Luftaufnahme Innenstadt

Energie sparen

Aktuelle Infos zur Energiepreiskrise

Aufgrund des völkerrechtswidrigen russischen Angriffskriegs auf die Ukraine steigen in Deutschland die Energiepreise. Gas und Strom werden für alle Bürger*innen teurer.

Die Versorgung mit Gas ist womöglich im Winter nicht vollständig sichergestellt. Ob sich diese Lage in Zukunft entspannt, ist unsicher. Russland nutzt die Gaslieferungen als politisches Druckmittel. Wichtig zu wissen ist: Private Endkundinnen und Endkunden sind besonders geschützt. 

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) hat am 23. Juni die zweite Stufe des Notfallplans Gas ausgerufen. Seitdem gilt die sogenannte Alarmstufe. Aktuell ist laut Bundesregierung die Versorgung sicher, aber die Lage ist angespannt.

Ziel kann es daher nur sein, so schnell wie möglich möglichst unabhängig vom russischen Gas und vom Erdgas allgemein zu werden. Denn neben der akuten Krise werden uns auch der Klimawandel und schwindende Vorkommen dazu zwingen, weniger fossile Brennstoffe zu verwenden.

Das Ministerium für Wirtschaft und Klimaschutz empfiehlt:

Alle Verbraucherinnen und Verbraucher – sowohl in der Industrie, in öffentlichen Einrichtungen wie in den Privathaushalten – sollten den Gasverbrauch schon jetzt möglichst weiter reduzieren, damit wir gut über den Winter kommen.

  • Das tun die Stadtverwaltung und die Städtischen Betriebe

    Energiesparen ist das Gebot der Stunde: Als Stadtverwaltung achten wir schon seit vielen Jahren stark auf unseren Energieverbrauch: An vielen Stellen haben wir den Verbrauch schon deutlich gesenkt. Das zeigen auch unsere Energieberichte, die wir alle zwei Jahre erstellen. In diesem Jahr muss diese Senkung noch deutlicher ausfallen.

    Deshalb haben wir aktuell Maßnahmen zusammengestellt, die bis zu 20 Prozent Energie einsparen – bezogen auf den Gesamtverbrauch der Stadtverwaltung.

    Diese Maßnahmen wurden am 25. August im Haupt- und Finanzausschuss vorgestellt. Den Link zur Präsentation finden Sie in der Infobox. Natürlich gilt es auch, Vorgaben von Bund und Ländern umzusetzen. Die aktuellen Verordnungen finden Sie in der Infobox. 

    • In Büros und anderen städtischen Einrichtungen muss die Raumtemperatur auf 19 Grad gesenkt werden. Auch in städtischen Sport- und Turnhallen können wir im Herbst und Winter weniger heizen – bis auf die gesetzliche vorgeschriebene Mindesttemperatur.
    • Sparen können wir in Sporthallen und anderen Gebäuden auch bei der Warmwasseraufbereitung – in einem ersten Schritt durch Anpassung der Nutzungszeiten und der Zirkulationspumpe. In der Nacht kann die Heizung ganz ausbleiben.
    • Wir können in unseren städtischen Gebäuden die Betriebszeiten von Heizung und Lüftung weiter optimieren und zum Beispiel Pumpen austauschen.
    • Wir werden ab sofort darauf verzichten, städtische Gebäude anzuleuchten.
    • Und wir prüfen auch, ob wir nachts mehr Straßenlaternen oder auch Ampelanlagen ausschalten können. Die Sicherheit steht hierbei im Vordergrund.
  • Was können Bürgerinnen und Bürger tun?

    Gut ein Drittel des in unserem Land verbrauchten Erdgases wird von den 41 Millionen deutschen Haushalten benötigt – zum Heizen, Kochen und zur Bereitung von warmem Wasser. 

    Das können Sie jetzt tun:

    • Vereinbaren Sie einen Termin mit einem Fachbetrieb, um Ihre Heizungsanlage zu prüfen. Bei dem sogenannten hydraulischen Abgleich wird die Heizung von einem Fachbetrieb richtig eingestellt. 
    • Sparen Sie schon jetzt so viel Gas wie möglich: Gute Tipps finden Sie auf der Internetseiten, die wir in der Infobox verlinkt haben. 
    • Nutzen Sie die Angebote der Verbraucherberatungen. 
    • Auch wer Strom spart, spart bei der Energieerzeugung durch Gas in Kraftwerken. Das macht rund 13 Prozent des Gesamtgasverbrauchs aus.
  • Welche Entlastungen und Beratungsangebote gibt es?

    Die steigenden Energiepreise sind eine enorme finanzielle Belastung, speziell für Menschen und Familien mit geringem Einkommen, aber auch für Rentnerinnen und Rentner und Studierende. Zudem erhöhen sich auch die Preise für Lebensmittel und Dinge des täglichen Bedarfs. Es ist gut, dass die Bundesregierung verschiedene Zuschüsse und Unterstützungsgelder plant bzw. schon auf den Weg gebracht hat, um hier Hilfe zu leisten. Die Bundesregierung hat jetzt ein weiteres Entlastungspaket geschnürt. Detaillierte Informationen zu den Maßnahmen und Aktualisierungen können auf der Webseite der Bundesregierung eingesehen werden. 


    Wer sich darüber hinaus zum Thema Energiesparen im eigenen Haushalt informieren möchte, kann die Angebote der Verbraucherzentrale nutzen. Das Online-Beratungsformat „ENERGIE KOMPAKT“ beantwortet die wichtigsten Fragen zu verschiedenen Energie-Themen, wie Wärmepumpe, Heizungstausch, Photovoltaik, Energetische Sanierung oder auch Energiesparen im Allgemeinen. Neben einem Vortrag zum jeweiligen Thema wird auch auf individuelle Teilnehmerfragen eingegangen. Das Format ist kostenlos, Termine können über die Webseite der Verbraucherzentrale NRW gebucht werden. Für eine persönliche Beratung bietet die Verbraucherzentrale ebenfalls kostenlose, halbstündige Video- oder Telefonberatungen an, Termine können telefonisch oder auf der Webseite gebucht werden.

    Für einkommensschwache Haushalte gibt es zudem eine kostenlose Energieberatung des Caritasverbandes Minden e.V., nähere Informationen dazu finden sich unter dem Stichwort ‚Stromspar-Check‘.

    Die Mindener Stadtwerke bieten nützliche Tipps zum Sparen von Heizkosten und Wasser und beantworten darüber hinaus aktuelle Fragen zur Gasmangellage auf ihrer Webseite. Allgemeine Hinweise zum Energiesparen im Alltag gibt es ebenso bei der Verbraucherzentrale. Viele nützliche Links finden Sie in der Infobox. 


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