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Aktuelle Pressemitteilungen

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    • Pressemitteilung der Günter-Cassel-Stiftung Minden Neuerwerbung von zwei Gemälden von Wilhelm Busch  

      Minden, 21.2.2018. Die Günter-Cassel-Stiftung präsentierte heute zwei Neuerwerbungen von Wilhelm Busch (1832–1908.), die am 10. November auf einer Auktion der Münchener Galerie Carl & Faber ersteigert wurden. Zugleich verabschiedete Vorstand Jan-Nicolai Klement das langjährige Kuratoriumsmitglied Dr. Volker Schäferbarthold, der seit Gründung der Stiftung 1996 die Mindener Wirtschaft im Kuratorium vertrat und nun auf eigenen Wunsch ausschied.

      Bei den erworbenen Gemälden handelt es um zwei von insgesamt sechs Werken, die das Wilhelm-Busch-Museum in Hannover an die Erben des jüdischen Sammlers Rudolf Neugass zu restituieren hatte. Wie eine systematische Provenienzforschung des Museums 2011/2012 ergab, war das Museum um 1938/39 in den Besitz von acht Ölbildern des Bad Homburger Sammlers gelangt, die die Gestapo bei ihm beschlagnahmt hatte. Neugass starb 1942 im Konzentrationslager. Nach der Restituierung an die Erben 2017 ließen diese die Werke über die Galerie Carl & Faber in München versteigern. Bei den durch die Stiftung erworbenen Werken handelt es sich um die Gemälde „Herbstlicher Waldrand mit sitzender Rotjacke“ (Werkverzeichnis GM Nr. 726) und „Studie eines stehenden Bauern“ (Werkverzeichnis GM Nr. 314):

      „Studie eines stehenden Bauern“, 1885-1890

      Lost Art-ID 438496

      Öl auf Papier / Pappe, 13,2 × 7,0 cm

      Malerei

      Motiv: Halb von rückwärts gesehen steht ein Bauer in einer knapp angedeuteten Raumecke und zündet sich eine Pfeife an.

       

      “Herbstlicher Waldrand mit sitzender Rotjacke”, um 1890

      Lost Art-ID 438501

      Öl auf Papier / Pappe, 17,5 × 20,9 cm

      Malerei

      Motiv: Auf feuerrotem Gelände sitzt vor dünn strukturiertem  braunem Buschwerk und einer nach rechts hängenden Birke eine Rotjacke in Rückenfigur. Vorne rechts liegen zwei Findlinge am Boden.

      Günter-Cassel-Stiftung

      Die Stiftung ist benannt nach dem Privatier Günter Cassel (geboren am 15. September 1915 in Minden, gestorben am 13. November 1990 in Berlin). Zweck der Stiftung ist die Förderung der Kunst und Kultur durch die Förderung des Kunstbesitzes des Mindener Museums. Der Stiftungszweck wird insbesondere durch die Anschaffung von Kunstwerken namhafter deutscher Maler des 19. Jahrhunderts, von Darstellungen mit Bezug auf die Stadt Minden und deren Umgebung sowie – vom Jahre 2015 an – durch die Anschaffung auch anderer Kunstwerke für das Mindener Museum verwirklicht.

      Weitere Informationen unter: www.guenter-cassel-stiftung.org

      Vorstand:
      Jan-Nicolai Klement, (Städtischer Rechtsdirektor)

      Kuratorium:
      N.N., (Vertreter Mindener Wirtschaft)

      Hans Peter Korth, (Vorsitzender Mindener Kunstverein)

      Philipp Koch, (Leiter Mindener Museum)

       

