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Aktuelle Pressemitteilungen

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    • Weihnachtsferienprogramm im Mindener Museum Flugzeuge bauen und Goldmünzen gestalten    

      Kinder ab 6 Jahren, die in den Weihnachtsferien etwas Spannendes und Abwechslungsreiches erleben möchten, können im Mindener Museum an zwei Ferienaktionen teilnehmen. Am 27.12.18, von 14-17 Uhr und am 3.1.19, von 9-12 Uhr dreht sich alles um Leonardo da Vinci und seinen großen Traum vom Fliegen. Vor 500 Jahren beobachtete Leonardo Vögel, Libellen und „fliegende“ Pflanzen wie Ahorn- oder Löwenzahnsamen und tüftelte an einer Flugmaschine für den Menschen. Ob es ihm tatsächlich gelang, seinen Traum zu verwirklichen und wie seine speziellen Fluggeräte funktionierten, finden die Teilnehmer*innen im Museum gemeinsam heraus. Anschließend bauen sie aus den verschiedensten Materialien eigene Flugzeuge und finden heraus, was es beim Falten eines flugsicheren Papierfliegers alles zu beachten gibt.

      Am 28.12.18, von 9-12 Uhr sowie am 2.1.19, von 14-17 Uhr können sich junge Spürnasen auf eine Rätseltour quer durch das Museum begeben. Knifflige Rätsel, Knobelaufgaben und lustige Scherzfragen warten darauf, von den Teilnehmern*innen gelöst zu werden. Wer alles richtig macht, knackt am Ende die geheime Schatztruhe und kann sich eigene Goldmünzen als Andenken fertigen.

      Pro Kind kosten die Aktionen jeweils 10 €. Die Teilnehmerzahl ist jeweils auf max. 15 Kinder begrenzt. Die Mindestteilnehmerzahl liegt bei 5 Kindern. Um Anmeldung wird unter 0571-9724020 oder gebeten. Weitere Informationen unter www.mindenermuseum.de.

      Flugzeuge im Museum basteln © Mindener Museum

    • Weihnachten im Mindener Museum

      Minden. Das Mindener Museum ist an Heiligabend, am ersten Weihnachtsfeiertag sowie Sylvester und Neujahr geschlossen. Ab Mittwoch, den 26.12.2018 bis Sonntag, den 30.12.2018 ist das Mindener Museum wie gewohnt von 12.00 – 18.00 Uhr geöffnet. Zu sehen sind neben der Dauerausstellung drei interessante Sonderausstellungen:

      „Leonardo da Vinci 500 – Bewegenden Erfindungen“ – Die Ausstellung zeigt 30 Modelle, die seit 2004 von Studierenden des Fachbereiches Ingenieurwissenschaften und Mathematik der Fachhochschule Bielefeld konstruiert worden sind. Sie zeigen eindrucksvoll die Genialität Leonardos und die Komplexität seiner Gedanken. Die Ausstellung stellt aber auch stadtgeschichtliche Bezüge zu Leonardos Werken her. Als Stadt an der Weser mit einer jahrhundertelangen Festungs-, Militär-, Handels- und Verkehrsgeschichte waren Brücken-, Kriegs-, Hub- und Fördertechnik für die Menschen in Minden existenziell. Auf allen Gebieten hat sich auch Leonardo hervorgetan. Kein Wunder, waren dies doch typische Herausforderungen im Europa der Renaissancezeit, weil beides boomte: der Handel und der Krieg. Exponate der Bewegungswandlung, der Maschinenelemente, aus Musik und Theater sowie dem Flugwesen geben Einblicke in die faszinierende Welt der Renaissancetechnik. Zu sehen bis zum 28. April 2019

      „Eine Revolution in völliger Ordnung“?! Vom Kaiserreich zur Republik – Minden 1918/19“ - Die Präsentation versucht, am lokalen Beispiel Minden das unübersichtliche Geschehen der Jahre 1918/19 etwas zu entzerren. Sie beleuchtet erstmals vor dem Hintergrund der nationalen Ereignisse den komplexen Beginn der Demokratie in der preußischen Garnisons- und Verwaltungsstadt. Die Ausstellung stellt lokale Akteure vor, skizziert Herausforderungen und deren Lösungsversuche und blickt auf den Alltag der Menschen. Sie zeigt aber auch, wie schnell und unter welchen Verhältnissen politische Systeme ihren gesellschaftlichen Rückhalt verlieren können. Überzogene Hoffnungen und enttäuschte Erwartungen führen nicht nur zum Untergang des Kaiserreichs, sondern radikalisieren rasch auch Befürworter*innen und Gegner*innen der jungen Republik. In Minden scheint es 1918/19 kaum Demonstrationen, politische Zusammenstöße oder gar Straßenkämpfe zu geben. Aber kann sich eine Revolution wirklich „in völliger Ordnung“ vollziehen? Haben Hunger, Krieg, Gewalt, Niederlage und Revolution die Menschen hier wirklich nicht radikalisiert? Oder haben sich bis heute nur keine Spuren in der Erinnerung erhalten? Und wie wird dieser Revolution erinnert? Fragen auf die Besucher*innen in der Ausstellung Antworten finden. Zu sehen bis zum 3. Februar 2019.

      „Spannfeld“ – Eine Ausstellung des Vereins für aktuelle Kunst im Kreis Minden-Lübbecke e.V.. 19 Künstler*innen des Vereins für aktuelle Kunst setzen sich darin aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln mit dem Begriff des Ausstellungstitels auseinander. Die künstlerischen Arbeiten eröffnen miteinander und in der Beziehung auf die Räume des Museums das Spannfeld, in das der Betrachter eintreten soll. Bei der Auswahl und Anordnung der Arbeiten ging es darum, dieses Spannfeld zu justieren. Erstmals hat sich der Verein  bei dieser Ausstellung mit den hinteren Präsentationsräumen im 1. Obergeschoss des Mindener Museums auseinandergesetzt, die ein überaus heterogenes Erscheinungsbild aufweisen. Neben Grafik, Malerei und Fotografie sind auch skulpturale Werke und Installationen vertreten. Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen. Zu sehen bis zum 13.01.2019.

      Veranstaltungen im Mindener Museum

      Familienführungen:                                                                                                                          Anmeldung erforderlich!

      Sonntag, 16.12.2018, 14 Uhr                                                                                                                Mittwoch, 26.12.2018, 2. Weihnachtsfeiertag, 16 Uhr                                                                     Donnerstag, 3. Januar 2019, 17 Uhr

      Familien mit Kindern ab 6 Jahren können die Ausstellung „Leonardo da Vinci 500“ bei einer spannenden Mit-Mach-Führung erkunden. Anfassen und Ausprobieren ist her unbedingt erwünscht. Im Anschluss warten Plätzchen und eine Tasse Kakao.

