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Aktuelle Pressemitteilungen

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    •   Pressemitteilung Bericht über die Mitgliederversammlung der Gesellschaft zur Förderung des Mindener Museums

      Dr. Wolfgang Suderow erster Ehrenvorsitzender der Fördergesellschaft des Mindener Museums

       

      Minden. Auf der Jahreshauptversammlung der Gesellschaft zur Förderung des Mindener Museums e.V. ist der langjährige Vorsitzende, Dr. Wolfgang Suderow, zum ersten Ehrenvorsitzenden in der Geschichte der Gesellschaft gewählt worden. Nach über 12jähriger Tätigkeit wählten die Mitglieder zudem den Unternehmer und Verleger des Mindener Tageblatts, Sven Thomas, einstimmig zum neuen Vorsitzenden. Für den bisherigen 2. Vorsitzenden rückt Dr. Joachim Gerd Stange in den Vorstand, den Dr. Ulrike Faber-Hermann als wiedergewählte 2. Vorsitzende Finanzen vervollständigt.

       

      Zur Begründung des Ehrenvorsitzes würdigte der neue Vorsitzende Thomas die besonderen Verdienste Dr. Suderows um die Abwendung der drohenden Schließung und um die Sanierung des Mindener Museums in den Jahren 2006 bis 2012. Die Entscheidung, den Wellpott-Nachlass als 10% städtischen Eigenanteil für die Finanzierung der Sanierung einzusetzen, sei sein Verdienst. Sein Engagement habe schließlich Ende 2009 maßgeblich zu einem mehrheitlichen Ratsbeschluss geführt, das Museum zu sanieren, dafür Städtebaufördermittel zu beantragen und die Mittel aus dem Konjunkturpaket 2 in die Sanierung zu investieren. Darüber hinaus habe Dr. Suderow erhebliche Sponsoringmittel für „Start im Quadrat“ I + II aus der Wirtschaft des Kreises Minden-Lübbecke einwerben können. Dadurch kann die Fördergesellschaft bis 2021 inkl. des Wellpott-Nachlasses und Spenden rund 1,125 Mio. € in die Finanzierung der neuen Dauerausstellung des Museums investieren, während die Stadt Minden dazu von 2018 bis 2021 600.000 € beisteuere. Für dieses außergewöhnliche Engagement bedankte sich Sven Thomas bei Dr. Wolfgang Suderow im Namen aller Mitglieder und der Gesellschaft mit einem Präsent. Dr. Suderow ist in der über 25jährigen Geschichte der Fördergesellschaft der erste Ehrenvorsitzende und neben dem Verleger Rainer Thomas (2015) überhaupt erst das zweite Ehrenmitglied.

      Neben den turnusmäßigen Wahlen des Vorstandes und der Kassenprüfer stimmten die Mitglieder einstimmig drei Satzungsänderungen und nach 15 Jahren einer moderaten Anpassung der Mitgliedsbeiträge zu. Nach einem Ausblick auf das Jahr 2018 und die aktuelle Situation des Museums besichtigten die Mitglieder im Anschluss nach Wahl entweder die Kabinettausstellung „Naturgefühl und Nationalstolz – Die Porta Westfalica im Bild von 1800 bis heute“ oder die aktuelle Sonderausstellung „Leben im Bett. Lesen, Essen, Wanzen jagen“ des LWL-Museumsamtes für Westfalen.




      Der erste Ehrenvorsitzende, Dr. Wolfgang Suderow (1.v.l.), Museumsleiter und Geschäftsführer Philipp Koch, der neue 2. Vorsitzende Dr. Joachim Gerd Stange, die wiedergewählte 2. Vorsitzende Finanzen Dr. Ulrike Faber-Hermann und der neue Vorsitzende Sven Thomas.





    •   Freie Plätze beim Pfingstferienprogramm im Mindener Museum


      Am 22. Mai sind bei der Aktion „Papierschöpfen“ noch Plätze frei. Von 14-17 Uhr können Kinder ab 8 Jahren ihr eigenes handgeschöpftes Papier herstellen. Zunächst erfahren sie, seit wann es Papier überhaupt gibt und wie es erfunden wurde. Über 200 Jahre alte Urkunden, Briefe und andere Dokumente verraten einiges über die handwerkliche Herstellungsweise. Anschließend werden die Kinder selbst aktiv und schöpfen, ausgestattet mit Schöpfrahmen und Sieb, buntes, wild gemustertes und sogar duftendes Papier. Die eigenen, handgeschöpften Papiere nimmt jedes Kind am Ende natürlich mit nach Hause.

      Freie Plätze gibt es ebenfalls noch am 24. Mai bei einem Bastelworkshop für Kinder ab 5 Jahren. Passend zum Thema „Leben im Bett“ können die Teilnehmer*innen von 9-12 Uhr ihr eigenes Schmusekissen gestalten. Im Museum schauen sie sich zuvor historische Betten an und überlegen, welche Bedeutung das Bett von der Geburt bis zum Tod für uns Menschen hat. Am Beispiel eines alten Bauernbettes erfahren sie, woher der Ausdruck „etwas auf die hohe Kante legen“ stammt. Schließlich gestalten sie mit viel Farbe ein eigenes Schmusekissen, das natürlich in keinem Bett fehlen darf. Pro Kind kosten die Ferienaktionen jeweils 10 €.

