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Vortrag: Vom „Sozialismus der Tat“ zur Freien Wohlfahrtspflege

6. Dezember 2016 | Minden. Das Mindener Museum lädt am Dienstag,  13. Dezember, um 19 Uhr, zu einem Vortrag zur Geschichte der Arbeiterwohlfahrt in Ostwestfalen-Lippe zwischen 1946 und 1966 ein.

  • Der Historiker Dr. Jürgen Büschenfeld von der Universität Bielefeld wird dabei auf die Entwicklung vom „Sozialismus der Tat“ zur Freien Wohlfahrtspflege besonders im Raum Minden eingehen. Nach Jahren des Verbots in der Zeit des Nationalsozialismus wurde die AWO Ostwestfalen-Lippe im Mai 1946 neu gegründet.

    Bereits unmittelbar nach Kriegsende waren auf den örtlichen Ebenen lockere Zusammenschlüsse von Helferinnen und Helfern aktiv, die angesichts der Hungerkrisen und Flucht und Vertreibung aus Osteuropa auf die elementaren Lebensbedürfnisse der Menschen zielten. Schon bald bildeten sich im Rahmen der Flüchtlingshilfe, der Altenhilfe, der Hilfen für Kinder Jugendliche und Mütter feste Strukturen der Wohlfahrtspflege in eigenen Einrichtungen heraus.

    Angebote der Erwachsenenbildung seit Ende der 1950er Jahre und die Hilfen für die ersten sogenannten „Gastarbeiter“ aus der Türkei seit den 1960er Jahren, erweiterten das Spektrum der sozialen Hilfen. Eingebettet in die politischen Rahmenbedingungen der Zeit beleuchtet der Vortrag zur Entwicklung der AWO auch die Entfaltung des sozialstaatlichen Gefüges in der der Bundesrepublik Deutschland. Der Referent ist Verfasser eines gleichnamigen Buches, das im Verlag für Regionalgeschichte erschienen und im Buchhandel erhältlich ist.

    Das Mindener Museum ist anlässlich des Vortrages bis 19 Uhr geöffnet. Der Eintritt zum Vortrag ist frei, eine Anmeldung ist wegen der begrenzten Zahl an Sitzplätzen erforderlich.

    Mindener Museum, Di.-So. 12-18 Uhr; Sonderöffnungszeiten für Gruppen.

    Weitere Infos unter www.mindenermuseum.de oder 0571 / 9724020 oder

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