    • Öffentliche Donnerstagsführung im Mindener Museum

      Am Donnerstag, 1. März um 17 Uhr findet im Mindener Museum eine öffentliche Führung durch die Ausstellung „Naturgefühl und Nationalstolz  – Die Porta Westfalica im Bild von 1800 bis heute“ statt. Anlässlich der Umgestaltung  und anstehenden Wiedereröffnung des Kaiser-Wilhelm-Denkmals zeigt das Museum  Grafiken, Gemälde, Fotos und mehr aus dem eigenen Sammlungsbestand.  Bereits in der Zeit der Romantik im 18. Jh. entdeckten Naturliebhaber die landschaftlichen Besonderheiten des Weserdurchbruchs zwischen Wiehen- und Wesergebirge. Nun kam auch der Name Porta Westfalica für das zuvor gemeinhin Weserscharte genannte Tal auf. 1896 brachte die Errichtung des Kaiser-Wilhelm-Denkmals noch einmal eine ungeheure Belebung des Ausflugsverkehrs mit sich. Nach und nach entwickelten sich die Landschaftsmarke und ihr Denkmal zu einem Lieblingsmotiv für Künstler und Fotografen. Schließlich wurde die Porta selbst zur Marke, die vielfach für Werbung eingesetzt wurde. Die Führung lädt zu einer Zeitreise rund um den „Willem“ ein und eröffnet neue Ansichten und ungewohnte Perspektiven.

      Für Erwachsene beträgt der Eintritt 5,- € inkl. Führungsgebühr.

      Mindener Museum, Di.-So. 12-18 Uhr; Sonderöffnungszeiten für Gruppen.

      Weitere Infos unter www.mindenermuseum.de oder 0571 / 9724020 oder

       

      (Foto: © Mindener Museum)

    • Mindener Museum eröffnet Ausstellung zur Porta Westfalica

      Am Samstag, 24.2. um 16 Uhr eröffnet im Mindener Museum die Ausstellung „Naturgefühl und Nationalstolz  – Die Porta Westfalica im Bild von 1800 bis heute“.  Bereits in der Zeit der Romantik im 18. Jh. entdeckten Naturliebhaber die landschaftlichen Besonderheiten des Weserdurchbruchs zwischen Wiehen- und Wesergebirge. Nun kam auch der Name Porta Westfalica für das zuvor gemeinhin Weserscharte genannte Tal auf. 1896 brachte die Errichtung des Kaiser-Wilhelm-Denkmals noch einmal eine ungeheure Belebung des Ausflugsverkehrs mit sich. Nach und nach entwickelten sich die Landschaftsmarke und ihr Denkmal zu einem Lieblingsmotiv für Künstler und Fotografen. Schließlich wurde die Porta selbst zur Marke, die vielfach für Werbung eingesetzt wurde. Die Ausstellung im Mindener Museum anlässlich der Umgestaltung  und Wiedereröffnung des Denkmals zeigt Grafiken, Gemälde, Fotos und mehr und lädt zu einer Zeitreise rund um den „Willem“ ein. Der Eintritt zur Ausstellungseröffnung am Samstag ist frei.

      Mindener Museum, Di.-So. 12-18 Uhr; Sonderöffnungszeiten für Gruppen.

      Weitere Infos unter www.mindenermuseum.de oder 0571 / 9724020 oder

        

      (Foto: © Mindener Museum)

    • Mittagspausenführung und Öffentliche Sonntagsführung durch Ausstellung "Ich Mann. Du Frau. Feste Rollen seit Urzeiten?"

      Am Mittwoch, 14. Februar, 12:45 Uhr, findet im Mindener Museum die nächste Mittagspausenführung statt. Wie an jedem 2. Mittwoch im Monat lohnt es sich auch dann wieder, die Mittagspause ins Mindener Museum zu verlegen. Beim halbstündigen Rundgang durch die Wanderausstellung „Ich Mann. Du Frau. Feste Rollen seit Urzeiten?“ des Archäologischen Museums Colombischlössle Freiburg erfahren die Besucher*innen an Hand von archäologischen Funden und aktuellen wissenschaftlichen Untersuchungsergebnissen, dass die Urgeschichte nicht als Argumentationsgrundlage für ein heute noch wirksames, starres Rollenbild von Mann und Frau dienen kann. Im Kaiserreich, in der Weimarer Republik und im Nationalsozialismus war die Archäologie wie die Geschichtswissenschaften eine politische Wissenschaft, die von alten Werturteilen und Rollenklischees bestimmt war. Archäologie und Geschichte waren auch eine "Waffe" im Geschlechterdiskurs. In der Führung wird die Behauptung früherer Wissenschaftler beleuchtet, dass die heutigen Rollenklischees von Mann und Frau seit der Steinzeit auf eine angebliche Arbeitsteilung zurückzuführen sind: der Mann als Jäger - gemeint ist als Ernährer - und die Frau als Sammlerin - gemeint ist als Hausfrau und Mutter. Am Beispiel aus Funden der Region wie aus dem süddeutschen Raum wird gezeigt, dass alte Rollenbilder und Werturteile den Blick auf neue Fragestellungen, Methoden und Erkenntnisse verstellen. Inwiefern haben die Verhältnisse in der Urgeschichte, aber gerade auch in der Wissenschaft Auswirkungen auf unser heutiges Verständnis von weiblichen und männlichen Verhaltensmustern? Antworten auf diese Fragen bietet die Führung, die um 12:45 Uhr beginnt, 30 Minuten dauert und pro Person 3,50 Euro kostet.