      Die Teilnehmerzahl ist jeweils auf max. 15 Kinder begrenzt. Die Mindestteilnehmerzahl liegt bei 5 Kindern. Um Anmeldung wird unter 0571-9724020 oder gebeten. Weitere Informationen unter www.mindenermuseum.de. Auskunft erteilt Kristin Saretzki, 0571-9724021,


      Mit etwas Geschick entstehen individuelle Papiere (©Mindener Museum)

    •   Objekt im Fokus in den Monaten Mai und Juni

      Wie bereits mit den Kabinettausstellungen begonnen, möchte das Museumsteam die Vielfalt, die Geschichte und den Dokumentationsstand seiner Sammlung vorstellen. Im Rahmen des Projekts „Objekt im Fokus“ soll daher alle zwei Monate ein Objekt der Sammlung frei zugänglich im Foyer des Museums ausgestellt und seine Geschichte erzählt werden.

      Das Objekt im Fokus in den Monaten Mai und Juni ist eine Pickelhaube, die der letzte Adjutant des in Minden stationierten Hannoverschen Pionier-Bataillons Nr. 10 zu Beginn des Ersten Weltkriegs trug.

      Mindener Museum, Di.-So. 12-18 Uhr; Sonderöffnungszeiten für Gruppen.

      Weitere Infos unter www.mindenermuseum.de oder 0571 / 9724020 oder .



      Pickelhaube des letzten Adjutanten des in Minden stationierten Hannoverschen Pionier-Bataillons Nr. 10 aus der Sammlung des Mindener Museums.

      (Foto: © Mindener Museum)


      Objekt im Fokus „Pickelhaube, 1914-1918"     

                                                                                                                                                                                    

      In der Sammlung des Mindener Museums werden rund 60.000 Objekte bewahrt. Trotz Dauer- und Sonderausstellungen oder Leihgaben an andere Museen lagern 95% der Sammlung verborgen im Magazin. Die Vielfalt und die Geschichte der Sammlung und das Wissen über die Objekte stellt das Museumsteam regelmäßig in Kabinettausstellungen vor. Alle zwei Monate wird außerdem ein „Objekt im Fokus“ im Foyer des Museums ausgestellt und dort seine Geschichte erzählt.

                                                                                                                                                                                    

      Das Objekt im Fokus in den Monaten Mai und Juni ist eine Pickelhaube, die der letzte Adjutant des in Minden stationierten Hannoverschen Pionier-Bataillons Nr. 10 zu Beginn des Ersten Weltkriegs trug. Das Objekt kam als Geschenk des Obersts a. D. Reiche im November 1955 in die Sammlung des Mindener Museums.

       

      Die Pickelhaube, dessen offizielle Bezeichnung „Lederhelm mit Spitze“ war, galt als ein nationales Symbol Preußens. Ihren Ursprung hatte sie in den Helmen mit Metallspitze, die der preußische König Friedrich Wilhelm IV. den Offizieren im Jahre 1843 verordnete. Später rüstete man auch Polizisten damit aus. Die Pickelhaube galt nach 1871 als ein identitätsstiftendes Sinnbild des Deutschen Reiches, wurde aber von vielen als Symbol des preußischen Militarismus wahrgenommen.

       

      Die Helme wurden aus gefestigtem Leder mit Metallverstärkungen hergestellt. Sie verfügten über Belüftungslöcher im Fuß der Metallspitzen. Diese konnten seit 1895 abgeschraubt und bei Paraden gegen helles oder schwarzes Büffelhaar ausgetauscht werden. An der Ausführung der Pickelhaube konnte man den Dienstrang und Stand des Besitzers und dessen Zugehörigkeit zu Waffengattung und Regiment erkennen und zuordnen.

      Zwar waren die Helme ein wirksamer Schutz gegen Hiebe und Kolbenschläge, jedoch erschwerten die Spitzen die Tarnung der Soldaten. Sie waren eine Einladung für gegnerische Scharfschützen.

      Bereits während der Einigungskriege 1864/66 und 1870/71 veränderte sich daher die Trageweise: Die Soldaten zogen mit verkürzter Spitze in den Krieg. Seit 1892 trug man zusätzlich noch einen beigefarbenen Tarnüberzug zum Helm. Modelle ab 1895 besaßen eine abnehmbare Spitze. Im Ersten Weltkrieg erwies sich die Pickelhaube infolge der modernen Waffentechnik für den Krieg im Schützengraben als unbrauchbar. Die Lederhelme schützten nicht gegen Granatsplitter. Daher etablierte sich ab 1916 der Stahlhelm.

