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Stichlinge für Nils Heinrich und „Suchtpotenzial“

6. Oktober 2016 | Minden. Nils Heinrich und das Duo „Suchtpotenzial“ erhalten am Samstag, 5. November, den Mindener Stichling.

  • In knapp einem Monat wird erneut der Kabarettförderpreis der Stadt Minden an einen Solisten und eine Gruppe verliehen. Die Preisträger erhalten eine Bronze-Skulptur und das Preisgeld von je 4000 Euro. Beide werden Auszüge aus ihrem aktuellen Programm präsentieren. Für die Gala ab 20 Uhr im Stadttheater Minden gibt es noch Karten. Theaterleiterin Andrea Krauledat, Dr. Ulrike Faber-Hermann vom Kulturbüro der Stadt und der Gründer der Mindener Stichlinge, Birger Hausmann, rechnen erneut mit einem „vollen Haus“.

    Mit einer Karte werden an dem Abend gleich vier Kabarettisten plus „Mindener Stichlinge“, das älteste Amateurkabarett Deutschlands, geboten. Denn es werden nicht nur die beiden Förderpreise vergeben, sondern auch ein Sonderpreis an den Mindener Kabarettisten, Buch- und Hörspielautor Bernd Gieseking. Diesen haben die Stichlinge zu ihrem 50. Geburtstag gestiftet. Er ist mit 2000 Euro dotiert. Zudem wird auch Moderator Moritz Netenjakob, Preisträger von 2008, beißende Satire und komische Alltagssituationen zum Besten geben. „Das wird ein ganz toller Abend“, freut sich schon jetzt Bürgermeister Michael Jäcke, der die beiden Stichlinge an Nils Heinrich und „Suchtpotenzial“ überreichen wird.

    Der Preis wird seit 1994 alle zwei Jahre verliehen. Das Preisgeld für den Solisten und die Gruppe – je 4000 Euro - wird seit dem Jahr 2000 von den Sponsoren, der Unternehmensgruppe Melitta und Sparkasse Minden-Lübbecke, gestellt. Die im April 2016 bekannt gegebenen Preisträger hat eine mit Kulturexperten und Journalisten besetzte Jury ausgewählt.

    Karten gibt es bei Express, Ticketservice, Obermarktstraße 28-30, Minden.

    Informationen zu den Preisträger/innen
    Der 45-jährige Nils Heinrich gilt als „tiefenentspannter Satiriker“ unter den Kabarettisten. Er ist ein „grandioser Wortjongleur“, der singend, brillant rappend und beim Erzählen von Geschichten, die das Leben schrieb, erfrischend pointiert Politik und Gesellschaft aufs Korn nimmt. „Mach doch´n Foto davon!“ ist der Titel seines aktuellen Programms: Hier glänzt er mit einem „erfreulich erfrischenden Rundumschlag“ gegen die Merkwürdigkeiten des Lebens. Es geht auch um neue Medien, hohe Politik und niedere Instinkte. Vor allem aber geht es um Nils Heinrich und seine Abenteuer im Alltag.

    Das Duo „Suchtpotenzial“ setzt sich aus den Künstlerinnen Julia Gámez Martin (Berlin) und die Ariane Müller (Schwaben) zusammen. Sie schlagen gekonnt eine Brücke zwischen Rock'n'Roll und Kabarett, nehmen dabei auch „kein Blatt vor den Mund“. Suchtpotenzial ist „unglaublich frech und neu“, lobt Andrea Krauledat. Was die Künstlerinnen auch auszeichne sei, dass sie sich in „keine Schublade“ stecken lassen. Suchtpotenzial singen und sinnieren mit viel Ironie über Gutmenschen, BH-Größen und den eigentlichen Sinn des Lebens. Wiedererkennbare Markenzeichen des Duos sind eingängige Melodien und das bewusste Spiel mit dem Mädchenschema. Das aktuelle Programm trägt den Titel „Programm „Alko Pop 100 Vol%“.

    Als „Herzensangelegenheit“ bezeichnete es Birger Hausmann, Mitbegründer der Mindener Stichlinge, den Sonderpreis zum 50-jährigen Bestrehen der Gruppe, an Bernd Gieseking zu vergeben. Der aus Minden-Kutenhausen stammende Gieseking startete seine Kabarett-Karriere bei den Stichlingen. „Einmal im Jahr gibt es den satirischen Jahresrückblick ‚Ab dafür‘. Hier und nicht nur da wird er zum politischen Satiriker. Er schreibt wunderbare Kinderhörspiele, phantasievolle Kinderbücher. Der Sonderpreis zum 50-jährigen Bestehen der Stichlinge gehört einem vielseitigen Multitalent, dem prominenten Sohn seiner Heimatstadt Minden“, heißt es in der Begründung der Jury.

    Pressestelle Stadt Minden, Susann Lewerenz,

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