      Die Kosten betragen 5,00 € für ein Kind und eine erwachsene Begleitperson. Teilnehmerzahl: ab 14 bis max. 24 Personen. Anmeldungen sind erforderlich unter Tel. 0571-972010/20 oder per Mail an .

      Öffentliche Mittagspausenführung:

      Mittwoch, den 12.12.2018 von 12.45 Uhr bis 13.15 Uhr durch die Kunstausstellung „Spannfeld“

      Öffentliche Führung:

      Mittwoch, 26. Dezember 2018 (2. Weihnachtsfeiertag) 14 Uhr durch die Ausstellung „Leonardo da Vinci 500 – bewegende Erfindungen“.

      Erlebnisführungen „Leonardo. Zurück in die Zukunft – Italien um das Jahr 1500“ mit Oliven, Brot und Wein:

      Sonntag, 13. Januar 2019                                                                                                                      Samstag, 26.Januar 2019                                                                                                               Samstag, 16.März 2019

      jeweils von 18 – 20 Uhr

      Erleben Sie bei Oliven, Brot und Wein eine sinnliche Reise in die Welt Leonardo da Vincis. Die maximale Teilnehmerzahl ist auf 18 Personen beschränkt. Um Anmeldung wird unter 0571-9724020 oder gebeten.

      Wer auf der Suche nach einem besonderen Weihnachtsgeschenk ist, kann einen Gutschein für eine Erlebnisführung, einen „Leonardo-Brückenbausatz“ oder das „Rätseluniversum Leonardos“ an der Museumskasse von Di- So in der Zeit von 12-18 Uhr erwerben.

      In den Weihnachtsferien bieten wir Ferienspielaktionen für Kinder ab 6 Jahren an. Am Donnerstag, den 27.12. von 14 – 17 Uhr und am Donnerstag, den 3.1.2019 von 9 – 12 Uhr finden jeweils Ferienspiele zum Thema „Leonardo da Vinci und der Traum vom Fliegen“ statt. Leonardo hat vor 500 Jahren unzählige Maschinen, Geräte und andere Dinge erfunden. Besonders fasziniert war er vom Fliegen. Wie seine speziellen Fluggeräte funktionierten, finden die Teilnehmer*innen im Museum heraus.

      Am Freitag, den 28.12.2018 von 9 – 12 Uhr sowie am Mittwoch, den 2.1.2019 von 14 – 17 Uhr können Ferienkinder beim Rätselspaß im Museum „Auf der Suche nach dem Goldschatz“ knifflige Rätsel lösen. Jedes Kind kann sich einen eigenen goldenen Schatz als Andenken fertigen. Die echten, über 300 Jahre alten Goldmünzen dienen als Inspirationsquelle. Für die Ferienaktionen fallen pro Kind jeweils Kosten in Höhe von 10 € an. Um Anmeldung unter 0571-9724020 oder wird gebeten.

      Des Weiteren können sich Familien mit Kindern ab sechs Jahren, die den neuen Teil der Dauerausstellung selbständig erkunden möchten, auf eine spannende Zeitreise mit „Pim dem Pelikan“ begeben. Das Rallyeheft kann für einen Euro erworben werden. Kinder bis 12 Jahre haben freien Eintritt. Erwachsene zahlen vier Euro. Während der Weihnachtsferien kann die Rallye im Museum ausprobiert werden.

      Die erste Taschenlampenführung  des neuen Jahres findet am Donnerstag, den 3. Januar um 18:15 Uhr statt. Kinder von 6 bis 12 Jahren können gemeinsam mit einer erwachsenen Begleitperson und einer mitgebrachten Taschenlampe auf eine geheimnisvolle, gut einstündige Entdeckungstour durch das dunkle Museum und seine Ausstellung gehen. Taschenlampen sind bitte selbst mitzubringen. Der Eintritt kostet pro Erwachsenem mit einem Kind 3 €.

       Mindener Museum, Di - So 12-18 Uhr; Sonderöffnungszeiten für Gruppen.

      Weitere Infos unter www.mindenermuseum.de oder 0571 / 9724020 oder .

       

      Winterliche Museumszeile (©Mindener Museum)

    • "Da Vinci 500 - Bewegende Erfindungen" ab 3.11.      

       

      Mindener Museum und FH Bielefeld präsentieren Ausstellung „Da Vinci 500 – Bewegende Erfindungen“

       

      Minden. Von Samstag, 3. November, bis Sonntag, 28. April 2019 zeigen das Mindener Museum und der Fachbereich Ingenieurwissenschaften und Mathematik der Fachhochschule Bielefeld die Ausstellung „Da Vinci 500 – Bewegende Erfindungen“. Rund 30 faszinierende Modelle spiegeln die Genialität des Universalgenies Leonardo da Vinci wider. Sie laden zum Anfassen, Experimentieren und Spielen ein und machen Technik für alle Altersgruppen im wahrsten Sinne des Wortes im Museum begreifbar. Für kulturgeschichtlich Interessierte nimmt die Ausstellung Leonardos Werke in den Blick, die Bezüge zu Mindens Stadtgeschichte aufweisen. Die Stadt an der Weser mit einer langen Militär-, Festungs-, Handels- und Verkehrsgeschichte profitierte indirekt von den Entdeckungen und Erfindungen des vielseitigen Gelehrten, der vielen heute nur noch als Künstler in Erinnerung ist. Zur Ausstellung gibt es ein umfangreiches museumspädagogisches Begleit- und Erlebnisprogramm, darunter auch eine Führung in leichter Sprache. Komplexe ingenieurwissenschaftliche Prozesse werden damit auch für Laien verständlich.

       

      Die Wende vom Spätmittelalter zur Frühen Neuzeit wird als Renaissance bezeichnet. Der Begriff stammt aus dem französischen und bedeutet Wiedergeburt. Künstler und Gelehrte wie Leonardo da Vinci beeinflussten mit ihrem künstlerischen Schaffen, ihren Entdeckungen und Erfindungen Kultur und Wissenschaft. Von den Stadtstaaten Norditaliens ausgehend verbreitete sich die Renaissance seit der Mitte des 15. Jahrhunderts auch ins heutige Deutschland. In Minden hielt sie erst mit dem Eindringen der lutherischen Lehre ab 1520/25 und der Reformation 1529/30 nach und nach Einzug.

      Als Künstler, Ingenieur und Gelehrter war Leonardo seiner Zeit weit voraus. Seine genialen Ideen, Konzepte und Erfindungen sorgen damals wie heute für Bewegung - nicht nur in der technischen Welt.