       

      Das Objekt im Fokus ist ein Offiziershelm aus schwarzem Lederkörper mit einer abnehmbaren silbernen Spitze, die durch Schrauben unterhalb der vier Goldsterne befestigt ist. Rechts und links ist das Helmband mit Kokarden verziert: Auf der rechten Seite werden die nationalen Farben in einem schwarz-weiß-rotem Emblem dargestellt, links die schwarz-weißen Farben Preußens. Auf der Vorderseite ist der preußische Adler zu erkennen. Die Inschrift „Mit Gott für König und Vaterland“ steht unter der schwarzen Inschrift „Peninsula Waterloo“. Diese identitätsstiftende Inschrift sollte eine Tradition des Pionier-Bataillons aus den Befreiungskriegen begründen.

       

      1803 entstand durch Anwerbung von überwiegend hannoverschen Offizieren und Soldaten die „Deutsche Legion“ im Kampf gegen Napoleon. Von 1714 bis 1837 waren die Kurfürsten von Braunschweig-Lüneburg bzw. Könige von Hannover in Personalunion gleichzeitig Könige von Großbritannien. Die Legion erhielt darum für ihre Tapferkeit mehrere britische Auszeichnungen, darunter „Peninsula“ und „Waterloo“. Mit Peninsula War bezeichnen die Briten den Krieg gegen Napoleon auf der Spanischen Halbinsel (lateinisch: Peninsula) zwischen 1808 und 1814. In der Schlacht von Waterloo 1815 wurde Napoleon endgültig besiegt. Bei der Aufstellung des Bataillons 1853 übernahmen die Pioniere diese Tradition.

       

      Die Pioniere waren in Minden im Fort B untergebracht. Anfang November 1918 sollten sie die beginnende Revolution in Hamburg-Harburg niederschlagen. Dies gelang aber nicht mehr. Bei ihrer Rückkehr nach Minden sollen die Pioniere vor Wut ihre Pickelhauben zerschlagen haben.


    • Mit-Mach-Aktionen an Himmelfahrt und Pfingsten im Mindener Museum

      Wie gewohnt, bietet das Mindener Museum auch in den diesjährigen Pfingstferien zwei spannende Ferienprogramme für neugierige kleine Besucher*innen an. Am 22. Mai können Kinder ab 8 Jahren von 14-17 Uhr eigenes Papier schöpfen. Im Museum erfahren die Teilnehmer*innen, seit wann es Papier überhaupt gibt, wie es erfunden wurde und worauf die Menschen vor der Erfindung geschrieben haben. Gemeinsam nehmen sie über 200 Jahre alte Urkunden und Briefe genauer unter die Lupe. Anschließend legen sie selbst Hand an und schöpfen, ausgestattet mit Schöpfrahmen und Sieb, buntes, wild gemustertes und sogar duftendes Papier. Die eigenen, handgeschöpften Papiere nimmt jedes Kind am Ende natürlich mit nach Hause.

      Am 24. Mai können die jüngeren Besucher*innen ab 5 Jahren von 9-12 Uhr ein eigenes Schmusekissen gestalten. Zuvor schauen sie sich in der Sonderausstellung „Leben im Bett“ gemeinsam an, was man im Bett, abgesehen vom Schlafen, so alles anstellen kann: lesen, kuscheln und manchmal sogar essen. Dabei begegnen den Teilnehmern*innen auch merkwürdige, viel zu kurze Betten, in denen gemütliches Schlafen unmöglich erscheint. Anschließend werden sie selbst kreativ und gestalten mit viel Farbe ein eigenes Schmusekissen, das natürlich in keinem Bett fehlen darf. Pro Kind kosten die Ferienaktionen jeweils 10 €.

      Eltern und Großeltern, die mit ihren (Enkel-)kindern lieber zusammen ein Schmusekissen gestalten möchten, können am Donnerstag, den 10. Mai von 14-16 Uhr einen gemeinsamen Nachmittag im Museum verbringen. Bei einer spannenden Führung erkunden sie erst die Sonderausstellung und werden anschließend kreativ. Pro Kind kostet diese Aktion 5 € plus 4,50 € Materialkosten. Erwachsene Begleitpersonen zahlen 2 € Eintritt.

      Die Teilnehmerzahl ist bei allen Aktionen auf max. 15 Kinder begrenzt. Die Mindestteilnehmerzahl liegt bei 5 Kindern. Um Anmeldung wird unter 0571-9724020 oder gebeten. Das Museum ist an Christi Himmelfahrt von 12-18 Uhr geöffnet; am Pfingstmontag bleibt es geschlossen. Während der Pfingstferien ist es von Di.-So. von 12-18 Uhr geöffnet. Weitere Informationen unter www.mindenermuseum.de.