      Wer sich ausführlicher für den historischen Geschlechterdiskurs interessiert und damit auseinandersetzen will, ist bei der rund einstündigen Öffentlichen Führung am Sonntag, 14. Februar, 14 Uhr richtig. Eine weitere öffentliche Führungen findet am Sonntag, 15. April ebenfalls um 14 h statt. Für Erwachsene beträgt der Eintritt 5,- € inkl. Führungsgebühr.

      Mindener Museum, Di.-So. 12-18 Uhr; Sonderöffnungszeiten für Gruppen.

      Weitere Infos unter 0571 / 9724020 oder oder www.mindenermuseum.de



      Frauenfigur aus Gagat (fossile Kohle), Petersfels im Hegau, etwa 12.000 Jahre alt.Darstellungen von nackten Körpern und Geschlechtsorganen aus der Altsteinzeit geben einen einmaligen Einblick in die Form, wie die Menschen damals Körper und Geschlecht gesehen haben.

      (Foto: © Archäologischen Museums Colombischlössle Freiburg)


    • Mindener Museum und Domschatz Minden kooperieren im Ticket-Bereich – Ermäßigungen für Besucher beider musealen Einrichtungen

      Minden. Das Mindener Museum und der Domschatz Minden kooperieren ab dem 1. Februar im Ticket-Bereich. Besucher, die in einer der beiden musealen Einrichtungen eine Eintrittskarte erwerben, erhalten innerhalb eines Zeitraums von drei Monaten einmalig 50 Cent Ermäßigung beim Kauf eines Tickets im anderen Museum.

       „Beide Museen verfolgen das gleiche Ziel“, erklärt der Leiter des Mindener Museums, Philipp Koch: „Wir wollen unseren Besucherinnen und Besuchern die Geschichte der Stadt Minden und ihre Bedeutung in all ihren Facetten nahebringen.“ Dazu gehöre die Entwicklung des Mindener Gemeingefüges ebenso, wie die Einflüsse, die das ehemalige Bistum Minden über mehr als acht Jahrhunderte genommen habe, betont der Vorsitzende des Dombau-Vereins Minden, Hans-Jürgen Amtage. Der Förderverein ist seit Neugestaltung und Wiedereröffnung im März 2017 Betreiber der Domschatzkammer am Kleinen Domhof.

       Das Mindener Museum an der Ritterstraße zählt mit seinen sechs Häusern aus dem 16. Jahrhundert im Stil der Weserrenaissance zu den traditionsreichsten westfälischen Museen. Der Domschatz Minden mit seinem modernen Äußeren gilt mit seinen Exponaten aus elf Jahrhunderten als eine der bedeutendsten Sammlungen christlicher Kunst in Deutschland. „Diese Stärken wollen wir mit der Kooperation im Ticket-Bereich gemeinsam nutzen“, so Philipp Koch.

       

    • Kindergeburtstage im Mindener Museum feiern

      Eltern, die den Geburtstag ihres Kindes auf besondere Art und Weise feiern möchten, können im Mindener Museum zwischen fünf spannenden Programmen wählen. Kinder ab fünf Jahren können bei „Feuer und Flamme“ ein eigenes Tonlämpchen modellieren. Ab sechs Jahren können die Geburtstagsgäste an der Rallye „Spione im Museum“ teilnehmen und mit etwas Glück den Museumsschatz heben. Bei dem Programm „Leben wie vor 100 Jahren“ nehmen Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren auf einer 100jährigen Schulbank Platz und kreieren eigene Seife. Für Kinder ab acht Jahren wird das Museum zur Druckwerkstatt. Ausgerüstet mit Nadel und Druckplatte entwerfen sie ihr eigenes, selbst gedrucktes Kunstwerk. Kinder ab 10 Jahren können schließlich an einem Fotoworkshop teilnehmen und historische Techniken wie die „Cyanotypie“ ausprobieren und Selfies mit Polaroid-Kameras schießen.