      Als der Bielefelder Ingenieur Prof. Horst Langer 2004 die Ausstellung „Leonardo da Vinci – Bewegende Erfindungen“ ins Leben rief, schuf er eine Lernumgebung, in der Studierende des Fachbereiches Ingenieurwissenschaften und Mathematik der Fachhochschule Bielefeld in die Welt Leonardos eintauchen konnten und bis heute weit mehr Lernen als reines Ingenieurwissen. Auf Basis der Skizzen Leonardos entwickeln und konstruieren sie in Projektarbeiten die Modelle für die Ausstellung. In mittlerweile über 100 faszinierenden Modellen, von denen rund 30 ausgewählte Modelle in der Ausstellung zu sehen sind, spiegelt sich Leonardos Genialität und die Komplexität seiner Gedanken wider. Das Projekt wird inzwischen von Langers Lehrstuhlnachfolger Prof. Thorsten Jungmann fortgesetzt.

      Die Ausstellung im Mindener Museum greift stadtgeschichtliche Bezüge zu Leonardos Werken auf. Als Stadt an der Weser mit einer jahrhundertelangen Festungs-, Militär-, Handels- und Verkehrsgeschichte waren Brücken-, Kriegs-, Hub- und Fördertechnik für die Menschen in Minden existenziell. Auf allen Gebieten hat sich auch Leonardo hervorgetan. Kein Wunder, waren dies doch typische Herausforderungen im Europa der Renaissancezeit, weil beides boomte: der Handel und der Krieg. Darüber hinaus führen Exponate der Bewegungswandlung, der Maschinenelemente, aus Musik und Theater sowie dem Flugwesen in die faszinierende Welt der Renaissancetechnik. Manche Modelle zeigen weniger Leonardos visionäre Ideen als vielmehr seine technischen Grundlagen, wie sie noch heute im Maschinenbau eingesetzt werden. Hier werden Kugellager und Getriebe oder Sicherheitselemente wie eine Sperrklinke in ihrer Funktionsweise selbst für technische Laien nachvollziehbar vorgeführt. Alle Modelle laden zum Anfassen, Experimentieren und Spielen ein. Sie machen Technik für alle Altersgruppen im wahrsten Sinne des Wortes begreifbar.

      Spielen Sie, bleiben Sie neugierig, haben Sie Spaß – und tauchen Sie ein in eine Welt voller Technik, Faszination und Genialität – tauchen Sie ein in die Welt von Leonardo da Vinci!

      Die Ausstellung wird am Samstag, 3. November 2018, um 16 Uhr im Mindener Museum eröffnet. Zur Eröffnung ist der Eintritt ab 15:30 Uhr frei. Die Ausstellung ist von Dienstag bis Sonntag von 12 bis 18 Uhr zu sehen, für Gruppen sind auf Anfrage auch Sonderöffnungszeiten möglich. Zur Ausstellung gibt es zahlreiche museumspädagogische Begleit- und Erlebnisangebote.

       

      Mindener Museum

      Ritterstraße 23-33

      32423 Minden

      Tel.: 0571 / 9724020

      www.mindenermuseum.de

      www.leonardo-bewegende-erfindungen.de

       

      Dienstag bis Sonntag 12-18 Uhr

      Sonderöffnungszeiten für Gruppen

      Museumspädagogische Programme auf Anfrage



       


       



    • Objekt im Fokus in den Monaten November & Dezember

      In der Sammlung des Mindener Museums werden rund 60.000 Objekte bewahrt. Trotz Dauer- und Sonderausstellungen oder Leihgaben an andere Museen lagern 95% der Sammlung verborgen im Magazin. Die Vielfalt und die Geschichte der Sammlung und das Wissen über die Objekte stellt das Museumsteam regelmäßig in Kabinettausstellungen vor. Alle zwei Monate wird außerdem ein „Objekt im Fokus“ im Foyer des Museums ausgestellt und dort seine Geschichte erzählt.

      Beim „Objekt im Fokus“ der Monate November und Dezember 2018 handelt es sich um wenig bekannte Haushaltswaren der Mindener Firma „Melitta“ zur Aufbereitung von Tee. Der andauernde wirtschaftliche Erfolg des Unternehmens basiert bekanntlich auf der Erfindung des Kaffee-Filters durch Melitta Bentz im Jahr 1908. Anschließend wurde der Markenname „Melitta“ zum allgemeinen Begriff für hochwertige Kaffee-Zubereitung. Schon sehr früh in der Geschichte des Unternehmens dachten Melitta und Hugo Bentz daran, neben der Kaffee- auch die Teezubereitung zu erschließen. In den 1930er Jahren entwickelte man daher die Tee-Mühle.                                                                  Das Argument für das Mahlen des Tees – analog zum Mahlen der gerösteten Kaffee-Bohnen – war, dass sich damit die „Ergiebigkeit“ der gekauften Tee-Menge wesentlich erhöhen ließe. Kosten-Reduzierung war besonders bei den damals hochpreisigen Genussmitteln immer ein schwer zu widerlegendes Argument. Zudem benutzten auch die anfangs noch nicht vollends ausgereiften Produkte auf dem Marktsegment der Teebeutel stets Tee der Qualität „Dust“ („Staub“). Passionierte Tee-Genießer hätten jedoch niemals hochwertigen Tee durch Mahlen zu weniger qualitativem Tee herabgestuft. Sparsame oder wenig informierte Teetrinker griffen hingegen gleich zum Teebeutel und sparten sich den Mahl-Aufwand. So wurde aus der Melitta-Tee-Mühle kein erfolgreiches Produkt in der Sparte der Getränke-Zubereitung. Trotzdem blieb sie fast drei Jahrzehnte in unterschiedlichen Ausführungen im Produkt-Angebot.

      Bereits 1914 erschien die Darstellung eines Melitta-Teefilters auf den Geschäfts-Briefbögen der Firma. Analog zum Kaffee-Satz, der mit dem Kaffeefilter im Getränk vermieden wurde, sollte das Filterpapier auch aufgegossene Teeblätter zurückzuhalten.

      Allerdings gibt es einen generellen Unterschied in der Zubereitung von Kaffee und Tee: Tee muss für einen vom Konsumenten gewünschten Zeitraum „ziehen“. Der Aufguss darf also nicht sofort durch den Filter ablaufen. Melitta hatte 1932 die konkurrierende Firma „Blitz-Filter“ übernommen, die das trichterförmige Filtergehäuse erfunden hatte, dessen Ablaufrillen für den kontinuierlichen Abfluss des Kaffee-Aufgusses sorgen. Damit wurde ein generelles Problem gelöst, dass nämlich beim ursprünglich zylindrischen Melitta-Filtergehäuse nach dem Quellen des Kaffee-Pulvers der Abfluss des Kaffees durch das auf dem Boden platzierte Filterblatt oft nur sehr zögerlich erfolgte. Nun fehlte für die Teezubereitung im Trichterfiltergehäuse nur noch ein entscheidendes Element: die Ablauf-„Barriere“, die während des „Ziehens“ des Tees geschlossen bleiben muss. Zu dem Zweck wurde das Trichtergehäuse mit einer einzigen seitlichen Ablauf-Bohrung ausgestattet, die mit einem Stöpsel verschlossen wurde und zum gewünschten Zeitpunkt geöffnet werden konnte.