      Im Museum eigenes Papier schöpfen (©Mindener Museum)

    • Mindener Museum zeigt ab 5. Mai Sonderausstellung „Leben im Bett"    

       

      Mindener Museum zeigt ab 5. Mai Sonderausstellung „Leben im Bett“

      Ein Drittel seines Lebens verbringt der Mensch im Bett. Deshalb be­schäftigt sich die neue Wander­ausstellung „Leben im Bett – Lesen, Essen, Wanzen jagen“ des Landschaftsverbandes West­falen-Lippe mit den unterschiedlichen Möglich­keiten, ein Bett zu nutzen. „Alles außer Schlafen“ lautet dabei das Motto der Ausstellung, die vom 5. Mai bis zum 1. Juli im Mindener Museum zu sehen ist. Den Rahmen bilden das heimische Bett und die Zeit vom 18. Jh. bis zur Gegenwart. 

      Wir werden meistens in einem Bett geboren, Kinder spielen und lernen dort, Erwachsene lieben und arbeiten im Bett. Einsam braucht man dabei auch nicht zu sein, denn Bettgenossen, ob Teddybären oder Bettwanzen, finden sich schnell. Im Bett erleben Menschen Höhen und Tiefen des Lebens. Von der Geburt bis zum Tod, immer wieder finden wichtige Ereignisse im Lebenslauf im Bett statt.  Museen und Privatpersonen aus Westfalen-Lippe haben Exponate für diese Ausstellung zur Verfügung gestellt. So vielfältig wie das Thema sind dabei auch die Stücke. Mal humorvoll, mal ernst ermöglichen sie eine Annäherung an die Praktiken rund ums Bett. Ein Kapitel der Ausstellung widmet sich beispielsweise dem Essen und Trinken. Dafür steht eine sogenannte Trem­bleuse aus dem 18. Jahrhundert. Das ist eine spezielle Tasse für Trink­schokolade, die gerne am Morgen getrunken wurde. Weitere Themen sind der Medienkon­sum, Tiere im Bett sowie Glaube und Politik rund ums Bett. Mit Hilfe von Texten, Objekten, Bild- und Tonquellen sowie Tast­sta­tionen präsentiert die Ausstellung diese Themen sinnlich wahrnehmbar für die Besucher.  Es erscheint ein Begleitband zur Ausstellung mit wissenschaftlichen Beiträgen über einzelne Aspekte. Zur Ausstellungseröffnung am Samstag, 5. Mai 2018 um 16 Uhr ist der Eintritt frei.

       

      Führungen für Gruppen durch die Ausstellung sind nach Absprache möglich. Öffentliche Führungen finden an folgenden Terminen statt: Mi, 9.5. um 12:45 Uhr, So, 13.5. um 16 Uhr, So, 20.5. um 14 Uhr, Do, 7.6. um 17 Uhr. Nähere Informationen gibt es auch unter www.mindenermuseum.de




      Drahtnetzwiege (um 1900) und Teddy (ca. 1910), Foto: LWL/Schüttemeyer



           "Frühstück im Bett“ aus den 1910er Jahren. Foto: LWL

    • Happy Hour im Mindener Museum    

      Den Freitagnachmittag im Mindener Museum ausklingen lassen? Wer darauf Lust hat, kann ab sofort immer freitags die „Happy Hour“ mit vergünstigtem Eintrittspreis nutzen. In der letzten Öffnungsstunde von 16.45 bis 18 Uhr zahlen Erwachsene statt der regulären 4,- nur 2,- Euro. Zu sehen sind aktuell die Kabinettausstellung „‘Naturgefühl und Nationalstolz‘ – Die Porta Westfalica im Bild von 1800 bis heute“ sowie noch bis zum 1. Mai die Sonderausstellung „Ich Mann – Du Frau. Feste Rollen seit Urzeiten?“. Ab Samstag, 5. Mai wird dann die Wanderausstellung des LWL-Museumsamtes „Leben im Bett - Lesen, Essen, Wanzen jagen“ präsentiert. Die „Happy Hour“ soll Besuchern als Schnupperangebot dienen, die sich einen ersten Eindruck von den Angeboten des Mindener Museums verschaffen möchten. Aber auch Museumsliebhaber kommen auf ihre Kosten und können auf diese Art Stück für Stück die Ausstellungsbereiche erleben.

      Mindener Museum, Di.-So. 12-18 Uhr; Sonderöffnungszeiten für Gruppen.

    • Neues Objekt im Fach "Aktuelles!"

      Im Schaufenster zur Stadtgeschichte präsentiert das Mindener Museum Dinge aus verschiedenen Epochen der Mindener Historie. Ein Fach mit wechselnden Objekt widmet sich besonderen Themen und aktuellen Fragestellungen.


      Schaufenster zur Stadtgeschichte mit dem Mindener Stadtmodell (Foto: © Mindener Museum)

      Aktuell wird hier das Mindener Jadeitbeil präsentiert. Es war von September 2016 bis Oktober 2017 Teil der archäologischen Landesausstellung „REVOLUTIONjungSTEINZEIT“ in Bonn, Herne und Detmold zu sehen.

