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Netzwerk Innenstadt NRW besucht Minden

17. August 2016 | Minden. Eine Exkursion des Netzwerkes Innenstadt NRW führt am Dienstag, 23. August, auch nach Minden. Unter dem Titel „Bildung öffnet Welten – Stadt bietet Räume“ informiert sich die Delegation unter anderem über die Entwicklung des Simeonsquartiers und besucht den außerschulischen Lernort Eine-Welt-Dorf.

  • Kinder und Jugendliche der Projektgruppe „Hier bin ich zu Hause“ aus unterschiedlichen Nationen werden das Dorf in der oberen Altstadt am Nachmittag mit Leben füllen. So können die Mitglieder der Exkursion miterleben, wie Lehmsteine und Nisthilfen hergestellt werden. Minden ist die dritte Station der Fahrt, die zunächst nach Bielefeld und Herford führt.

    Die Gruppe mit Vertreterinnen und Vertretern aus zahlreichen Städten in Nordrhein-Westfalen wird in Minden auf Kanzlers Weide vom Beigeordneten für Städtebau und Feuerschutz, Lars Bursian, begrüßt. Der anschließende Rundgang zu Fuß führt über die Glacisbrücke in die Innenstadt, dann über die Martinitreppe in die Obere Altstadt mit der Offenen Kirche St. Simeonis. Weiter geht es über den Weingarten und den „Bildungscampus“ Königswall vorbei zum Eine-Welt-Dorf. Die Initiative für den Besuch Mindens im Rahmen der Exkursion ergriff Projektentwicklerin Sabine Hauptmeier (Stadt Minden) während der jüngsten Jahrestagung des Netzwerkes. „Das Simeonsquartier entwickelt sich weiter als Ort einer zukunftsfähigen Bildungslandschaft“, begründet die Diplom-Ingenieurin die Auswahl für diesen „spannenden Stadtraum“.

    Das Eine-Welt-Dorf (kurz EWD) ist ein außerschulischer Lernort und ein Projektgelände zur Bildung für nachhaltige Entwicklung und ein interkulturelles Bau- und Kunstprojekt der Aktionsgemeinschaft Friedenswoche Minden e.V. Die Leitidee lautet: „Mit allen für Eine Welt für alle“. Das Eine-Welt-Dorf wurde Namensgeber der ehemaligen Königsschule. Auf dem Gelände der Eine-Welt-Schule befindet sich das Projekt. Das Eine-Welt-Dorf wurde ab 2002 von mehr als 800 Schülerinnen und Schülern aus 13 Mindener Schulen aufgebaut. Es ist bundesweit einmalig und hat schon viele Auszeichnungen und Preise erhalten. Das Dorf wurde als „Offizielles Projekt der Dekade der Vereinten Nationen zur Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet.

    Mit Projekthäusern aus aller Welt, Lehmbackofen, Wasserspielplatz und einem Feuchtbiotop soll das Eine-Welt-Dorf dazu beitragen, ganzheitliches und partnerschaftliches Lernen zu fördern, mehr Verständnis für andere Kulturen und globale Zusammenhänge zu entwickeln sowie Verantwortung für Natur und Umwelt zu übernehmen. Es gibt eine gute Zusammenarbeit mit Kirchengemeinden, Vereinen und Initiativen, Schulen und Kindergärten, Jugendhäusern sowie verschiedenen Bildungsträgern. Das Dorf wird auch für Projekttage sowie für Veranstaltungen im kulturellen Bereich gerne genutzt. Das aktuelle Projekt in Zusammenarbeit mit den Internationalen Klassen (Flüchtlingskinder) und verschiedenen Schulen der Stadt Minden trägt den Titel „Hier bin ich zu Hause“.

    Das Netzwerk Innenstadt NRW legt dieses Jahr ein besonderes Augenmerk auf das Spannungsverhältnis zwischen Stadtentwicklung und Bildung. Sowohl bedarfsorientierte Bildungsangebote als auch die verschiedenen Lernorte seien „Fundamente für die Begegnung von Menschen“. Öffentliche Stadt- und Freiräume rücken dabei in den Fokus und spielen in der Wissensvermittlung eine zunehmende Rolle. „Es gilt die stadträumlichen Potentiale stärker zu nutzen“, so das Netzwerk, das 2008 als freiwillige Arbeitsgemeinschaft von nordrhein-westfälischen Städten und Gemeinden ins Leben gerufen worden ist. Es ist für alle Kommunen des Landes Nordrhein-Westfalen offen. Die Geschäftsstelle mit Sitz in Münster steht als Dienstleister für die Steuerung des Netzwerks an der Schnittstelle zwischen den Mitgliedern, dem Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr sowie allen Kommunen und institutionellen Innenstadtakteuren in Nordrhein-Westfalen. Ziel ist die Sicherung und Entwicklung zukunftsfähiger und attraktiver Innenstädte sowie Ortskerne in Nordrhein-Westfalen.

    Pressestelle der Stadt Minden, Susann Lewerenz, Telefon 0571 89204,

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