Leben in Minden

Frühe Hilfen

Frühe Hilfen - für einen guten Start ins Leben

  • Mit der Geburt eines Kindes stellen sich viele Fragen: Wer hilft mir, wenn mein Kind viel schreit oder schlecht schläft? Wo kann ich andere Mütter treffen? Gibt es Hilfe, wenn ich mich müde, erschöpft oder ratlos fühle? Wo gibt es finanzielle Unterstützung für mich und mein Kind?

    Frühe Hilfen zielen darauf ab, Entwicklungsmöglichkeiten von Kindern und Eltern in Familie und Gesellschaft frühzeitig und nachhaltig zu verbessern. Neben alltagspraktischer Unterstützung leisten Frühe Hilfen insbesondere einen Beitrag zur Förderung der Beziehungs- und Erziehungskompetenz von (werdenden) Müttern und Vätern. Damit tragen sie maßgeblich zum gesunden Aufwachsen von Kindern bei und sichern deren Rechte auf Schutz, Förderung und Teilhabe.

    • Babybegrüßungsdienst

      „PRIMA - Willkommen im Leben“ – seit Anfang 2012 bekommen Eltern von Neugeborenen auf Wunsch einen Besuch von Ehrenamtlichen des Kinderschutzbundes. In Zusammenarbeit mit der Rudloff–Stiftung, der Stadt Minden, der Stadt Porta Westfalica sowie vielen Partnern des Kinderschutzbundes werden alle Neugeborenen in Minden und Porta Westfalica herzlich begrüßt! Alle Familien erhalten einen Ordner mit wertvollen Informationen rund um das Leben mit einem Kind sowie eine große Tasche mit nützlichen Geschenken.

      Weitere Informationen zum Babybegrüßungsdienst finden Sie auf der Internetseite des Deutschen Kinderschutzbundes Minden - Bad Oeynhausen e.V.

    • „Rund um informiert“ – Elternabend für werdende Eltern


      Hurra, wir werden Eltern! Was nun? Wie funktioniert das Elterngeld? Was ist Elternzeit und wer kann sie beantragen? Mutterschutz? Geburtsvorbereitung? Kinderbetreuung?

      Antworten auf all diese Fragen gibt der Informationsabend "Rund um informiert“. Werdende Eltern erhalten an diesem Abend gebündelte Informationen rund um die Elternschaft.  Hierbei stellen die Mitarbeiterinnen der Elterngeldstelle, der Frühen Hilfen, der Schwangerschafts- und Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen sowie Hebammen des Krankenhauses unterschiedliche Unterstützungsmöglichkeiten vor, die während der Schwangerschaft und nach der Geburt in Anspruch genommen werden können.

      Der Informationsabend findet regelmäßig an festen Terminen in den Geburtskliniken im Mühlenkreis statt. Die Teilnahme ist kostenfrei.

    • Beratungsangebot

      Die Frühen Hilfen haben ein offenes Ohr für alle großen und kleinen Anliegen werdender Eltern und Eltern mit Kindern zwischen 0 und 3 Jahren. Die Mitarbeiterinnen hören Ihnen als Eltern zu und suchen gemeinsam mit Ihnen nach Lösungsmöglichkeiten, die für Sie als Familie passend sind.

      Unser Beratungsangebot ist kostenlos, freiwillig und auf Wunsch auch anonym. Um flexibel auf die Bedürfnisse junger Familien eingehen zu können, bieten die Frühen Hilfen dienstags nachmittags eine Sprechstunde im Johannes Wesling Klinikum an. Zusätzlich finden Sprechzeiten im Rathaus sowie nach Absprache Beratungstermine und Hausbesuche statt.


    • Entlastungangebote

      Die Geburt eines Kindes kann das Leben ganz schön auf den Kopf stellen. Neben den vielen schönen Augenblicken gehören auch Momente dazu, in denen Eltern sich fragen, ob sie alles richtig machen oder ob es „normal“ ist, wie es gerade zu Hause mit dem Baby so läuft. Oftmals ist es auch ganz schön anstrengend, sich im neuen Alltag mit dem Kind einzuleben.