      Insgesamt rund 1.000 Objekte aus Museen, Sammlungen und Forschungseinrichtungen aus ganz Nordrhein-Westfalen, Deutschland und Europa, kamen zu diesem außergewöhnlichen Ausstellungsprojekt zusammen. Thematisiert wurde der umwälzende Umbruch vom Jäger und Sammler zum sesshaften Menschen. Erstmals wurden die Auswirkungen des enormen gesellschaftlichen Wandels, der sich in der Zeit von Ötzi und Stonehenge vollzog, brennenden Fragen und gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit gegenüber gestellt – von Überbevölkerung und Überschussproduktion bis hin zu Ernährung und Klimawandel.

      Entdeckt für die Ausstellung wurde das Beil 2015 von dem früheren Leiter der Bielefelder Archäologie-Außenstelle des Landschafts-verbandes Westfalen-Lippe, Dr. Daniel Bérenger. Er ließ das auffällig grüne Gestein mithilfe einer Farbskala zerstörungsfrei von Mitarbeitern des internationalen JADE-Forschungsprogramms untersuchen. Die Wissenschaftler konnten bestätigen, dass es sich um das noch heute wertvolle Material Jadeit vom Monte Viso bei Turin handelt. Der Transport des Gesteins bis nach Minden verdeutlicht, wie mobil die Menschen der Jungsteinzeit tatsächlich waren und dass sie schon vor 12.000 Jahren über weite Strecken Handel betrieben.

      Das Beil aus Minden ist mit seinen 25,8 cm sehr groß und war damit weniger ein profanes Werkzeug als ein Gegenstand mit einer religiösen oder sozialen Funktion. Gefunden wurde das Beil im Jahr 1931 im Ackerland bei Uphausen an der Nordseite des Wiehengebirges.

      Mindener Museum, Di - So 12-18 Uhr; Sonderöffnungszeiten für Gruppen.

      Weitere Infos unter www.mindenermuseum.de oder 0571 / 9724020 oder .


      Das Jadeitbeil aus Minden (Foto: © Mindener Museum)

    • Pressemitteilung der Günter-Cassel-Stiftung Minden Neuerwerbung von zwei Gemälden von Wilhelm Busch  

      Minden, 21.2.2018. Die Günter-Cassel-Stiftung präsentierte heute zwei Neuerwerbungen von Wilhelm Busch (1832–1908.), die am 10. November auf einer Auktion der Münchener Galerie Carl & Faber ersteigert wurden. Zugleich verabschiedete Vorstand Jan-Nicolai Klement das langjährige Kuratoriumsmitglied Dr. Volker Schäferbarthold, der seit Gründung der Stiftung 1996 die Mindener Wirtschaft im Kuratorium vertrat und nun auf eigenen Wunsch ausschied.

      Bei den erworbenen Gemälden handelt es um zwei von insgesamt sechs Werken, die das Wilhelm-Busch-Museum in Hannover an die Erben des jüdischen Sammlers Rudolf Neugass zu restituieren hatte. Wie eine systematische Provenienzforschung des Museums 2011/2012 ergab, war das Museum um 1938/39 in den Besitz von acht Ölbildern des Bad Homburger Sammlers gelangt, die die Gestapo bei ihm beschlagnahmt hatte. Neugass starb 1942 im Konzentrationslager. Nach der Restituierung an die Erben 2017 ließen diese die Werke über die Galerie Carl & Faber in München versteigern. Bei den durch die Stiftung erworbenen Werken handelt es sich um die Gemälde „Herbstlicher Waldrand mit sitzender Rotjacke“ (Werkverzeichnis GM Nr. 726) und „Studie eines stehenden Bauern“ (Werkverzeichnis GM Nr. 314):

      „Studie eines stehenden Bauern“, 1885-1890

      Lost Art-ID 438496

      Öl auf Papier / Pappe, 13,2 × 7,0 cm

      Malerei

      Motiv: Halb von rückwärts gesehen steht ein Bauer in einer knapp angedeuteten Raumecke und zündet sich eine Pfeife an.

       

      “Herbstlicher Waldrand mit sitzender Rotjacke”, um 1890

      Lost Art-ID 438501

      Öl auf Papier / Pappe, 17,5 × 20,9 cm

      Malerei

      Motiv: Auf feuerrotem Gelände sitzt vor dünn strukturiertem  braunem Buschwerk und einer nach rechts hängenden Birke eine Rotjacke in Rückenfigur. Vorne rechts liegen zwei Findlinge am Boden.

      Günter-Cassel-Stiftung

      Die Stiftung ist benannt nach dem Privatier Günter Cassel (geboren am 15. September 1915 in Minden, gestorben am 13. November 1990 in Berlin). Zweck der Stiftung ist die Förderung der Kunst und Kultur durch die Förderung des Kunstbesitzes des Mindener Museums. Der Stiftungszweck wird insbesondere durch die Anschaffung von Kunstwerken namhafter deutscher Maler des 19. Jahrhunderts, von Darstellungen mit Bezug auf die Stadt Minden und deren Umgebung sowie – vom Jahre 2015 an – durch die Anschaffung auch anderer Kunstwerke für das Mindener Museum verwirklicht.

