Bildung, Kultur, Sport

Bildungskonferenz 2018

Am 05.05.2018 fand die zweite Bildungskonferenz der Stadt Minden unter dem Motto "Bildung vor Ort - Bildung im Quartier" statt.

  • Die Konferenz richtete sich an alle haupt- und ehrenamtlichen Akteure der Mindener Bildungslandschaft sowie am Konferenzthema und fachlichen Austausch Interessierte. Die Präsentationen und Ergebnisprotokolle zu den einzelnen Workshops können Sie sich hier anschauen und herunterladen.

    • Workshop 1: Multiprofessionelle Teamarbeit im Ganztag gestalten

      Referentin Dr. Meike Kricke
      Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft, Bonn – Projektleiterin „Inklusive ganztägige Bildungseinrichtungen“
      Referent Christian Eberhard
      Ganztagsberater der Bezirksregierung Köln, Schulleiter der Offenen Ganztagsgrundschule
      Gottfried-Kinkel, Bonn


      Der Workshop nimmt die Anforderungen und Gelingensbedingungen multiprofessioneller Teamentwicklung in den Blick. Wie wird eine multiprofessionelle, inhaltliche Kooperation zum Qualitätshebel für eine inklusive ganztägige Bildungseinrichtung im Zusammenwirken von Schul- und Sozialpädagogik?
      Nach einem einführenden Input haben die Workshopteilnehmer*innen die Möglichkeit, sich
      anhand von Strukturelementen 'Raum', 'Zeiten und Strukturen', 'Steuerung' und 'Gemeinsames
      Bildungsverständnis' auszutauschen. Sie erhalten Einblicke in konkrete Strukturierungsmaterialien,
      die im Rahmen multiprofessioneller Kooperationen genutzt werden können und können
      diese für die eigene Praxis anpassen.

    • Workshop 2: Schulen in herausfordernder Lage entwickeln

      Referentin Dr. Annika Hillebrand
      IFS, TU Dortmund
      Referent Dr. Stephan Drucks
      Uni Duisburg-Essen


      Dass der Standort einer Schule den Bildungserfolg von Schüler*innen stark beeinflusst, haben
      die großen Schulleistungsvergleichsstudien wie PISA & IGLU in den letzten 15 Jahren immer
      wieder gezeigt. Die Schulen stehen vor der großen Herausforderung, allen Kindern und Jugendlichen
      möglichst gleiche Bildungschancen zu eröffnen. Um dies zu erreichen, müssen Schulen in
      herausfordernder Lage ihre Schul- und Unterrichtsqualität weiterentwickeln. Wie dies gelingen
      kann und wie die Schulen bei ihrer Qualitätsentwicklung unterstützt werden können, ist Gegenstand
      dieses Workshops. Dazu werden einschlägige Forschungsbefunde präsentiert und gemeinsam
      weitere Unterstützungsmöglichkeiten für Schulen in herausfordernder Lage erarbeitet.

    • Workshop 3: Projekt KIWI – Kultur Integration Werte Initiative

      Referent Thomas Knoll
      Projektleiter Integrationsförderung,
      CARE Deutschland e.V.


      KIWI steht für „Kinder und Jugendliche Willkommen“ sowie für die Begriffe „Kultur“, „Integration“,
      „Werte“ und „Initiative“. Das KIWI-Projekt der Hilfsorganisation CARE unterstützt Schulen
      dabei, ihre Integrationspotentiale zu stärken und auszubauen. Es wird darauf abgezielt die
      Selbstwirksamkeit der Jugendlichen zu fördern und die Aneignung wichtiger lebenspraktischer
      Sozialkompetenzen wie Reflexionsvermögen, Teamfähigkeit und Engagement zu unterstützen.
      Im Workshop stellen wir den Teilnehmenden das KIWI-Projekt vor und veranschaulichen den
      Ansatz anhand einzelner Übungen aus dem KIWI-Handbuch.