      Die Programme dauern jeweils zwei Stunden, inklusive Pause mit mitgebrachten Getränken und Kuchen, und kosten 75 €. Zusätzliche Materialkosten fallen je nach Programm pro Gast an. Max. 12 Kinder können an einem Programm teilnehmen. Um Anmeldung unter 0571-9724020 oder wird gebeten. Weitere Informationen unter www.mindenermuseum.de. Auskunft erteilt Kristin Saretzki, Telefonnr.: 0571-9724021, .

      Im Museum gibt es einiges für die Geburtstagsgäste zu entdecken (© Mindener Museum)

    • Mindener Museum zeigt ab 27.1. Wanderausstellung zu Geschlechterrollen seit der Urzeit

      Das Mindener Museum präsentiert vom 27. Januar bis zum 1. Mai die Wanderausstellung „Ich Mann. Du Frau. Feste Rollen seit Urzeiten?“ des Archäologischen Museums Colombischlössle Freiburg. Die Präsentation packt erstmals das aktuelle und kontroverse Thema der Geschlechterrollen an. Sie widmet sich der Leitfrage, ob es in der Urgeschichte tatsächlich festgelegte Aufgaben für Männer und Frauen gab oder ob diese Perspektive nicht dem patriarchalen Blick der Archäologie geschuldet ist. Inwiefern haben die Verhältnisse in der Urgeschichte, aber gerade auch in der Wissenschaft Auswirkungen auf unser heutiges Verständnis von weiblichen und männlichen Verhaltensmustern? Eine Frage, auf die die Ausstellung Antworten gibt. Zwei partizipative Installationen, welche den Einstieg und den Abschluss der Präsentation bilden, laden zudem zum aktiven Mitmachen ein. Die Ausstellung wird um zahlreiche archäologische Überreste aus der Region ergänzt, die zeigen, dass sich auch in unserem Raum das überkommene Verständnis eines klassischen Rollenverständnis von Frau und Mann nachweisen lässt. Als Ergebnis des Ausstellungsprojektes entstand in Kooperation mit der Universität Basel ein informatives Begleitbuch mit Beiträgen führender Vertreter*innen der Geschlechterforschung, das im Museumsshop zum Preis von 19,80 € erhältlich ist. Führungen für Gruppen durch die Ausstellung sind nach Absprache möglich. Am Do, 1.2. und 5.4. jeweils 17 h, So, 18.2. und 15.4. jeweils 14 h und am Mi, 14.2. um 12:45 h finden öffentliche Führungen statt. Zur Ausstellungseröffnung am Samstag, 27. Januar 2018, 16 Uhr ist der Eintritt frei.

      Mindener Museum, Di.-So. 12-18 Uhr; Sonderöffnungszeiten für Gruppen.

      Weitere Infos unter www.mindenermuseum.de oder 0571 / 9724020 oder


      Halsschmuck, wie dieser scharflappige Wendelring aus der Eisenzeit, schrieb die Archäologie früher als klassische Weihegabe nur Frauen zu. Neue Forschungen zeigen, dass diese auf einem traditionellen Geschlechterverständnis beruhende Interpretation falsch ist und der Schmuck auch Grabbeigabe von Männern war. (Foto: © Mindener Museum)

    • Neues Objekt im Fokus in den Monaten Januar & Februar!

      Wie bereits mit den Kabinettausstellungen begonnen, möchte das Museumsteam die Vielfalt, die Geschichte und den Dokumentationsstand seiner Sammlung vorstellen. Im Rahmen des Projekts „Objekt im Fokus“ soll daher alle zwei Monate ein Objekt der Sammlung frei zugänglich im Foyer des Museums ausgestellt und seine Geschichte erzählt werden.

      Das Objekt im Fokus in den Monaten Januar und Februar ist ein Konvolut von Gefäßen und Scherben aus den Brandschüttungs- und Brandgrubengräbern in Minden-Hahlen.

      Mindener Museum, Di.-So. 12-18 Uhr; Sonderöffnungszeiten für Gruppen.