      Weitere Informationen unter: www.guenter-cassel-stiftung.org

      Vorstand:
      Jan-Nicolai Klement, (Städtischer Rechtsdirektor)

      Kuratorium:
      N.N., (Vertreter Mindener Wirtschaft)

      Hans Peter Korth, (Vorsitzender Mindener Kunstverein)

      Philipp Koch, (Leiter Mindener Museum)

       

    • Mindener Museum und Domschatz Minden kooperieren im Ticket-Bereich – Ermäßigungen für Besucher beider musealen Einrichtungen

      Minden. Das Mindener Museum und der Domschatz Minden kooperieren ab dem 1. Februar im Ticket-Bereich. Besucher, die in einer der beiden musealen Einrichtungen eine Eintrittskarte erwerben, erhalten innerhalb eines Zeitraums von drei Monaten einmalig 50 Cent Ermäßigung beim Kauf eines Tickets im anderen Museum.

       „Beide Museen verfolgen das gleiche Ziel“, erklärt der Leiter des Mindener Museums, Philipp Koch: „Wir wollen unseren Besucherinnen und Besuchern die Geschichte der Stadt Minden und ihre Bedeutung in all ihren Facetten nahebringen.“ Dazu gehöre die Entwicklung des Mindener Gemeingefüges ebenso, wie die Einflüsse, die das ehemalige Bistum Minden über mehr als acht Jahrhunderte genommen habe, betont der Vorsitzende des Dombau-Vereins Minden, Hans-Jürgen Amtage. Der Förderverein ist seit Neugestaltung und Wiedereröffnung im März 2017 Betreiber der Domschatzkammer am Kleinen Domhof.

       Das Mindener Museum an der Ritterstraße zählt mit seinen sechs Häusern aus dem 16. Jahrhundert im Stil der Weserrenaissance zu den traditionsreichsten westfälischen Museen. Der Domschatz Minden mit seinem modernen Äußeren gilt mit seinen Exponaten aus elf Jahrhunderten als eine der bedeutendsten Sammlungen christlicher Kunst in Deutschland. „Diese Stärken wollen wir mit der Kooperation im Ticket-Bereich gemeinsam nutzen“, so Philipp Koch.

       

    • Kindergeburtstage im Mindener Museum feiern

      Eltern, die den Geburtstag ihres Kindes auf besondere Art und Weise feiern möchten, können im Mindener Museum zwischen fünf spannenden Programmen wählen. Kinder ab fünf Jahren können bei „Feuer und Flamme“ ein eigenes Tonlämpchen modellieren. Ab sechs Jahren können die Geburtstagsgäste an der Rallye „Spione im Museum“ teilnehmen und mit etwas Glück den Museumsschatz heben. Bei dem Programm „Leben wie vor 100 Jahren“ nehmen Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren auf einer 100jährigen Schulbank Platz und kreieren eigene Seife. Für Kinder ab acht Jahren wird das Museum zur Druckwerkstatt. Ausgerüstet mit Nadel und Druckplatte entwerfen sie ihr eigenes, selbst gedrucktes Kunstwerk. Kinder ab 10 Jahren können schließlich an einem Fotoworkshop teilnehmen und historische Techniken wie die „Cyanotypie“ ausprobieren und Selfies mit Polaroid-Kameras schießen.

      Die Programme dauern jeweils zwei Stunden, inklusive Pause mit mitgebrachten Getränken und Kuchen, und kosten 75 €. Zusätzliche Materialkosten fallen je nach Programm pro Gast an. Max. 12 Kinder können an einem Programm teilnehmen. Um Anmeldung unter 0571-9724020 oder wird gebeten. Weitere Informationen unter www.mindenermuseum.de. Auskunft erteilt Kristin Saretzki, Telefonnr.: 0571-9724021, .

      Im Museum gibt es einiges für die Geburtstagsgäste zu entdecken (© Mindener Museum)

    • Neues Mit-Mach-Angebot für Kinderfeuerwehren im Mindener Museum  

      Das Mindener Museum bietet ab sofort unter dem Titel „Feuer und Flamme“ ein Programm an, dass sich speziell an Kinderfeuerwehren richtet. In einer kleinen Ausstellungssequenz erfahren Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren, welche Gefahren in früheren Jahrhunderten mit Feuer verbunden waren. Historische Ledereimer, Feuerhaken und eine Feuerordnung der Stadt Minden aus dem Jahr 1747 zeigen, welche Maßnahmen die Menschen einst ergriffen, um sich vor Feuer zu schützen und mit welchen Mitteln sie versuchten, Brände zu löschen. Spielerisch erfahren die Kinder, wann die erste freiwillige Feuerwehr gegründet wurde und wie sich Uniformen und Ausrüstungen veränderten. Eine über 100jährige Feuerwehruniform darf bestaunt werden.

      Auf der Suche nach Feuerlöschern, Brandmeldern und Notausgängen können die angehenden Feuerwehrmänner und –frauen ihr Wissen in Sachen Brandschutz unter Beweis stellen. Zum Schluss wird es noch einmal kreativ: Jedes Kind kann sich ein eigenes kleines Andenken, passend zum Thema, gestalten. Neben einem Tonlämpchen können lustige Kerzen aus Knetwachs modelliert oder Bienenwachskerzen gerollt werden.