      Bei der Einführung des Melitta-Trichter-Filtergehäuses gab es das analog gestaltete Trichter-Filterpapier noch nicht. Das anfangs dafür vorgesehene Filterblatt war noch eben und musste mit einem mit dem Trichtergehäuse gelieferten perforierten „Niederdrücker“ im Gehäuse platziert werden. 1938 war dann die Entwicklung des trichterförmigen Filterpapier-Einsatzes („Filtertüte“) abgeschlossen, der anschließend für Jahrzehnte den Markt der Kaffee-Zubereitungs-Geräte in den privaten Haushalten dominieren sollte.

      Diese Marktdominanz hat der Teefilter allerdings nie erreicht. Er konkurrierte seit den 1950er Jahren mit dem „Tee-Beutel“, der nach ebenfalls jahrzehntelanger Entwicklung die Tee-Zubereitung stark vereinfacht hatte. Nachdem zuvor noch eine Polyacryl-Version des Teefiltergehäuses vermarktet wurde, reagierte Melitta in den 1980er Jahren und trennte den Teefilter von der Kaffee-Filtertüte:      So entstand der mit einem Halter in der Teekanne platzierte Teefilter-Beutel, der seit 1984 unter dem Markennamen „Cilia“ von Melitta angeboten wird. Damit wurde endlich die Marktpräsenz des Filters im Tee-Segment erreicht, die man im Kaffee-Segment schon seit Jahrzehnten besaß. 1990 übernahm Melitta sogar noch das Teebeutel-Konzept, und 2001 wurde der halterlose Teefilter eingeführt: stets unter der für Tee-Produkte etablierten Marke „Cilia“.

       


        Teekanne mit Teefilter und Teemühle der Mindener Firma Melitta.

    • Mindener Museum zeigt Sonderausstellung zur Revolution 1918/19 in Minden


      Vor 100 Jahren vollzieht sich in Deutschland der revolutionäre Umbruch vom Kaiserreich zur Republik. Zugleich endet der Erste Weltkrieg mit der Niederlage Deutschlands. Die Geschwindigkeit, die Vielzahl und Vielfalt gleichzeitiger Ereignisse, Akteure, Prozesse und Handlungsstränge überfordert schon damals die Menschen. Vieles gerät in den Jahren danach bewusst oder unbewusst in Vergessenheit oder wird absichtlich für politische Zwecke verfälscht. Lange Jahre streiten selbst Historiker*innen darüber, ob dieser Umbruch tatsächlich eine Revolution war. Das Mindener Museum nimmt diese Ereignisse und Bewertungen zum Anlass, um unter dem Titel „Eine Revolution in völliger Ordnung“?! eine Sonderausstellung zum Übergang vom Kaiserreich zur Republik in Minden in den Jahren 1918/19zu präsentieren.

      Die Präsentation versucht, am lokalen Beispiel Minden das unübersichtliche Geschehen der Jahre 1918/19 etwas zu entzerren. Sie beleuchtet erstmals vor dem Hintergrund der nationalen Ereignisse den komplexen Beginn der Demokratie in der preußischen Garnisons- und Verwaltungsstadt. Die Ausstellung stellt lokale Akteure vor, skizziert Herausforderungen und deren Lösungsversuche und blickt auf den Alltag der Menschen. Sie zeigt aber auch, wie schnell und unter welchen Verhältnissen politische Systeme ihren gesellschaftlichen Rückhalt verlieren können. Überzogene Hoffnungen und enttäuschte Erwartungen führen nicht nur zum Untergang des Kaiserreichs, sondern radikalisieren rasch auch Befürworter*innen und Gegner*innen der jungen Republik.

      In Minden scheint es 1918/19 kaum Demonstrationen, politische Zusammenstöße oder gar Straßenkämpfe zu geben. Aber kann sich eine Revolution wirklich „in völliger Ordnung“ vollziehen? Haben Hunger, Krieg, Gewalt, Niederlage und Revolution die Menschen hier wirklich nicht radikalisiert? Oder haben sich bis heute nur keine Spuren in der Erinnerung erhalten? Und wie wird dieser Revolution erinnert? Fragen auf die Besucher*innen in der Ausstellung Antworten finden.

      Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit Studierenden der Universität Bielefeld. Sie wird am Samstag, 28. Juli, um 16 Uhr eröffnet. Zur Ausstellungseröffnung ist der Eintritt frei.

      Mindener Museum, Di.-So. 12-18 Uhr; Sonderöffnungszeiten für Gruppen.

      Weitere Infos unter www.mindenermuseum.de oder 0571 / 9724020 oder



      Versammlung der Mindener Garnison auf dem Marktplatz am 27. November 1918.

      © Kommunalarchiv Minden



       

    • Seminar zu Leichter und Einfacher Sprache in Ausstellungen im Mindener Museum – eine Kooperation des Westfälischen Heimatbundes und des LWL-Museumsamtes für Westfalen

      Wie kann man Ausstellungen und Museumsführungen einfacher und verständlicher gestalten, um möglichst vielen Menschen den Museumsbesuch zu ermöglichen? Dies war die zentrale Frage, welche im Mindener Museum von den unterschiedlichsten Teilnehmergruppen aus den Bereichen der Museumsarbeit, der Heimatmuseen und der Heimatpflege, erörtert wurde. Der Museumspädagoge Ulrich Neseker und die Referentin in der Geschäftsstelle des WHB, Sarah Pfeil, gaben mit einer kurzen theoretischen Anleitung und vielen Praxisbeispielen einen Überblick zum Thema. Dazu gehörte auch eine Führung in Leichter Sprache durch die Wanderausstellung des LWL-Museumsamtes für Westfalen „Leben im Bett. Lesen, Essen, Wanzen jagen“, die derzeit im Mindener Museum gezeigt wird.

      Allein in Deutschland können 14,5 Prozent der Bevölkerung zwischen 16 und 64 Jahren keine zusammenhängenden Texte verstehen. Menschen mit Migrationshintergrund, Grundschulkinder und Menschen mit Demenz profitieren ebenfalls von einer einfachen Schreibweise. Praktische Erfahrungen mit der Einfachen Sprache und einer direkten Ansprache von Menschen mit kognitiven Defiziten hat Ulrich Neseker schon viele Jahre gesammelt. Neseker erklärt: „Mein Anspruch ist, mich stets auf die Gruppe einzustellen, die vor ihm steht. Mein Grundprinzip ist die didaktische Reduktion.“ Dass Leichte Sprache nicht leicht, sondern vielmehr harte Arbeit ist, berichtete Sarah Pfeil aus der Zeit ihres Volontariats in der LWL-Kulturabteilung. Eine generelle Herausforderung bei der Erstellung von Texten in Leichter Sprache, ist die gemeinsame Abstimmung unter den Entscheidungsträgern. Sarah Pfeil gab den Seminarteilnehmerinnen und -teilnehmern mit auf den Weg, dass alle an einem Strang ziehen müssen, um ein solches Projekt intern und extern erfolgreich zu gestalten.