      Weitere Infos unter www.mindenermuseum.de oder 0571 / 9724020 oder .

       

       

      Provinzialrömisches Gefäß aus der Zeit des 4. Jh. n. Chr., Fundort: Minden-Hahlen.

    • Mit-Mach-Programm für Großeltern, Eltern und Kinder im Mindener Museum 

      Von Oktober bis März können Großeltern und Eltern zusammen mit Kindern ab sechs Jahren wieder an den Eltern-Kind-Nachmittagen im Mindener Museum teilnehmen. Jeden zweiten Sonntag steht von 14 bis 16 Uhr ein anderes Thema auf dem Programm. Los geht es am Sonntag, den 8. Oktober mit einer Reise in die Zeit des Biedermeier. Gemeinsam erfahren die Teilnehmer*innen allerhand über das Alltagsleben von vor 200 Jahren. Sie bestaunen historische Möbel und lassen sich von Gläsern und Porzellan inspirieren, um dann eigene, kunterbunte Windlichter zu gestalten. Pro Kind kostet die Aktion 6 €, Begleitpersonen zahlen 2 € Eintritt. Die Teilnehmerzahl ist jeweils auf max. 15 Kinder begrenzt. Die Mindestteilnehmerzahl liegt bei 5 Kindern. Um Anmeldung wird unter 0571-9724020 oder gebeten. Die weiteren Termine von November bis März finden Sie unter www.mindenermuseum.de. Auskunft erteilt Kristin Saretzki, Telefonnr.: 0571-9724021, .

      Windlichter im Museum gestalten

    • Neues Mit-Mach-Angebot für Kinderfeuerwehren im Mindener Museum  

      Das Mindener Museum bietet ab sofort unter dem Titel „Feuer und Flamme“ ein Programm an, dass sich speziell an Kinderfeuerwehren richtet. In einer kleinen Ausstellungssequenz erfahren Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren, welche Gefahren in früheren Jahrhunderten mit Feuer verbunden waren. Historische Ledereimer, Feuerhaken und eine Feuerordnung der Stadt Minden aus dem Jahr 1747 zeigen, welche Maßnahmen die Menschen einst ergriffen, um sich vor Feuer zu schützen und mit welchen Mitteln sie versuchten, Brände zu löschen. Spielerisch erfahren die Kinder, wann die erste freiwillige Feuerwehr gegründet wurde und wie sich Uniformen und Ausrüstungen veränderten. Eine über 100jährige Feuerwehruniform darf bestaunt werden.

      Auf der Suche nach Feuerlöschern, Brandmeldern und Notausgängen können die angehenden Feuerwehrmänner und –frauen ihr Wissen in Sachen Brandschutz unter Beweis stellen. Zum Schluss wird es noch einmal kreativ: Jedes Kind kann sich ein eigenes kleines Andenken, passend zum Thema, gestalten. Neben einem Tonlämpchen können lustige Kerzen aus Knetwachs modelliert oder Bienenwachskerzen gerollt werden.

      Pro Gruppe kostet das zweistündige Angebot 75 €. Zusätzlich fallen 1 € Materialkosten pro Kind an. Das Mindener Museum ist Di – So von 12 bis 18 Uhr geöffnet. Für Gruppen werden Sonderöffnungszeiten eingerichtet. Um Anmeldung wird unter 0571-9724020 oder gebeten. Weitere Informationen unter www.mindenermuseum.de. Auskunft erteilt Kristin Saretzki, Telefonnr.: 0571-9724021, .


      Ein Tonlämpchen im Museum modellieren (© Mindener Museum)

    • Mindener Museum zeigt Plakatausstellung "Der Kommunismus in seinem Zeitalter" der Bundesstiftung Aufarbeitung

      Minden. Vom 1. April 2017 bis zum 5. März 2018 präsentiert das Mindener Museum die Plakatausstellung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur "Der Kommunismus in seinem Zeitalter". Die Ausstellung präsentiert auf 25 Plakaten über 200 zeithistorische Fotos, Dokumente, Schaubilder sowie QR-Codes. Mit letzteren können Besitzer von internetfähigen Mobiltelefonen zeitgenössische Filmdokumente zu den Ausstellungsthemen abrufen.