      Pro Gruppe kostet das zweistündige Angebot 75 €. Zusätzlich fallen 1 € Materialkosten pro Kind an. Das Mindener Museum ist Di – So von 12 bis 18 Uhr geöffnet. Für Gruppen werden Sonderöffnungszeiten eingerichtet. Um Anmeldung wird unter 0571-9724020 oder gebeten. Weitere Informationen unter www.mindenermuseum.de. Auskunft erteilt Kristin Saretzki, Telefonnr.: 0571-9724021, .


      Ein Tonlämpchen im Museum modellieren (© Mindener Museum)

    • Mindener Museum zeigt Plakatausstellung "Der Kommunismus in seinem Zeitalter" der Bundesstiftung Aufarbeitung

      Verlängert bis zum 03.06.2018!

      Minden. Vom 1. April 2017 bis zum 5. März 2018 präsentiert das Mindener Museum die Plakatausstellung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur "Der Kommunismus in seinem Zeitalter". Die Ausstellung präsentiert auf 25 Plakaten über 200 zeithistorische Fotos, Dokumente, Schaubilder sowie QR-Codes. Mit letzteren können Besitzer von internetfähigen Mobiltelefonen zeitgenössische Filmdokumente zu den Ausstellungsthemen abrufen.

      2017 jährt sich die Russische Revolution zum 100. Mal, die mit dem Sturz des Zaren im Februar 1917 ihren Ausgang nahm. Doch die Hoffnung auf eine Demokratisierung Russlands sollte sich nicht erfüllen. Im Oktober 1917 griffen in Petrograd, dem heutigen Sankt Petersburg, die Bolschewiki unter der Führung Lenins nach der Macht. Ihr Putsch, der später zur Oktoberrevolution mystifiziert werden sollte, war die Geburtsstunde des Kommunismus, der zur größten und tiefgreifendsten Massenbewegung des 20. Jahrhunderts wurde. In der ganzen Welt entstanden Parteien, die als Teil der „Kommunistischen Internationale“ von ihren Mitgliedern totale Hingabe und absolute Disziplin verlangten. Sobald eine kommunistische Partei die Macht errungen hatte, mussten sich alle Bürgerinnen und Bürger ihrem Regime aktiv unterordnen.
      Dieser gewaltsam durchgesetzte totalitäre Anspruch auf die Gestaltung aller Lebensbereiche hat zahllose Existenzen zerstört und Abermillionen Menschenleben vernichtet. Und er hat immense geistige sowie soziale Verwüstungen hinterlassen. Zugleich aber konnten die Kommunisten in ihren Hochzeiten einen erstaunlichen jugendlichen Enthusiasmus sowie bedeutende intellektuelle und künstlerische Energien mobilisieren – bis die permanenten Überspannungen in Erschöpfung, Passivität, Zynismus oder Dissidenz mündeten.
      Trotz dieser Entwicklung kam der jähe Kollaps des „Sozialistischen Lagers“ und der UdSSR nach 1989 unerwartet – ebenso unerwartet wie der Aufschwung Chinas unter der ungebrochenen Diktatur der Kommunistischen Partei. Beides lässt die historische „Karriere“ des Weltkommunismus seit 1917 umso erklärungsbedürftiger erscheinen.

      Die Ausstellung lädt insbesondere Schulen zur Auseinandersetzung mit dem Kommunismus und seinen Diktaturen ein, die das 20. Jahrhundert weltweit prägten und die in der historischen Bildungsarbeit bislang zu wenig Aufmerksamkeit finden. Herausgeber der Ausstellung sind die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und das Deutsche Historische Museum Berlin. Ihr Autor ist der Frankfurter Historiker Gerd Koenen.

      Der Eintritt zur Ausstellungseröffnung am Samstag, 1. April 2017, 16 Uhr im Mindener Museum ist frei.

      Weitere Informationen auch unter: https://www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/kommunismus-zeitalter-6020.html bzw. www.mindenermuseum.de

       

