Bildung, Kultur, Sport

Bildungsangebote für Neuzugewanderte

Bildung ist eine zentrale Voraussetzung für die Integration neuzugewanderter Menschen. Sie ist maßgeblich für die gesellschaftliche Teilhabe und den Zugang zum Arbeitsmarkt.

  • Integration durch Bildung ist eine Querschnittsaufgabe, an der eine Vielzahl staatlicher, kommunaler, nicht-staatlicher und zivilgesellschaftlicher Akteure mit hohem Engagement arbeiten. Es geht um Sprachförderung und Integrationskurse, Kindergarten- und Schulplätze, Aus- und Weiterbildung, Anerkennung von Abschlüssen und den Übergang in den Beruf.

    Neu zugewanderte Schüler*innen ohne oder mit nur geringen deutschen Sprachkenntnissen werden vorübergehend in Internationalen Sprachfördergruppen unterrichtet. Dabei werden sie insbesondere in der deutschen Sprache gefördert. Ziel ist der Übergang in eine Regelklasse.

    Der Aufenthalt in der Internationalen Sprachfördergruppe soll zwei Jahre nicht übersteigen.

    Aktuell hat die Stadt Minden Internationale Sprachfördergruppen an folgenden Schulen eingerichtet:
    - Ganztagshauptschule Todtenhausen
    Kurt-Tucholsky-Gesamtschule
    - Freiherr-von-Vincke-Realschule
    Käthe-Kollwitz-Realschule
    - Besselgymnasium
    - Herder-Gymnasium
    Ratsgymnasium
    Weser-Kolleg

    In der Primarstufe werden zugewanderte Schüler*innen in der Regel in der nächstgelegenen Grundschule beschult.

    Die Einrichtung von Internationalen Sprachfördergruppen wird vom Schulamt des Kreises Minden-Lübbecke als zuständige untere Schulaufsichtsbehörde in Zusammenarbeit mit dem Kommunalen Integrationszentrum in enger Abstimmung mit dem Schulträger koordiniert.

    • Kommunale Koordinierung der Bildungsangebote für Neuzugewanderte

      Aufgrund der Komplexität und der Bedeutung von Bildung bei der Integration neuzugewanderter Menschen kooperieren der Kreis Minden-Lübbecke und die Stadt Minden als Pilotkommune beim Aufbau einer „Bildungskoordination für Neuzugewanderte“.

      Zwei Bildungskoordinatoren haben die Aufgabe, die Bildungsangebote entlang der Bildungskette - von der frühen Bildung bis zur Erwachsenenbildung - zu erfassen und so aufeinander abzustimmen, dass neuzugewanderte Menschen einen Zugang zum (Aus-)Bildungssystem erhalten können.

      Dennis Vogt hat seine Stelle beim Kreis zum 1. März 2017 angetreten und befasst sich schwerpunktmäßig mit dem Übergang aus der weiterführenden Schule in die berufliche Bildung sowie mit der Integration in den Arbeitsmarkt.

      Seit 2. Mai 2017 hat in der Stadt Minden auch Tobias H. Haring die Arbeit aufgenommen. Seine Arbeitsschwerpunkte sind die Frühe Bildung und die Übergänge von der Kindertageseinrichtung bis in die weiterführenden Schulen.

      Wichtige Arbeitsfelder der Bildungskoordinatoren sind zunächst die Bestandsaufnahme der Bildungsakteure sowie der bestehenden Bildungsangebote für neuzugewanderte Menschen. Anschließend sollen gemeinsam mit den lokalen Bildungsakteuren offene Bedarfe ermittelt und Barrieren identifiziert werden. Ziel ist, die bestehenden Kooperationen weiterzuentwickeln und bestehende Maßnahmen so aufeinander abzustimmen, dass die Bildungsintegration neuzugewanderter Menschen verbessert wird.

      Die Arbeit erfolgt in enger Kooperation mit dem Kommunalen Integrationszentrum des Kreises und dem Fachbereich 1 - Bildung, Kultur, Sport und Freizeit der Stadt Minden.

      Die Ergebnisse aus der Pilotkommune Minden werden anschließend in die 10 übrigen Kommunen des Kreises übertragen.

      Mit dem Projekt „Kommunale Koordinierung der Bildungsangebote für Neuzugewanderte“ unterstützt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) Kommunen bei dieser Aufgabe.

    • Ansprechpartner*innen in Schulen

      Schulleiterin Ganztagshauptschule Todtenhausen: Frau Ulrike Credo

      Schulleiterin Freiherr-von-Vincke-Realschule: Frau Ria Urban

      Schulleiterin Käthe-Kollwitz-Realschule: Frau Christa Amshoff

      Schulleiterin Kurt-Tucholsky-Gesamschule: Frau Katharina Langner

      Schulleiter Besselgymnasium: Herr Uwe Voelzke

      Schulleiterin Herder-Gymnasium: Frau Heike Plöger

      Schulleiterin Ratsgymnasium: Frau Cordula Küppers

      Schulleiter Weser-Kolleg: Herr Bernd Volz


    • Schulsozialarbeit in Internationalen Sprachfördergruppen

      Neu zugewanderte Schüler*innen benötigen über die reine Sprachförderung hinaus Unterstützung und Anregungen zur Integration in Schule und Stadtgesellschaft. Das Ankommen in einer fremden Kultur ist mit vielen Fragezeichen und Stolpersteinen versehen.

      Um an dieser Stelle Hilfe anbieten zu können, hat das Land Nordrhein-Westfalen mit seinem Beschluss zum Haushalt 2016 landesweit 226 zusätzliche Stellen für soziale Arbeit an Schulen zur Integration durch Bildung für neu zugewanderte Schüler*innen eingerichtet. Als Teil eines multiprofessionellen Teams sollen diese Stellen dazu beitragen, neu zugewanderte Schüler*innen so schnell und so gut wie möglich in Schule und in die Gesellschaft zu integrieren.

      Aus diesem Programm wurden zusätzliche Stellen für Schulsozialarbeit für die Internationalen Sprachfördergruppen an verschiedenen Schulen besetzt.

      Ansprechpartner*innen:
      Frau Eva Lodemann (GS Domschule)
      Frau Juliane Peithmann-Rapp (GS Hohenstaufenschule)
      Frau Kristina Broshinski (GS Mosaik-Schule)
      Frau Bahar Özcan (Kurt-Tucholsky-Gesamtschule & Besselgymnasium)
      Frau Heike Ramin (Herder-Gymnasium)
      Herr Ivan Dorofeev (Ratsgymnasium & Freiherr-von-Vincke-Realschule)

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