      2017 jährt sich die Russische Revolution zum 100. Mal, die mit dem Sturz des Zaren im Februar 1917 ihren Ausgang nahm. Doch die Hoffnung auf eine Demokratisierung Russlands sollte sich nicht erfüllen. Im Oktober 1917 griffen in Petrograd, dem heutigen Sankt Petersburg, die Bolschewiki unter der Führung Lenins nach der Macht. Ihr Putsch, der später zur Oktoberrevolution mystifiziert werden sollte, war die Geburtsstunde des Kommunismus, der zur größten und tiefgreifendsten Massenbewegung des 20. Jahrhunderts wurde. In der ganzen Welt entstanden Parteien, die als Teil der „Kommunistischen Internationale“ von ihren Mitgliedern totale Hingabe und absolute Disziplin verlangten. Sobald eine kommunistische Partei die Macht errungen hatte, mussten sich alle Bürgerinnen und Bürger ihrem Regime aktiv unterordnen.
      Dieser gewaltsam durchgesetzte totalitäre Anspruch auf die Gestaltung aller Lebensbereiche hat zahllose Existenzen zerstört und Abermillionen Menschenleben vernichtet. Und er hat immense geistige sowie soziale Verwüstungen hinterlassen. Zugleich aber konnten die Kommunisten in ihren Hochzeiten einen erstaunlichen jugendlichen Enthusiasmus sowie bedeutende intellektuelle und künstlerische Energien mobilisieren – bis die permanenten Überspannungen in Erschöpfung, Passivität, Zynismus oder Dissidenz mündeten.
      Trotz dieser Entwicklung kam der jähe Kollaps des „Sozialistischen Lagers“ und der UdSSR nach 1989 unerwartet – ebenso unerwartet wie der Aufschwung Chinas unter der ungebrochenen Diktatur der Kommunistischen Partei. Beides lässt die historische „Karriere“ des Weltkommunismus seit 1917 umso erklärungsbedürftiger erscheinen.

      Die Ausstellung lädt insbesondere Schulen zur Auseinandersetzung mit dem Kommunismus und seinen Diktaturen ein, die das 20. Jahrhundert weltweit prägten und die in der historischen Bildungsarbeit bislang zu wenig Aufmerksamkeit finden. Herausgeber der Ausstellung sind die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und das Deutsche Historische Museum Berlin. Ihr Autor ist der Frankfurter Historiker Gerd Koenen.

      Der Eintritt zur Ausstellungseröffnung am Samstag, 1. April 2017, 16 Uhr im Mindener Museum ist frei.

      Weitere Informationen auch unter: https://www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/kommunismus-zeitalter-6020.html bzw. www.mindenermuseum.de

       

      Pressefoto Bundesstiftung Aufarbeitung / picture-alliance / akg-images


    • Stiftung der Fielmann AG setzt Förderung des Mindener Museums fort

      Minden. Die Gesellschaft zur Förderung des Mindener Museums und das Mindener Museum freuen sich über eine großzügige Schenkung der Stiftung der Fielmann AG. Die Leiterin der Fielmann Niederlassung in Minden Ina Rinsche übergab heute ein wertvolles Gemälde an die Fördergesellschaft und das Team des Mindener Museums. Das Portrait zeigt den aus altem preußischen Adel stammenden Oberst Maximilian August von Kracht (1803-1862). Der Offizier war von 1859 bis zu seinem Tod 1862 Kommandeur des in Minden stationierten 15. Infanterieregiments Prinz Friedrich der Niederlande. In dieser Funktion besaß er eine herausragende Stellung im gesellschaftlichen und politischen Leben der Stadt Minden. Zu dieser Zeit gab es in Preußen eine Verfassungskrise, die den Aufstieg des späteren Reichskanzlers Bismarck ermöglichte. Der junge König Wilhelm I. stritt in dieser auch als Heereskonflikt bezeichneten Krise mit dem liberal dominierten Abgeordnetenhaus über die zur Reorganisation der preußischen Armee und Landwehr notwendigen Finanzmittel. Auf dem Höhepunkt des Konflikts löste der König am 11. März 1862 das Parlament auf. Von Kracht, der bei der Krönung Wilhelms I. als persönlicher Adjutant des Prinzen Friedrich der Niederlande anwesend war, starb nur wenige Tage später, am 29. März 1862, an einem Halsleiden in Minden. Als hoher Repräsentant des preußischen Militärs stellt von Kracht die eine Seite dieses für die preußische Geschichte zentralen Konfliktes dar und veranschaulicht die Bedeutung des Militärs für die Mindener Stadtgeschichte.