      Pressefoto Bundesstiftung Aufarbeitung / picture-alliance / akg-images


    • Stiftung der Fielmann AG setzt Förderung des Mindener Museums fort

      Minden. Die Gesellschaft zur Förderung des Mindener Museums und das Mindener Museum freuen sich über eine großzügige Schenkung der Stiftung der Fielmann AG. Die Leiterin der Fielmann Niederlassung in Minden Ina Rinsche übergab heute ein wertvolles Gemälde an die Fördergesellschaft und das Team des Mindener Museums. Das Portrait zeigt den aus altem preußischen Adel stammenden Oberst Maximilian August von Kracht (1803-1862). Der Offizier war von 1859 bis zu seinem Tod 1862 Kommandeur des in Minden stationierten 15. Infanterieregiments Prinz Friedrich der Niederlande. In dieser Funktion besaß er eine herausragende Stellung im gesellschaftlichen und politischen Leben der Stadt Minden. Zu dieser Zeit gab es in Preußen eine Verfassungskrise, die den Aufstieg des späteren Reichskanzlers Bismarck ermöglichte. Der junge König Wilhelm I. stritt in dieser auch als Heereskonflikt bezeichneten Krise mit dem liberal dominierten Abgeordnetenhaus über die zur Reorganisation der preußischen Armee und Landwehr notwendigen Finanzmittel. Auf dem Höhepunkt des Konflikts löste der König am 11. März 1862 das Parlament auf. Von Kracht, der bei der Krönung Wilhelms I. als persönlicher Adjutant des Prinzen Friedrich der Niederlande anwesend war, starb nur wenige Tage später, am 29. März 1862, an einem Halsleiden in Minden. Als hoher Repräsentant des preußischen Militärs stellt von Kracht die eine Seite dieses für die preußische Geschichte zentralen Konfliktes dar und veranschaulicht die Bedeutung des Militärs für die Mindener Stadtgeschichte.

      Die Stiftung der Fielmann AG setzt mit der Schenkung des Portraits von Krachts ihre seit Jahren großzügige Förderung des Mindener Museums und seiner Fördergesellschaft fort. So stiftete die Fielmann AG in den Jahren 2014 und 2015 drei wertvolle Portraits der Familien Pogrell und Harten, des 1828 in Minden geborenen Malers Friedrich Wilhelm Graupenstein.

      Die Leiterin der Fielmann Niederlassung in Minden, Ina Rinsche, überreicht das Gemälde an den Leiter des Mindener Museums Philipp Koch.

    • Sprachförderprogramm für Flüchtlinge im Mindener Museum

      Spracherwerb und Sprachkompetenz sind wesentliche Voraussetzungen für eine erfolgreiche Integration. Sprachförderung mit Kulturvermittlung zu verbinden, ist ein vielversprechender Ansatz die Integration von Menschen mit Fluchterfahrung zu unterstützen. Darum entwickelten das Mindener Museum und das Mindener Profilingbüro Glaser das museumspädagogische Programm „Stadt, Land, Fluss“. Das Büro Glaser ist eine der Institutionen vor Ort, die vom Bundesamt für  Migration und Flüchtlinge (BAMF) zertifizierte Deutsch- und Integrationskurse anbietet. Die Ausgangsidee war, das in den Deutschkursen erlernte Sprachwissen durch kulturelle Bildung im Mindener Museum zu unterstützen. Dafür sollten Aspekte aus der Geschichte der Stadt Minden und seiner Region genutzt werden. Das Konzept wurde niedrigschwellig und bedarfsorientiert ausgerichtet. Und hier lag die große Herausforderung: Wie vermittelt man Sprachanfängern mit geringen Deutschkenntnissen in nur drei Zeitstunden Wissen zu wichtigen Bauten wie dem Dom oder zur Gründungslegende Mindens? Entstanden ist ein Programm, dass sich aus drei aufeinander aufbauenden Einheiten zusammensetzt, die an verschiedenen Orten stattfinden: Schulungsraum, Museum und Stadtrundgang. Vorbereitend erhalten die Teilnehmer eine Woche vor Programmbeginn eine nach Themen und nach Wortgruppen geordnete Vokabelliste.

      Nach einer rund sechsmonatigen Erprobungsphase, an dem neun Deutschkurse  des Profilingbüros Glaser teilnahmen, wurde das Programm abschließend von den Museumspädagogen des Mindener Museums und den sprachpädagogischen Lehrkräften des Profilingbüros Glaser evaluiert. Ein Ergebnis dieser Evaluation ist die Beobachtung, das Sprachförderprogramm an die individuellen Bedarfe der Kursteilnehmer weiter zu entwickeln und zu diversifizieren. Dabei sollen die vom BAMF für Integrationskurse vorgegebenen Lehrinhalte noch gezielter als bisher Berücksichtigung finden. Die vorgegebenen allgemeinen Lehrinhalte zu Geschichte, Kultur und Rechtsordnung in Deutschland aus dem letzten Kursabschnitt von Integrationskursen - dem Orientierungskurs – sollen aufgegriffen und im lokalen politisch-historischen Kontext behandelt werden. Diese Themen werden vom BAMF als wesentlich für die gesellschaftliche Integration von Zugewanderten gesehen.

      Das Sprachförderprogramm „Stadt, Land, Fluss“ kann ab sofort im Mindener Museum gebucht werden. Es kostet mit drei Terminen pro Gruppe insgesamt 100 € plus 1 € Materialkosten pro Teilnehmer. Die Teilnehmerzahl richtet sich nach den jeweiligen Sprachkenntnissen. Um Anmeldung wird unter 0571-9724020 oder gebeten. Inhaltliche Auskunft gibt Necaattin Arslan, Telefonnr.: 0571-9724012, .

       


      Teilnehmer Deutschkurs vor dem Mindener Museum

      Stadtrundgang vor dem Dom

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