      Zu Anfang der Führung durch die Wanderausstellung „Leben im Bett. Lesen, Essen, Wanzen jagen“ in Leichter Sprache, fragt Neseker die Seminargruppe: „Wer von Ihnen liest im Bett?“ und „Wer von Ihnen isst im Bett?“. Dadurch gelang es Neseker, die Teilnehmenden aktiv durch die Wanderausstellung „Leben im Bett. Lesen, Essen, Wanzen jagen“ in Leichter Sprache zu führen. Der Rundgang behandelte viele unterschiedliche Aspekte, die mit dem Thema Bett assoziiert werden. Beginnend mit Themen, wie der Geburt, Sexualität, Tieren im Bett und berühmten Malern, die im Bett arbeiteten, erklärte Neseker auch Fremdwörter, wie Aphrodisiakum, kurz und griffig.

      Die Seminargruppe setzte sich intensiv mit den Ausstellungstexten und den von der Lebenshilfe geprüften Texten auseinander und verglich diese kritisch miteinander. Im gemeinsamen Austausch über die Eindrücke der Ausstellung, lobten die Seminarteilnehmerinnen und -teilnehmer insbesondere den „Austausch auf Augenhöhe“. Außerdem wurde deutlich, dass eine komplizierte Ausdrucksweise nicht immer zielführend ist.

      Ein Teilnehmer kam zu dem Schluss, dass er sich vornehmen würde, kurze und prägnante Sätze zu schreiben und zukünftig seinem Gegenüber mehr Zeit zum Nachfragen zu geben.

      Sarah Pfeil gibt den Seminarteilnehmerinnen und -teilnehmern abschließend den Tipp: „Machen Sie sich vorab bewusst, welche Zielgruppe man erreichen möchte. Dann ist auch die Auswahl der geeigneten Sprachform klar.“

    • Objekt auf Reisen-Gemälde aus der Sammlung des Mindener Museums in der großen Landesausstellung „Karl Marx 1818-1883.

      Seit dem 5. Mai wird im rheinischen Landesmuseum in Trier auch ein Gemälde aus der Sammlung des Mindener Museums gezeigt. Anlass ist der 200. Geburtstag von Karl Marx (1818-1839). Das Gemälde zeigt Friedrich Wilhelm IV. von Preußen (1795-1861) in seinem Arbeitszimmer im Berliner Schloss. Es war ein persönliches Geschenk des Königs an den in Minden geborenen Astronomen Friedrich Wilhelm Bessel (1784-1846). Dieser vermachte es nach seinem Tod in Königsberg, wo er forschte und lehrte, seiner Heimatstadt Minden. Gemalt hat das Leinwandgemälde in Öl der damals sehr bekannte Berliner Porträtmaler Franz Krüger (1797-1857), dessen Werke auch in der Alten Nationalgalerie zu sehen sind.

      Der in Trier geborene Karl Marx studierte zunächst Rechtswissenschaften und Philosophie und übernahm nach seiner Dissertation im Oktober 1842 die Redaktion der Rheinischen Zeitung. Das Blatt übte scharfe Kritik an den Lebens- und Arbeitsbedingungen in Preußen. Weil Marx die Pressezensur wiederholt unterlief und die Zeitung verboten wurde, verließ er nach wenigen Monaten die Redaktion. Im französischen Exil wandte er sich dem Kommunismus zu und kehrte in der Märzrevolution 1848 wieder nach Köln zurück. Dort gründete er die „Neue Rheinische Zeitung. Organ der Demokratie“. Als Friedrich Wilhelm IV. (1795-1861) die von der Nationalversammlung angebotene Kaiserwürde im April 1849 ablehnte, war die Revolution gescheitert. Marx flieht zunächst wieder nach Frankreich und dann nach England. Hier schreibt er seine wichtigsten theoretischen Werke zur politischen Sozialökonomie. Das Gemälde von Franz Krüger, das um 1846 entstand, zeigt den preußischen König und personifiziert damit Marx‘ politischen Widersacher.

      Das Land Rheinland-Pfalz und die Karl Marx Geburtsstadt Trier zeigen noch bis zum 21. Oktober 2018 die erste kulturhistorische Ausstellung „KARL MARX 1818 – 1883. LEBEN. WERK. ZEIT.“, die sich diesem bedeutenden Denker des 19. Jahrhunderts widmet. Die Ausstellung, die im Rheinischen Landesmuseum Trier und dem Stadtmuseum Simeonstift Trier präsentiert wird, beleuchtet sein Leben, seine wichtigsten Werke und das vielfältige Wirken in seiner Zeit. Zeitgleich werden in Partnerausstellungen im Museum Karl-Marx-Haus und im Museum am Dom die Wirkungsgeschichte sowie zeitgenössische Aspekte ergänzt.




      Friedrich Wilhelm IV. von Preußen gemalt von Franz Krüger im Jahr 1846.


    •   Pressemitteilung Bericht über die Mitgliederversammlung der Gesellschaft zur Förderung des Mindener Museums

      Dr. Wolfgang Suderow erster Ehrenvorsitzender der Fördergesellschaft des Mindener Museums

       

      Minden. Auf der Jahreshauptversammlung der Gesellschaft zur Förderung des Mindener Museums e.V. ist der langjährige Vorsitzende, Dr. Wolfgang Suderow, zum ersten Ehrenvorsitzenden in der Geschichte der Gesellschaft gewählt worden. Nach über 12jähriger Tätigkeit wählten die Mitglieder zudem den Unternehmer und Verleger des Mindener Tageblatts, Sven Thomas, einstimmig zum neuen Vorsitzenden. Für den bisherigen 2. Vorsitzenden rückt Dr. Joachim Gerd Stange in den Vorstand, den Dr. Ulrike Faber-Hermann als wiedergewählte 2. Vorsitzende Finanzen vervollständigt.

       

      Zur Begründung des Ehrenvorsitzes würdigte der neue Vorsitzende Thomas die besonderen Verdienste Dr. Suderows um die Abwendung der drohenden Schließung und um die Sanierung des Mindener Museums in den Jahren 2006 bis 2012. Die Entscheidung, den Wellpott-Nachlass als 10% städtischen Eigenanteil für die Finanzierung der Sanierung einzusetzen, sei sein Verdienst. Sein Engagement habe schließlich Ende 2009 maßgeblich zu einem mehrheitlichen Ratsbeschluss geführt, das Museum zu sanieren, dafür Städtebaufördermittel zu beantragen und die Mittel aus dem Konjunkturpaket 2 in die Sanierung zu investieren. Darüber hinaus habe Dr. Suderow erhebliche Sponsoringmittel für „Start im Quadrat“ I + II aus der Wirtschaft des Kreises Minden-Lübbecke einwerben können. Dadurch kann die Fördergesellschaft bis 2021 inkl. des Wellpott-Nachlasses und Spenden rund 1,125 Mio. € in die Finanzierung der neuen Dauerausstellung des Museums investieren, während die Stadt Minden dazu von 2018 bis 2021 600.000 € beisteuere. Für dieses außergewöhnliche Engagement bedankte sich Sven Thomas bei Dr. Wolfgang Suderow im Namen aller Mitglieder und der Gesellschaft mit einem Präsent. Dr. Suderow ist in der über 25jährigen Geschichte der Fördergesellschaft der erste Ehrenvorsitzende und neben dem Verleger Rainer Thomas (2015) überhaupt erst das zweite Ehrenmitglied.