      Präsentation

      Ergebnisse

    • Workshop 4: Patensystem im Quartier – Balu e.V. Osnabrück

      Referentin Prof. Dr. Hildegard Müller-Kohlenberg
      Dozentin des Patenprogramms
      der Uni Osnabrück „Balu und Du“


      Kennen Sie das Dschungelbuch? Balu ist der große Freund des Jungen Mogli, der Bedarf an Orientierung, Aufmerksamkeit und Geborgenheit hat… Das bundesweite Mentorenprogramm „Balu
      und Du“ wurde 2002 als gemeinsames Projekt der Universität Osnabrück und des Caritasverbandes
      Köln ins Leben gerufen. Gefördert werden Grundschulkinder im außerschulischen Bereich.
      Junge, engagierte Erwachsene übernehmen ehrenamtlich mindestens ein Jahr lang eine individuelle
      Patenschaft für ein Kind. Sie helfen ihm durch persönliche Zugewandtheit und aktive Freizeitgestaltung, sich in unserer Gesellschaft zu entwickeln und zu lernen, wie man die Herausforderungen des Alltags erfolgreich meistern kann. Die positiven Effekte des Programms werden durch die Wirksamkeitsforschung bestätigt.

      Präsentation

    • Workshop 5: Sport mit sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen

      Referent*innen: Nina Dohr, Dominik Edelhoff, Anne Klingwort, Katharina
      Morsbach

      Uni Duisburg-Essen


      Mädchen und Jungen aus sogenannten Risiko-Familien bleiben von außerschulischen Spiel-, Sport- und Bewegungsangeboten häufig ausgeschlossen. Ein Zugang gelingt ihnen oft nur über die Sportarten Fußball und Kampfsport. In der Stadt Essen wurden neue, offene Angebotsstrukturen für
      diese Zielgruppe entwickelt und in Zusammenarbeit mit den Schulen, der Kommune, dem außerschulischen Sport und Stiftungen niederschwellige Bewegungsangebote für Kinder und Jugendliche aufgebaut. In einem klar definierten Rahmen und verbindlichen Strukturen üben Mädchen und Jungen an Bewegungsstationen und erleben gemeinsam Bewegungsspiele mit vielen Kindern. Vor allem neu zugewanderte Kinder, insbesondere viele Mädchen nehmen teil.

      Dokumentation folgt

    • Workshop 6: Partizipativ, digital, in Bewegung – #stadtsache

      Referentin Anke M. Leitzgen
      Lerndesignerin, tinkerbrain


      Wer heute Kind ist, entscheidet morgen über die Zukunft unserer Städte. Doch was sorgt dafür,
      dass Kinder und Jugendliche mit offenen Augen in ihrem Quartier unterwegs sind? Offensichtlich
      ist es gar nicht so schwer, ihr Interesse zu wecken, wenn man sieht, mit wie viel Begeisterung
      Kinder und Jugendliche bei #stadtsache-Beteiligungsprojekten mitmachen. #stadtsache spricht
      Kinder und Jugendliche in ihrem Forscherdrang an. Dabei wird das analoge Entdecken der Stadt
      mit dem digitalen Forschen und Dokumentieren verknüpft. Mit der #stadtsache-App kann man
      Fotos, Töne und Videos thematisch sammeln, Wege aufzeichnen und Dinge zählen. Diese Fundstücke
      lassen sich bestimmten Aufgaben und Aktionen zuordnen. Man kann sie vertonen, skalieren,
      beschriften, bemalen und kommentieren. Weil die meisten Funktionen mit Bildern erklärt
      werden, sind beispielsweise geringe Sprach- und Schreibkenntnisse in Deutsch kein Hindernis.

      Präsentation

    • Workshop 7: Jung organisiert, spielt, hört.

      Referentin Lea Gollnast
      Kulturmanagerin, TONALi gGmbH


      Das 2017 mit dem ECHO Klassik in der Kategorie „Nachwuchsförderung“ ausgezeichnete Kulturprojekt TONALi hat einen beispiellosen, modellhaften Ansatz entwickelt, der praktische Teilhabe stiftet, Grundlagen des Kulturmanagements vermittelt und Anreize schafft, sich gesellschaftlich zu engagieren. So gelingt es der TONALi-Akademie Schüler-Manager*innen auszubilden, die Konzerte für das TONALi-Festival „Klassik in Deinem Kiez“ organisieren. Das TONALi-Konzept wird im Workshop anhand konkreter Beispiele, Übungen und eines ausgefeilten Know-How-Transfers vorgestellt bzw. vermittelt. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der interkulturellen Verständigung.
      Das international erprobte Instrument zur Förderung des bürgerschaftlichen Engagement liefert
      eine Fülle von Anregungen für die Stadtteilkultur in Minden.

