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Flüchtling findet 50.000 Euro in gebrauchtem Schrank

30. Juni 2016 | Minden. Auf großes Medieninteresse stieß eine Geschichte, die in diesen Tagen viele Menschen, das Internet und die sozialen Netzwerke bewegt: Ein syrischer Flüchtling aus Minden fand Geld und Sparbücher in einem gebrauchten Schrank und brachte den großen Fund zur Polizei.

  • Muhannad M. fand in dem alten Schrank Bargeld in Höhe von 50.000 Euro sowie mehrere Sparbücher mit einem Guthaben von über 100.000 Euro. Er überlegte, wie er selbst berichtet, nur kurz, ob er den Fund behalten sollte, ging dann aber zu seiner Ansprechpartnerin in der städtischen Ausländerbehörde, die ihn schließlich zur benachbarten Polizeiwache begleitete. Die Beamten stellten Geld und Sparbücher sicher und wurden bei der Suche nach dem rechtmäßigen Eigentümer recht schnell fündig.

    Für viele Mindener, Polizei und Stadt ist Muhannad M. nun ein Held. Gestern (29. Juni) gab er mehreren TV-Sendern Interviews zu seinem Fund. Der 25-jährige sieht sich als Botschafter und möchte eine positive Geschichte erzählen.

    Der Flüchtling hatte von einer karitativen Einrichtung einen Kleiderschrank für seine spärlich möblierte Wohnung in Minden bekommen. Als er den Schrank aufbaute, entdeckte er unter einem Einlageboden versteckt 100 neuwertige 500-Euroscheine sowie mehrere Sparbücher. Für den Flüchtling war nach einer Recherche im Internet schnell klar, dass es sich um "echtes" Geld handelte. Dann machte er sich auf den Weg in das Rathaus.

    Dem ehrlichen Finder zollten die Ordnungshüter Respekt. "Dieser junge Mann hat sich vorbildlich verhalten und verdient große Anerkennung", so die Polizei. "Dass jemand kleinere Bargeldbeträge findet und bei der Polizei abgibt, kommt immer wieder vor. Aber eine solche große Summe ist die absolute Ausnahme".

    Im Laufe seiner Flucht kam der 25-Jährige Anfang Oktober vergangenen Jahres nach Deutschland und vier Wochen später nach Minden. Seine Familie blieb in Syrien zurück. Derzeit besucht der bescheiden und freundlich auftretende Mann einen Sprachkurs. Da er bereits in seinem Heimatland einen Bachelorabschluss in Kommunikationstechnik besitzt, möchte er nun in Deutschland noch seinen Masterabschluss machen.

    Polizei Minden-Lübbecke, Pressestelle, Telefon: 0571/8866 1300/-1301, E-Mail:

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