      Neben den turnusmäßigen Wahlen des Vorstandes und der Kassenprüfer stimmten die Mitglieder einstimmig drei Satzungsänderungen und nach 15 Jahren einer moderaten Anpassung der Mitgliedsbeiträge zu. Nach einem Ausblick auf das Jahr 2018 und die aktuelle Situation des Museums besichtigten die Mitglieder im Anschluss nach Wahl entweder die Kabinettausstellung „Naturgefühl und Nationalstolz – Die Porta Westfalica im Bild von 1800 bis heute“ oder die aktuelle Sonderausstellung „Leben im Bett. Lesen, Essen, Wanzen jagen“ des LWL-Museumsamtes für Westfalen.




      Der erste Ehrenvorsitzende, Dr. Wolfgang Suderow (1.v.l.), Museumsleiter und Geschäftsführer Philipp Koch, der neue 2. Vorsitzende Dr. Joachim Gerd Stange, die wiedergewählte 2. Vorsitzende Finanzen Dr. Ulrike Faber-Hermann und der neue Vorsitzende Sven Thomas.





    • Happy Hour im Mindener Museum    

      Den Freitagnachmittag im Mindener Museum ausklingen lassen? Wer darauf Lust hat, kann ab sofort immer freitags die „Happy Hour“ mit vergünstigtem Eintrittspreis nutzen. In der letzten Öffnungsstunde von 16.45 bis 18 Uhr zahlen Erwachsene statt der regulären 4,- nur 2,- Euro. Zu sehen sind aktuell die Kabinettausstellung „‘Naturgefühl und Nationalstolz‘ – Die Porta Westfalica im Bild von 1800 bis heute“ sowie noch bis zum 1. Mai die Sonderausstellung „Ich Mann – Du Frau. Feste Rollen seit Urzeiten?“. Ab Samstag, 5. Mai wird dann die Wanderausstellung des LWL-Museumsamtes „Leben im Bett - Lesen, Essen, Wanzen jagen“ präsentiert. Die „Happy Hour“ soll Besuchern als Schnupperangebot dienen, die sich einen ersten Eindruck von den Angeboten des Mindener Museums verschaffen möchten. Aber auch Museumsliebhaber kommen auf ihre Kosten und können auf diese Art Stück für Stück die Ausstellungsbereiche erleben.

      Mindener Museum, Di.-So. 12-18 Uhr; Sonderöffnungszeiten für Gruppen.

    • Neues Objekt im Fach "Aktuelles!"

      Im Schaufenster zur Stadtgeschichte präsentiert das Mindener Museum Dinge aus verschiedenen Epochen der Mindener Historie. Ein Fach mit wechselnden Objekt widmet sich besonderen Themen und aktuellen Fragestellungen.


      Schaufenster zur Stadtgeschichte mit dem Mindener Stadtmodell (Foto: © Mindener Museum)

      Aktuell wird hier das Mindener Jadeitbeil präsentiert. Es war von September 2016 bis Oktober 2017 Teil der archäologischen Landesausstellung „REVOLUTIONjungSTEINZEIT“ in Bonn, Herne und Detmold zu sehen.

      Insgesamt rund 1.000 Objekte aus Museen, Sammlungen und Forschungseinrichtungen aus ganz Nordrhein-Westfalen, Deutschland und Europa, kamen zu diesem außergewöhnlichen Ausstellungsprojekt zusammen. Thematisiert wurde der umwälzende Umbruch vom Jäger und Sammler zum sesshaften Menschen. Erstmals wurden die Auswirkungen des enormen gesellschaftlichen Wandels, der sich in der Zeit von Ötzi und Stonehenge vollzog, brennenden Fragen und gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit gegenüber gestellt – von Überbevölkerung und Überschussproduktion bis hin zu Ernährung und Klimawandel.

      Entdeckt für die Ausstellung wurde das Beil 2015 von dem früheren Leiter der Bielefelder Archäologie-Außenstelle des Landschafts-verbandes Westfalen-Lippe, Dr. Daniel Bérenger. Er ließ das auffällig grüne Gestein mithilfe einer Farbskala zerstörungsfrei von Mitarbeitern des internationalen JADE-Forschungsprogramms untersuchen. Die Wissenschaftler konnten bestätigen, dass es sich um das noch heute wertvolle Material Jadeit vom Monte Viso bei Turin handelt. Der Transport des Gesteins bis nach Minden verdeutlicht, wie mobil die Menschen der Jungsteinzeit tatsächlich waren und dass sie schon vor 12.000 Jahren über weite Strecken Handel betrieben.

      Das Beil aus Minden ist mit seinen 25,8 cm sehr groß und war damit weniger ein profanes Werkzeug als ein Gegenstand mit einer religiösen oder sozialen Funktion. Gefunden wurde das Beil im Jahr 1931 im Ackerland bei Uphausen an der Nordseite des Wiehengebirges.

      Mindener Museum, Di - So 12-18 Uhr; Sonderöffnungszeiten für Gruppen.

      Weitere Infos unter www.mindenermuseum.de oder 0571 / 9724020 oder .


      Das Jadeitbeil aus Minden (Foto: © Mindener Museum)

    • Pressemitteilung der Günter-Cassel-Stiftung Minden Neuerwerbung von zwei Gemälden von Wilhelm Busch  

      Minden, 21.2.2018. Die Günter-Cassel-Stiftung präsentierte heute zwei Neuerwerbungen von Wilhelm Busch (1832–1908.), die am 10. November auf einer Auktion der Münchener Galerie Carl & Faber ersteigert wurden. Zugleich verabschiedete Vorstand Jan-Nicolai Klement das langjährige Kuratoriumsmitglied Dr. Volker Schäferbarthold, der seit Gründung der Stiftung 1996 die Mindener Wirtschaft im Kuratorium vertrat und nun auf eigenen Wunsch ausschied.

