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Ehrenamtspreis

Die Stadt Minden vergibt jedes Jahr einen Preis für ehrenamtliches und freiwilliges Engagement in Höhe von 500 Euro.
Geehrt werden eine Einzelperson und/oder eine Institution, die sich in besonderem Maße auf ehrenamtlichem Gebiet engagiert hat.

  • Wer soll den Preis bekommen?

  • Jährlich vom 24. September bis 31. Oktober hat jede Mindenerin und jeder Mindener, aber auch jeder Verein, jede Organisation oder Institution die Möglichkeit, Personen oder Institutionen, deren ehrenamtliches oder freiwilliges Engagement sie für besonders anerkennenswert hält, für den Preis vorzuschlagen. Dabei gibt es ausdrücklich keine genauere Definition, welche der vielfältigen Formen persönlichen Einsatzes unter den Begriff „ehrenamtliches und freiwilliges Engagement“ zu fassen sind. Somit kann jede und jeder nach eigenen Vorstellungen und dem jeweiligen persönlichen Ermessen entsprechende Personen oder Institutionen, deren Engagement sie für ehrenwert hält, vorschlagen.

  • Die Preisträger 2017

    Ein vielfältiges Engagement zeichnet Heidemarie Bierbaum aus, die am 12. Januar 2018 als Einzelperson den Preis 2017 bekam. Sie ist unter anderem in der Arbeitsgemeinschaft der Schwerbehinderten, im Beirat für Menschen mit Behinderungen, im Verein „Kapelle Johannes Wesling Klinikum“ und als Helferin in der Bücherei des Klinikums aktiv. Heidemarie Bierbaum ist seit mehr als zehn Jahren auch als ehrenamtliche Richterin am Sozialgericht Detmold tätig. Sie regte die Gründung einer Tinnitus-Gruppe an und ist seit vielen Jahren im Nutzerbeirat der Minden Herforder Verkehrsgesellschaft (MHV.) „Ihr ist es zu verdanken, dass wir heute in einer roten, englischen Telefonzelle – ein Geschenk der Partnerstadt Sutton - eine Büchertauschbörse haben“, lobte Bürgermeister Jäcke.

    Darüber hinaus war die Ausgezeichnete zehn Jahre lang Vorsitzende der AG Frauen und ist seit 2014 stellvertretende Vorsitzende. Sie hat die jährliche (weltweit stattfindende) Aktion „One Billion Rising“ - steht für ein Ende von Gewalt gegen Frauen und Mädchen - in Minden mit ins Leben gerufen. Heidemarie Bierbaum ist auch im Vorstand des ADFC Minden-Lübbecke und als Rad-Tourenführerin sehr aktiv. Darüber hinaus ist sie dem Sommerbad Minden sehr verbunden. „Offen, ehrlich mit viel Aktivität und durchaus auch mal streitbar: Heidemarie Bierbaum bekommt – wie ich finde absolut verdient - den Preis für ehrenamtliches und freiwilliges Engagement 2017 der Stadt Minden“, so Michael Jäcke abschließend in seiner Laudatio.

    Den Gruppenpreis 2017 erhielt die „Tucholsky Bühne e.V.“, die seit 22 Jahren das sehr vielfältige Mindener Kulturleben bereichert – mit ganz besonderen Inszenierungen und hoher Qualität. Entstanden sind Bühne und Verein aus einer Revue, die zum 10-jährigen Bestehen der Kurt-Tucholsky-Gesamtschule aufgeführt wurde und die ein großer Erfolg war. Das hat die Akteure unter der Leitung von Eduard Schynol beflügelt, ein Laienspiel-Ensemble zu gründen, dem sich bald auch Schüler*innen und weitere Lehrer *innen sowie Eltern anschlossen. Seitdem werden jährlich zwei bis drei Inszenierungen auf die Bühne gebracht.

    Einen Namen hat sich die Bühne nicht nur durch hervorragend umgesetzte Stücke und starke Schauspieler/innen gemacht, sondern auch mit besonderen und ungewöhnlichen Spielorten. Da seien, so Jäcke, zum Beispiel das Rampenloch – eine Bordellstraße in der Altstadt - und der Botanische Garten, das Besucherbergwerk in Kleinenbremen sowie die ehemalige Saftfabrik Löffler, die Petrikirche und auch das Rathaus zu nennen. Die Bühne habe das TiC (Theater im Café, Stadttheater) begründet. Und nun werde auch im TaC (Theater auf dem Campus) gespielt. Das aktuelle Stück „Die Chorprobe“, hat am 19. Januar im „TaC“ Premiere.

