Minden gestalten

Entwürfe für die mögliche Multifunktionshalle.

So sieht das Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs im Moment aus.

Erste Ideen für die Gestaltung des Innenraums.

Nicht mehr zeitgemäß: Die Kampa-Halle.

So könnte das Veranstaltungsgelände aussehen.

Multifunktionshalle

Hier finden Sie Informationen rund um die Multifunktionsarena.

  • Ausgangslage

    Die Stadt Minden, der Kreis Minden-Lübbecke und die Region verfügen über keine größere Veranstaltungshalle, die den heutigen Anforderungen genügt. In der Stadt Minden ist seit Schließung der Stadthalle keine Veranstaltungsstätte neben dem Stadttheater vorhanden, die mehr als 500 Personen Platz bietet. Auch ein Kongresszentrum wird von der heimischen Wirtschaft seit Langem gefordert.

    Seit Jahrzehnten ist die Kampa-Halle die einzige große Event-Location in Minden. Diese wird den Anforderungen an eine moderne Veranstaltungsstätte nicht mehr gerecht: Besucher*innen wünschen sich mehr Komfort, Veranstalter fordern moderne Technik und Flexibilität. 

    Eine neue Eventarena könnte einerseits sportliche Großveranstaltungen, Kultur-, Comedy- und Konzertevents sowie Kongresse und Messen in den Kreis und in die Stadt holen. Damit wird die Attraktivität von Stadt und Kreis gefördert – ein wichtiger Standortfaktor im Wettbewerb um Fachkräfte und Investitionen. Die Projektpartner Stadt, Kreis und Wirtschaft haben die Chance gesehen, dass in einer neuen Halle Veranstaltungen auf hohem, überregional wirkendem Niveau angeboten werden können. Auch für die Entwicklung des Mindener Handballteams „GWD Minden“ ist eine moderne Arena unverzichtbar.


    Erste Planungen

    Nicht nur die Stadt, sondern auch viele weitere Institutionen und Unternehmen haben ein Interesse an einer modernen Arena gezeigt. Deswegen haben sich gleich mehrere Partner zusammengefunden, um nach einer Lösung zu suchen. Als geeigneter Ort für eine neue Halle wurde schnell das Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs ausgemacht. Das Areal hat insgesamt eine Größe von rund 43.000 Quadratmetern.

    Stadt, Kreis und Wirtschaft haben die Kosten für eine Machbarkeitsstudie im Jahr 2015 in Höhe von 300.000 Euro gemeinsam getragen. Diese Analyse umfasste die Umsatzplanung, Absichtserklärungen der Wirtschaft und ein Funktionsmodell der Halle, eine Arena-Vorplanung und eine vertiefende betriebswirtschaftliche und steuerrechtliche Prüfung.  

    Parallel ist am 31.08.2016 der Projektverein gegründet worden. Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, den weiteren Prozess der Projektentwicklung positiv zu begleiten und insbesondere weitere finanzielle Mittel aus dem Kreis der Minden-Lübbecker Wirtschaft einzuwerben.

    Etwa zu diesem Zeitpunkt (Herbst 2016) erfolgte die vollständige Übernahme der Projektverantwortung durch die Stadt Minden.


    Eckdaten der Multifunktionsarena

    Die ersten Planungen gingen von einer Halle mit 11.500 Quadratmetern Bruttogeschossfläche aus. Die Veranstaltungs- und Kongressarena sollte Platz für maximal 5.500 Zuschauer*innen bieten. Wenn eine große Bühne aufgebaut würde, fänden 5.000 Menschen Platz. GWD-Heimspiele könnten 4.000 Sportbegeisterte besuchen. Bei Kongressen wären um die 2.500 Teilnehmer*innen denkbar.

    Die Halle sollte teilbar und flexibel nutzbar sein. Als Veranstaltungsraum könnten auch das Foyer mit 1.000 Quadratmetern Fläche und weitere Tagungs- und Seminarräume (mit)genutzt werden.

    Der reine Bau der Halle würde voraussichtlich 35,4 Millionen Euro netto kosten. Würde man zusätzlich ein Systemparkhaus errichten, kämen rund 3,4 Millionen Euro dazu.


    Ergebnisse der Grundlagenstudie

    Um eine fundierte Entscheidung treffen zu können, wurde 2017 auf Kosten der Stadt Minden eine Analyse der Marktfähigkeit und ein Nutzungs- und Vermarktungskonzept in Auftrag gegeben. Gefragt wurde, welche Vorteile die Arena für den Standort bringen kann und welche dauerhaften Kosten durch Bau und Betrieb entstehen.

    Die Grundlagenstudie hat folgende Ergebnisse gezeigt:

    1.   Für große Musikkonzerte steht die Halle gegenüber Hannover und Bielefeld in einer schwierigen Wettbewerbssituation.

    2.   Die Stadt Minden möchte einen professionellen Betreiber für die Halle gewinnen. Es könnte sich als sehr schwierig erweisen, einen geeigneten Partner zu finden. Eine andere Möglichkeit bestünde darin, die Arena selbst zu betreiben. Aufgrund der eingeschränkten Marktfähigkeit ist ein eigener Betrieb aber mit einem hohen Risiko verbunden.

    3.   Auf die Stadt Minden kommt mit der Arena eine jährliche Belastung von durchschnittlich 0,9 Millionen Euro zu.

    Die Abwägung der Chancen und Risiken ist jetzt Sache von Verwaltung und Politik. Die Akteure werden gemeinsam diskutieren und dann entscheiden, ob die Chancen in einem angemessenen Verhältnis zum erforderlichen finanziellen Aufwand stehen.

    Fest steht schon jetzt, dass die weitere Entwicklung des Quartiers Rechte Weserseite einer der Schwerpunkte der Stadtentwicklung bleiben wird. Direkt an der Weser entsteht ein lebendiges Hafenquartier mit historischem Erbe, das sich in die digitale Zukunft aufmacht. Neues Wohnen in ausgezeichneter Lage, Entwicklungsimpulse auf dem Güterbahnhof und eine gute Bildungsinfrastruktur sind nur einige der gesetzten Ziele für dieses außergewöhnliche Quartier.

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