      Bei den erworbenen Gemälden handelt es um zwei von insgesamt sechs Werken, die das Wilhelm-Busch-Museum in Hannover an die Erben des jüdischen Sammlers Rudolf Neugass zu restituieren hatte. Wie eine systematische Provenienzforschung des Museums 2011/2012 ergab, war das Museum um 1938/39 in den Besitz von acht Ölbildern des Bad Homburger Sammlers gelangt, die die Gestapo bei ihm beschlagnahmt hatte. Neugass starb 1942 im Konzentrationslager. Nach der Restituierung an die Erben 2017 ließen diese die Werke über die Galerie Carl & Faber in München versteigern. Bei den durch die Stiftung erworbenen Werken handelt es sich um die Gemälde „Herbstlicher Waldrand mit sitzender Rotjacke“ (Werkverzeichnis GM Nr. 726) und „Studie eines stehenden Bauern“ (Werkverzeichnis GM Nr. 314):

      „Studie eines stehenden Bauern“, 1885-1890

      Lost Art-ID 438496

      Öl auf Papier / Pappe, 13,2 × 7,0 cm

      Malerei

      Motiv: Halb von rückwärts gesehen steht ein Bauer in einer knapp angedeuteten Raumecke und zündet sich eine Pfeife an.

       

      “Herbstlicher Waldrand mit sitzender Rotjacke”, um 1890

      Lost Art-ID 438501

      Öl auf Papier / Pappe, 17,5 × 20,9 cm

      Malerei

      Motiv: Auf feuerrotem Gelände sitzt vor dünn strukturiertem  braunem Buschwerk und einer nach rechts hängenden Birke eine Rotjacke in Rückenfigur. Vorne rechts liegen zwei Findlinge am Boden.

      Günter-Cassel-Stiftung

      Die Stiftung ist benannt nach dem Privatier Günter Cassel (geboren am 15. September 1915 in Minden, gestorben am 13. November 1990 in Berlin). Zweck der Stiftung ist die Förderung der Kunst und Kultur durch die Förderung des Kunstbesitzes des Mindener Museums. Der Stiftungszweck wird insbesondere durch die Anschaffung von Kunstwerken namhafter deutscher Maler des 19. Jahrhunderts, von Darstellungen mit Bezug auf die Stadt Minden und deren Umgebung sowie – vom Jahre 2015 an – durch die Anschaffung auch anderer Kunstwerke für das Mindener Museum verwirklicht.

      Weitere Informationen unter: www.guenter-cassel-stiftung.org

      Vorstand:
      Jan-Nicolai Klement, (Städtischer Rechtsdirektor)

      Kuratorium:
      N.N., (Vertreter Mindener Wirtschaft)

      Hans Peter Korth, (Vorsitzender Mindener Kunstverein)

      Philipp Koch, (Leiter Mindener Museum)

       

    • Mindener Museum und Domschatz Minden kooperieren im Ticket-Bereich – Ermäßigungen für Besucher beider musealen Einrichtungen

      Minden. Das Mindener Museum und der Domschatz Minden kooperieren ab dem 1. Februar im Ticket-Bereich. Besucher, die in einer der beiden musealen Einrichtungen eine Eintrittskarte erwerben, erhalten innerhalb eines Zeitraums von drei Monaten einmalig 50 Cent Ermäßigung beim Kauf eines Tickets im anderen Museum.

       „Beide Museen verfolgen das gleiche Ziel“, erklärt der Leiter des Mindener Museums, Philipp Koch: „Wir wollen unseren Besucherinnen und Besuchern die Geschichte der Stadt Minden und ihre Bedeutung in all ihren Facetten nahebringen.“ Dazu gehöre die Entwicklung des Mindener Gemeingefüges ebenso, wie die Einflüsse, die das ehemalige Bistum Minden über mehr als acht Jahrhunderte genommen habe, betont der Vorsitzende des Dombau-Vereins Minden, Hans-Jürgen Amtage. Der Förderverein ist seit Neugestaltung und Wiedereröffnung im März 2017 Betreiber der Domschatzkammer am Kleinen Domhof.

       Das Mindener Museum an der Ritterstraße zählt mit seinen sechs Häusern aus dem 16. Jahrhundert im Stil der Weserrenaissance zu den traditionsreichsten westfälischen Museen. Der Domschatz Minden mit seinem modernen Äußeren gilt mit seinen Exponaten aus elf Jahrhunderten als eine der bedeutendsten Sammlungen christlicher Kunst in Deutschland. „Diese Stärken wollen wir mit der Kooperation im Ticket-Bereich gemeinsam nutzen“, so Philipp Koch.

       

    • Kindergeburtstage im Mindener Museum feiern

      Eltern, die den Geburtstag ihres Kindes auf besondere Art und Weise feiern möchten, können im Mindener Museum zwischen fünf spannenden Programmen wählen. Kinder ab fünf Jahren können bei „Feuer und Flamme“ ein eigenes Tonlämpchen modellieren. Ab sechs Jahren können die Geburtstagsgäste an der Rallye „Spione im Museum“ teilnehmen und mit etwas Glück den Museumsschatz heben. Bei dem Programm „Leben wie vor 100 Jahren“ nehmen Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren auf einer 100jährigen Schulbank Platz und kreieren eigene Seife. Für Kinder ab acht Jahren wird das Museum zur Druckwerkstatt. Ausgerüstet mit Nadel und Druckplatte entwerfen sie ihr eigenes, selbst gedrucktes Kunstwerk. Kinder ab 10 Jahren können schließlich an einem Fotoworkshop teilnehmen und historische Techniken wie die „Cyanotypie“ ausprobieren und Selfies mit Polaroid-Kameras schießen.

      Die Programme dauern jeweils zwei Stunden, inklusive Pause mit mitgebrachten Getränken und Kuchen, und kosten 75 €. Zusätzliche Materialkosten fallen je nach Programm pro Gast an. Max. 12 Kinder können an einem Programm teilnehmen. Um Anmeldung unter 0571-9724020 oder wird gebeten. Weitere Informationen unter www.mindenermuseum.de. Auskunft erteilt Kristin Saretzki, Telefonnr.: 0571-9724021, .

      Im Museum gibt es einiges für die Geburtstagsgäste zu entdecken (© Mindener Museum)

    • Neues Mit-Mach-Angebot für Kinderfeuerwehren im Mindener Museum  

      Das Mindener Museum bietet ab sofort unter dem Titel „Feuer und Flamme“ ein Programm an, dass sich speziell an Kinderfeuerwehren richtet. In einer kleinen Ausstellungssequenz erfahren Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren, welche Gefahren in früheren Jahrhunderten mit Feuer verbunden waren. Historische Ledereimer, Feuerhaken und eine Feuerordnung der Stadt Minden aus dem Jahr 1747 zeigen, welche Maßnahmen die Menschen einst ergriffen, um sich vor Feuer zu schützen und mit welchen Mitteln sie versuchten, Brände zu löschen. Spielerisch erfahren die Kinder, wann die erste freiwillige Feuerwehr gegründet wurde und wie sich Uniformen und Ausrüstungen veränderten. Eine über 100jährige Feuerwehruniform darf bestaunt werden.