      Präsentation

    • Workshop 8: Sprachbrücken – Durchgängige Sprachbildung in Kindertageseinrichtungen& Grundschulen

      Referentinnen: Nina Fresen Pädagogin, Anna Frings Politikwissenschaftlerin
      Fachbereich Schule, Regionales Bildungsbüro Dortmund


      Für eine erfolgreiche Bildungsbiographie und das Wohlbefinden eines Kindes in seiner jeweiligen
      Bildungsetappe sind die Übergänge von entscheidender Bedeutung. Das Projekt „Sprachbrücken“
      unterstützt Kindertageseinrichtungen und Grundschulen darin, langfristige und qualitativ hochwertige Kooperationen aufzubauen und ihre pädagogische Arbeit gemeinsam weiterzuentwickeln.
      Basierend auf einem Orientierungsrahmen für durchgängige Sprachbildung legen die Netzwerke
      ihren gemeinsamen Entwicklungsschwerpunkt selbst fest und werden in ihrer Arbeit von einer
      Prozessbegleitung unterstützt. Die Referentinnen berichten über ihre Erfahrung als Prozessbegleiterinnen und stellen Gelingensbedingungen für eine er folgreiche Netzwerkarbeit vor.

      Infoflyer

      Ergebnisse

    • Workshop 9: Neue Morbiditäten – frühkindliche Entwicklungshemmnisse

      Referent Armin Pampel
      Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, Neuropädiatrie, Ärztl. Leiter Sozialpädiatrisches
      Zentrum, Johannes Wesling Klinikum, Minden


      Seit längerem wird in der Sozialpädiatrie der Trend beobachtet, dass die Häufigkeit von gesundheitlichen Störungen bei Kindern und Jugendlichen eine Verschiebung erlebt. Weg von akuten hin zu chronischen, weg von somatischen hin zu psychosomatischen Erkrankungen. Dies wird als
      „neue Morbiditäten“ bezeichnet. Die gute Botschaft dabei ist, dass man durch eine Veränderung
      der psychosozialen Bedingungen von Familien potentiell etwas verändern könnte. Die schlechte
      Botschaft ist aber, dass Veränderungen nur schwer realisierbar sind. Im Workshop wird das Konzept
      der neuen Morbiditäten vorgestellt und gemeinsam nach Lösungswegen gesucht, um die
      Entwicklungsbedingungen von Kindern zu verbessern.

      Präsentation

    • Workshop 10: Pausenhof trifft Bürgerpark – partizipative Gestaltung

      Referenten: Frank Hirche Stellvertretender Schulleiter, Stefan Engelking Lehrer
      PRIMUS-Schule Minden


      Die PRIMUS-Schule ist eine Ganztagsschule für die Klassen 1 bis 10. Neben einem guten Schulunterricht gehört an einer Ganztagsschule auch die Gestaltung des Lern- und Lebensraums dazu. Die partizipative Entwicklung eines kindgerechten Pausenhofs ist Ziel des Projekts. Durch das gemeinsame Planen, Handeln und Spielen soll ein Sinn für die Gemeinschaft im Quartier geschaffen
      werden. Dabei muss der Pausenhof auch den Kriterien eines Bürgerparks genügen, denn die
      PRIMUS-Schule, im Herzen des Ortsteils Dankersen, versteht sich als Stadtteilbildungszentrum
      für alle. Die Schüler*innen wurden in Zukunftswerkstätten von Anfang an beteiligt, die Ortsgemeinde
      über Informationsveranstaltungen eingebunden. Der gemeinsame Baueinsatz ist eine
      niederschwellige Möglichkeit für Eltern sich in das Schulleben einzubringen.

      Dokumentation folgt

  • Impressionen

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