    Seit 2008 spielt die Tucholsky-Bühne im Fort A. Dieser ehemals verwunschene Ort, eine ehemalige Festung in Bahnhofsnähe – das Grundstück war völlig überwuchert, die Gebäude wenig unterhalten - sei mit großer Eigenleistung der rund 60 Mitglieder und weiteren Helfern zu einem Open-Air-Spielort umgewandelt worden. Und nicht nur das: „Denn das Fort A wird auch für Konzerte, Sommernachtsmärkte, Ausstellungen und andere Veranstaltungen genutzt. Das ist nicht hoch genug zu schätzen!“, lobte der Bürgermeister. Die Bühne finanziere sich komplett selbst durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und „Aktionäre“. Sämtliche Einnahmen fließen wieder in den Bühnenbetrieb und den Erhalt des Forts A – Eigentümerin ist die Stadt Minden. Aber auch das 100-prozentige ehrenamtliche Engagement insgesamt und die Nachwuchsförderung – denn es spielen fast immer auch Jugendliche mit - müsse hervorgehoben werden, so der Bürgermeister abschließend.

    Erstmals erhielten zwei Schülerinnen einen Preis für ihr Engagement: Johanna Marie Drees (16 Jahre) und Michelle Domscheit (17 Jahre). Johanna Marie Drees ist seit ihrer Konfirmandenzeit in der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Lerbeck aktiv. Seit mehreren Jahren bildet die Gymnasiastin für die DLRG-Schwimmanfänger*innen aus und ist im Wasserrettungsdienst aktiv. Sie wirkte als ehrenamtliche Helferin auch bei den großen Wassersportveranstaltungen „Das Blaue Band der Weser“ und „Weserdrachencup“ mit. Seit dem Frühjahr 2016 setzt sie sich für den trassennahen Ausbau der Bahnstrecke Hannover-Minden ein. Die für den trassennahen Ausbau zusammengestellten Unterlagen (unter anderem auch eine Fotomontagen) sind inzwischen im Bundesverkehrsministerium angekommen, das darüber zu entscheiden hat.

    Michelle Domscheit ist seit 2012 in der Jugendfeuerwehr Minden aktiv und unterstützt seit der Gründung der Kinderfeuerwehr im Jahr 2017 diese Gruppe als Betreuerin. Darüber hinaus engagiert sich Michelle Domscheit in der evangelischen Kirchengemeinde St. Martini. Sie wirkt seit 2013 aktiv in der „Kinderkirche“ mit und unterstützt hier auch die Konfirmandenarbeit. Seit Sommer 2017 leitet sie mit zwei weiteren Jugendlichen den neu gegründeten Jugendkreis der Gemeinde St. Martini. Auch hat sie beim Umbau der Simeonsherberge tatkräftig mit angepackt und diesen mit Aktionen unterstützt. In der Schule hilft sie einmal in der Woche bei Hausaufgabenbetreuung und gibt Nachhilfeunterricht. Außerdem ist Michelle Domscheit aktiv im Schulsanitätsdienst.




    Die Preisträger 2016


    Auch für das Jahr 2016 hat die Stadt Minden den Preis für ehrenamtliches und freiwilliges Engagement vergeben. Vorschläge für die Vergabe wurden vom 24. September bis zum 31. Oktober 2016 entgegen genommen. Die Entscheidung fiel im November.

    Im Rahmen des Neujahrsempfanges wurde Herbert Hackel als Einzelperson ausgezeichnet. In der Kategorie "Gruppe/Institution" wurden die Mindener Ehrenamtlichen beim Kinder- und Jugendhospizdiesnt Minden-Lübbecke geehrt.


    Die Preisträger 2017


    Und wer sollte also aus Ihrer Sicht den Preis verliehen bekommen?

    Haben Sie einen Vorschlag, wer im nächsten Jahr ausgezeichnet werden sollte? Dann füllen Sie einfach den entsprechenden Vorschlagsbogen aus und senden ihn bitte
    an die angegebene Adresse. Alternativ können Sie Ihren Vorschlag aber auch per E-Mail an richten. Den Vorschlagsbogen können Sie zu gegebener Zeit hier herunterladen und ausfüllen - dafür gibt es jedes Jahr eine bestimmt Frist, die rechtzeitig bekannt gegeben wird.
    Wir bitten um vollständige Angaben, wobei die Beschreibung und Begründung der Preiswürdigkeit durchaus in Stichworten möglich ist.

    Eigenvorschläge können nicht berücksichtigt werden.

    Nach Ablauf der Ausschreibungsfrist entscheidet eine unabhängige Jury über die Preisvergabe. Die Entscheidung der Jury ist nicht anfechtbar.

    Die Preisverleihung erfolgt im Rahmen des Neujahrsempfanges der Stadt Minden.

    Wir freuen uns auf Ihre Vorschläge!

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