung im Mindener Museum zu unterstützen. Dafür sollten Aspekte aus der Geschichte der Stadt Minden und seiner Region genutzt werden. Das Konzept wurde niedrigschwellig und bedarfsorientiert ausgerichtet. Und hier lag die große Herausforderung: Wie vermittelt man Sprachanfängern mit geringen Deutschkenntnissen in nur drei Zeitstunden Wissen zu wichtigen Bauten wie dem Dom oder zur Gründungslegende Mindens? Entstanden ist ein Programm, dass sich aus drei aufeinander aufbauenden Einheiten zusammensetzt, die an verschiedenen Orten stattfinden: Schulungsraum, Museum und Stadtrundgang. Vorbereitend erhalten die Teilnehmer eine Woche vor Programmbeginn eine nach Themen und nach Wortgruppen geordnete Vokabelliste.

      Nach einer rund sechsmonatigen Erprobungsphase, an dem neun Deutschkurse  des Profilingbüros Glaser teilnahmen, wurde das Programm abschließend von den Museumspädagogen des Mindener Museums und den sprachpädagogischen Lehrkräften des Profilingbüros Glaser evaluiert. Ein Ergebnis dieser Evaluation ist die Beobachtung, das Sprachförderprogramm an die individuellen Bedarfe der Kursteilnehmer weiter zu entwickeln und zu diversifizieren. Dabei sollen die vom BAMF für Integrationskurse vorgegebenen Lehrinhalte noch gezielter als bisher Berücksichtigung finden. Die vorgegebenen allgemeinen Lehrinhalte zu Geschichte, Kultur und Rechtsordnung in Deutschland aus dem letzten Kursabschnitt von Integrationskursen - dem Orientierungskurs – sollen aufgegriffen und im lokalen politisch-historischen Kontext behandelt werden. Diese Themen werden vom BAMF als wesentlich für die gesellschaftliche Integration von Zugewanderten gesehen.

      Das Sprachförderprogramm „Stadt, Land, Fluss“ kann ab sofort im Mindener Museum gebucht werden. Es kostet mit drei Terminen pro Gruppe insgesamt 100 € plus 1 € Materialkosten pro Teilnehmer. Die Teilnehmerzahl richtet sich nach den jeweiligen Sprachkenntnissen. Um Anmeldung wird unter 0571-9724020 oder gebeten. Inhaltliche Auskunft gibt Necaattin Arslan, Telefonnr.: 0571-9724012, .

       


      Teilnehmer Deutschkurs vor dem Mindener Museum

      Stadtrundgang vor dem Dom

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