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Grenzerfahrungen: Geschichten von Auswanderung, Flucht und Vertreibung aus Minden

17.06. bis 05.11.2017

  • Noch nie war die Zahl der Menschen, die vor Konflikten oder Verfolgung fliehen, so hoch wie heute. Aus diesem Grund hat das Mindener Museum die Laborausstellung: „Grenzerfahrungen: Geschichten von Auswanderung, Flucht und Vertreibung aus Minden“ entwickelt. Interviews bilden die Grundlage des Ausstellungsprojektes.   

    So vielfältig wie die Menschen, die nach Deutschland und Minden kommen und gekommen sind, sind auch ihre Gründe. Die Ausstellung beschäftigt sich mit vier Migrationsursachen: Suche nach Arbeitschancen/ neuen Lebensperspektiven, politische Verfolgung, religiöse Verfolgung und Krieg. Diakonissen, die im Zweiten Weltkrieg aus Salem-Köslin fliehen mussten kommen ebenso zu Wort wie ein Kriegsflüchtling aus Syrien. Ein „Gastarbeiter“ und ein Politischer Flüchtling aus Iran berichten von Ihrer Heimat, ihrer Motivation zum Aufbruch und zu Ankunft und Leben in Minden. Gegenstände, die für die interviewten Personen von besonderer Bedeutung sind, werden zu den Hörstationen präsentiert.

    Trotz der drängenden Aktualität des Ausstellungsthemas sollte auch die historische Perspektive nicht außer Acht gelassen werden. So wurden auch Interviews und Briefzeugnisse aufgenommen, die in die nähere oder weitere Vergangenheit reichen.

    Die Ausstellung wird am Samstag, 17. Juni um 16 Uhr eröffnet. Der Eintritt zur Ausstellungseröffnung ist frei.

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