Vorstellung und Freigabe der neuen Helferbörse für die Flüchtlingsunterstützung. Foto: Pressestelle

Neue Helferbörse soll Ehrenamtliche und Institutionen zusammenbringen

15. Juni 2016 | Minden. „Wir alle haben eine große Aufgabe zu meistern.“ Mit diesen Worten – bezogen auf die Integration von mehr als 1000 Asylsuchenden, die allein im vergangenen Jahr nach Minden gekommen sind - eröffnete Erster Beigeordneter Peter Kienzle am vergangenen Montag, 13. Juni, einen Termin zur offiziellen Freigabe der „Helferbörse“.

  • Das neue Internetportal mit der Adresse www.helferboerse-minden.de richtet sich an Interessierte und Ehrenamtliche, die in der Flüchtlingsunterstützung mitwirken wollen oder es schon tun, aber auch an Organisationen und Institutionen, die Angebote und Aufgaben haben. Ziel der vom ehemaligen Integrationsbeauftragten Norbert Scherpe entwickelten Idee war es, einen „Punkt der Begegnung“ zu schaffen. Seine Nachfolgerin, Selvi Arslan-Dolma, übernahm das Projekt, das jetzt den Beteiligten vorgestellt wurde.

    Unterstützung bei der Umsetzung fand die Stadt Minden bei der Werbeagentur com.on. Diese entwickelte das Portal im Responsive Design – das heißt, die Seite passt sich an das Endgerät an. „Das Portal ist nun online und soll weiter mit Leben gefüllt werden“, stellt com.on-Inhaber Lutz Carta heraus. Neben nach Themen aufgeteilten Einsatzmöglichkeiten und Kontakten bietet die Seite auch Informationen zum Asylverfahren, zur Herkunft der Flüchtlinge, zu den Motiven der Flucht und zur Verteilung von Asylsuchenden an die Kommunen. Auch werden aktuelle Termine eingestellt. Ansprechpartnerinnen sind Selvi Arslan-Dolma, Telefon 0571 89-679, und Sewin Aro, Telefon 0571 89-155, E-Mail: .

    Interessierte Bürger/innen und Bürger können sich beispielsweise im ehrenamtlichen Deutschunterricht, bei handwerklichen Tätigkeiten (z.B. Fahrradwerkstatt), in der Kleiderkammer „Hope“ und in der Übernahme einer Patenschaft für eine Familie oder eine Wohngemeinschaft engagieren, so Selvi Arslan-Dolma. Die Seite sei aber auch für bereits tätige Ehrenamtliche interessant, weil sie Informationen über Anlaufpunkte und Beratungsstellen bietet, an die sich Flüchtlinge oder auch Paten wenden können. Darüber hinaus gibt es eine Aufstellung über bestehende Sprachkursangebote und interkulturelle Treffpunkte. Eingebunden ist auch der Erfassungsbogen, den Bürgerinnen und Bürger zum Erstkontakt nutzen können.

    Die Arbeit der Ehrenamtlichen mit den Flüchtlingen und für die Flüchtlinge wird über das im Sommer 2015 eingerichtete Spendenkonto der Stadt Minden unterstützt. So werden aus dem Pool beispielsweise Materialien und Übungshefte für den Deutschunterricht gekauft sowie Sport-, Freizeit- oder Gemeinschaftsangebote und die Kleiderkammer unterstützt. Auch freies W-LAN wurde an einigen Gemeinschaftsunterkünften eingerichtet. „Wir konnten somit bislang viele tolle Projekte unterstützen, die zur Integration beitragen“, fasst Bürgermeister Michael Jäcke zusammen, der sich gleichzeitig für mehr als 60.000 Euro, die bislang gespendet wurden, herzlich bedankt.

    Geldspenden können auf das Konto der Stadt Minden unter dem Stichwort „Spende für die Flüchtlingshilfe in Minden“ überwiesen werden. Spendenquittungen werden auf Wunsch ausgestellt. Dafür ist es jedoch wichtig, dass die Adresse im Verwendungszweck mitgenannt werden. Alternativ können sich die Bürger*innen, die gespendet haben und eine Quittung wünschen, auch an Heike Richter, Telefon 89-348 wenden.  Die Kontoverbindung lautet: Sparkasse Minden-Lübbecke, BLZ 490 501 01, Kontonummer  80 000 011, BIC: WELADED1MIN, IBAN: DE 12490501010080000011.

    Pressestelle der Stadt Minden, Susann Lewerenz, Telefon 0571 89204,


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