      Auf der Suche nach Feuerlöschern, Brandmeldern und Notausgängen können die angehenden Feuerwehrmänner und –frauen ihr Wissen in Sachen Brandschutz unter Beweis stellen. Zum Schluss wird es noch einmal kreativ: Jedes Kind kann sich ein eigenes kleines Andenken, passend zum Thema, gestalten. Neben einem Tonlämpchen können lustige Kerzen aus Knetwachs modelliert oder Bienenwachskerzen gerollt werden.

      Pro Gruppe kostet das zweistündige Angebot 75 €. Zusätzlich fallen 1 € Materialkosten pro Kind an. Das Mindener Museum ist Di – So von 12 bis 18 Uhr geöffnet. Für Gruppen werden Sonderöffnungszeiten eingerichtet. Um Anmeldung wird unter 0571-9724020 oder gebeten. Weitere Informationen unter www.mindenermuseum.de. Auskunft erteilt Kristin Saretzki, Telefonnr.: 0571-9724021, .


      Ein Tonlämpchen im Museum modellieren (© Mindener Museum)

    • Stiftung der Fielmann AG setzt Förderung des Mindener Museums fort

      Minden. Die Gesellschaft zur Förderung des Mindener Museums und das Mindener Museum freuen sich über eine großzügige Schenkung der Stiftung der Fielmann AG. Die Leiterin der Fielmann Niederlassung in Minden Ina Rinsche übergab heute ein wertvolles Gemälde an die Fördergesellschaft und das Team des Mindener Museums. Das Portrait zeigt den aus altem preußischen Adel stammenden Oberst Maximilian August von Kracht (1803-1862). Der Offizier war von 1859 bis zu seinem Tod 1862 Kommandeur des in Minden stationierten 15. Infanterieregiments Prinz Friedrich der Niederlande. In dieser Funktion besaß er eine herausragende Stellung im gesellschaftlichen und politischen Leben der Stadt Minden. Zu dieser Zeit gab es in Preußen eine Verfassungskrise, die den Aufstieg des späteren Reichskanzlers Bismarck ermöglichte. Der junge König Wilhelm I. stritt in dieser auch als Heereskonflikt bezeichneten Krise mit dem liberal dominierten Abgeordnetenhaus über die zur Reorganisation der preußischen Armee und Landwehr notwendigen Finanzmittel. Auf dem Höhepunkt des Konflikts löste der König am 11. März 1862 das Parlament auf. Von Kracht, der bei der Krönung Wilhelms I. als persönlicher Adjutant des Prinzen Friedrich der Niederlande anwesend war, starb nur wenige Tage später, am 29. März 1862, an einem Halsleiden in Minden. Als hoher Repräsentant des preußischen Militärs stellt von Kracht die eine Seite dieses für die preußische Geschichte zentralen Konfliktes dar und veranschaulicht die Bedeutung des Militärs für die Mindener Stadtgeschichte.

      Die Stiftung der Fielmann AG setzt mit der Schenkung des Portraits von Krachts ihre seit Jahren großzügige Förderung des Mindener Museums und seiner Fördergesellschaft fort. So stiftete die Fielmann AG in den Jahren 2014 und 2015 drei wertvolle Portraits der Familien Pogrell und Harten, des 1828 in Minden geborenen Malers Friedrich Wilhelm Graupenstein.

      Die Leiterin der Fielmann Niederlassung in Minden, Ina Rinsche, überreicht das Gemälde an den Leiter des Mindener Museums Philipp Koch.

    • Sprachförderprogramm für Flüchtlinge im Mindener Museum

      Spracherwerb und Sprachkompetenz sind wesentliche Voraussetzungen für eine erfolgreiche Integration. Sprachförderung mit Kulturvermittlung zu verbinden, ist ein vielversprechender Ansatz die Integration von Menschen mit Fluchterfahrung zu unterstützen. Darum entwickelten das Mindener Museum und das Mindener Profilingbüro Glaser das museumspädagogische Programm „Stadt, Land, Fluss“. Das Büro Glaser ist eine der Institutionen vor Ort, die vom Bundesamt für  Migration und Flüchtlinge (BAMF) zertifizierte Deutsch- und Integrationskurse anbietet. Die Ausgangsidee war, das in den Deutschkursen erlernte Sprachwissen durch kulturelle Bildung im Mindener Museum zu unterstützen. Dafür sollten Aspekte aus der Geschichte der Stadt Minden und seiner Region genutzt werden. Das Konzept wurde niedrigschwellig und bedarfsorientiert ausgerichtet. Und hier lag die große Herausforderung: Wie vermittelt man Sprachanfängern mit geringen Deutschkenntnissen in nur drei Zeitstunden Wissen zu wichtigen Bauten wie dem Dom oder zur Gründungslegende Mindens? Entstanden ist ein Programm, dass sich aus drei aufeinander aufbauenden Einheiten zusammensetzt, die an verschiedenen Orten stattfinden: Schulungsraum, Museum und Stadtrundgang. Vorbereitend erhalten die Teilnehmer eine Woche vor Programmbeginn eine nach Themen und nach Wortgruppen geordnete Vokabelliste.

      Nach einer rund sechsmonatigen Erprobungsphase, an dem neun Deutschkurse  des Profilingbüros Glaser teilnahmen, wurde das Programm abschließend von den Museumspädagogen des Mindener Museums und den sprachpädagogischen Lehrkräften des Profilingbüros Glaser evaluiert. Ein Ergebnis dieser Evaluation ist die Beobachtung, das Sprachförderprogramm an die individuellen Bedarfe der Kursteilnehmer weiter zu entwickeln und zu diversifizieren. Dabei sollen die vom BAMF für Integrationskurse vorgegebenen Lehrinhalte noch gezielter als bisher Berücksichtigung finden. Die vorgegebenen allgemeinen Lehrinhalte zu Geschichte, Kultur und Rechtsordnung in Deutschland aus dem letzten Kursabschnitt von Integrationskursen - dem Orientierungskurs – sollen aufgegriffen und im lokalen politisch-historischen Kontext behandelt werden. Diese Themen werden vom BAMF als wesentlich für die gesellschaftliche Integration von Zugewanderten gesehen.

      Das Sprachförderprogramm „Stadt, Land, Fluss“ kann ab sofort im Mindener Museum gebucht werden. Es kostet mit drei Terminen pro Gruppe insgesamt 100 € plus 1 € Materialkosten pro Teilnehmer. Die Teilnehmerzahl richtet sich nach den jeweiligen Sprachkenntnissen. Um Anmeldung wird unter 0571-9724020 oder gebeten. Inhaltliche Auskunft gibt Necaattin Arslan, Telefonnr.: 0571-9724012, .

       


      Teilnehmer Deutschkurs vor dem Mindener Museum

      Stadtrundgang vor dem Dom

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