      Die Frühen Hilfen wissen, dass all dieses zum Elternwerden dazu gehört und bieten daher vielfältige Entlastungs- und Unterstützungsmöglichen an, um Eltern auf ihrem Weg zu begleiten. Je nach individueller Situation überlegen die Mitarbeiterinnen der Frühen Hilfen gemeinsam mit den Familien, ob und welche Form der Unterstützung aktuell gerade passend ist.

      Neben dem Einsatz einer Familienhebamme oder einer Kinderkrankenschwester kommen verschiedenste Angebote für Familien in Frage. Dazu gehören u. a. die ehrenamtlichen Familienbegleiter vom Projekt PRIMA, Krabbelgruppen, Tagesmütter oder Tageseinrichtungen für Kinder, der Verein Frauenmantel e.V., die Beratungsstelle für Familienfragen und natürlich verschiedene Angebote in enger Kooperation mit dem Gesundheitswesen.

      Die Teilnahme an allen Angeboten ist freiwillig.

    • Familienhebamme

      Seit nunmehr sechs Jahren gibt es in Minden Familienhebammen.

      Familienhebammen sind staatlich examinierte Hebammen mit einer Zusatzqualifikation. Diese befähigt sie dazu, Eltern und Familien in belastenden Lebenssituationen zu unterstützen. Sie gehen bis zu einem Jahr nach der Geburt des Kindes in die Familien, unterstützen bei der gesundheitlichen Versorgung und leisten dort psychosoziale Unterstützung.

      Unter anderem geben Familienhebammen Informationen und Anleitung zu Pflege, Ernährung, Entwicklung und Förderung des Kindes. Dabei binden sie alle Familienmitglieder ein. Die Familienhebammen vermitteln bei Bedarf weitere Hilfen. Sie sind damit für Familien wichtige Lotsinnen durch die zahlreichen Angebote der Frühen Hilfen.

    • Familienkinderkrankenschwester

      Die Familienkinderkrankenschwestern sind Kinderkrankenschwestern mit einer Zusatzqualifikation. Sie besuchen und begleiten Familien, die in ihrer aktuellen Lage Unterstützung und Beratung im Umgang mit ihren Kindern suchen. Die Familienkinderkrankenschwestern sind präventiv tätig und setzen sich für ein gesundes Aufwachsen ein. Sie bieten praktische Unterstützung bei der Bewältigung des Alltags mit zu früh geborenen, chronisch kranken oder Kindern mit Behinderung. Ziel ihrer Arbeit ist dabei immer die Stärkung der Eltern und die Aktivierung der Selbsthilfekräfte.

    • Netzwerk Früher Hilfen

      Eine weitere zentrale Aufgabe der Fachkräfte für Frühe Hilfen ist das Netzwerk Früher Hilfen. „Es geht darum, eine gute Kooperation zwischen den Systemen voranzubringen, voneinander zu lernen und gemeinsam den Aufbau lokaler Hilfestrukturen für einen frühen und aktiven Kinderschutz umzusetzen", fasst Mirjam Frömrich zusammen. Da Familien rund um Schwangerschaft und Geburt vor allem im Gesundheitssystem auftauchen, liegt der Schwerpunkt der Netzwerkarbeit in der Kooperation mit dem Gesundheitssystem. Durch regelmäßig gemeinsam mit dem Gesundheitswesen organisierte Fachtage werden Brücken zwischen dem Gesundheitswesen und der Familien- und Jugendhilfe gebaut.

    • Fachtage

      Zum fünften Mal veranstalteten die „Frühen Hilfen“ des Kreisjugendamtes, der Städte Minden, Porta Westfalica und Bad Oeynhausen sowie das Gesundheitsamt des Kreises Minden-Lübbecke am 30. Juni 2017 einen Fachtag. Unter dem Titel „Für Prävention zu klein? Gesund aufwachsen im Mühlenkreis“ gab es Vorträge und eine Infobörse in der Aula des Leo-Sympher-Berufskollegs. Inhaltlich ging es an diesem Vormittag um das Thema „Bindung hier und anderswo“. 

      Der nächste Fachtag findet turnusmäßig 2019 statt. Nähere Informationen dazu werden rechtzeitig bekannt gegeben.


      Vortäge:

      Erdlenbruch_Kindergesundheit-Chancen nutzen


      Kruse-Heine_Beziehungen gestalten für kulturelle Vielfalt


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