      Die Stiftung der Fielmann AG setzt mit der Schenkung des Portraits von Krachts ihre seit Jahren großzügige Förderung des Mindener Museums und seiner Fördergesellschaft fort. So stiftete die Fielmann AG in den Jahren 2014 und 2015 drei wertvolle Portraits der Familien Pogrell und Harten, des 1828 in Minden geborenen Malers Friedrich Wilhelm Graupenstein.

      Die Leiterin der Fielmann Niederlassung in Minden, Ina Rinsche, überreicht das Gemälde an den Leiter des Mindener Museums Philipp Koch.

    • Sprachförderprogramm für Flüchtlinge im Mindener Museum

      Spracherwerb und Sprachkompetenz sind wesentliche Voraussetzungen für eine erfolgreiche Integration. Sprachförderung mit Kulturvermittlung zu verbinden, ist ein vielversprechender Ansatz die Integration von Menschen mit Fluchterfahrung zu unterstützen. Darum entwickelten das Mindener Museum und das Mindener Profilingbüro Glaser das museumspädagogische Programm „Stadt, Land, Fluss“. Das Büro Glaser ist eine der Institutionen vor Ort, die vom Bundesamt für  Migration und Flüchtlinge (BAMF) zertifizierte Deutsch- und Integrationskurse anbietet. Die Ausgangsidee war, das in den Deutschkursen erlernte Sprachwissen durch kulturelle Bildung im Mindener Museum zu unterstützen. Dafür sollten Aspekte aus der Geschichte der Stadt Minden und seiner Region genutzt werden. Das Konzept wurde niedrigschwellig und bedarfsorientiert ausgerichtet. Und hier lag die große Herausforderung: Wie vermittelt man Sprachanfängern mit geringen Deutschkenntnissen in nur drei Zeitstunden Wissen zu wichtigen Bauten wie dem Dom oder zur Gründungslegende Mindens? Entstanden ist ein Programm, dass sich aus drei aufeinander aufbauenden Einheiten zusammensetzt, die an verschiedenen Orten stattfinden: Schulungsraum, Museum und Stadtrundgang. Vorbereitend erhalten die Teilnehmer eine Woche vor Programmbeginn eine nach Themen und nach Wortgruppen geordnete Vokabelliste.

      Nach einer rund sechsmonatigen Erprobungsphase, an dem neun Deutschkurse  des Profilingbüros Glaser teilnahmen, wurde das Programm abschließend von den Museumspädagogen des Mindener Museums und den sprachpädagogischen Lehrkräften des Profilingbüros Glaser evaluiert. Ein Ergebnis dieser Evaluation ist die Beobachtung, das Sprachförderprogramm an die individuellen Bedarfe der Kursteilnehmer weiter zu entwickeln und zu diversifizieren. Dabei sollen die vom BAMF für Integrationskurse vorgegebenen Lehrinhalte noch gezielter als bisher Berücksichtigung finden. Die vorgegebenen allgemeinen Lehrinhalte zu Geschichte, Kultur und Rechtsordnung in Deutschland aus dem letzten Kursabschnitt von Integrationskursen - dem Orientierungskurs – sollen aufgegriffen und im lokalen politisch-historischen Kontext behandelt werden. Diese Themen werden vom BAMF als wesentlich für die gesellschaftliche Integration von Zugewanderten gesehen.

      Das Sprachförderprogramm „Stadt, Land, Fluss“ kann ab sofort im Mindener Museum gebucht werden. Es kostet mit drei Terminen pro Gruppe insgesamt 100 € plus 1 € Materialkosten pro Teilnehmer. Die Teilnehmerzahl richtet sich nach den jeweiligen Sprachkenntnissen. Um Anmeldung wird unter 0571-9724020 oder gebeten. Inhaltliche Auskunft gibt Necaattin Arslan, Telefonnr.: 0571-9724012, .

       


      Teilnehmer Deutschkurs vor dem Mindener Museum

      Stadtrundgang vor dem Dom

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