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Menschen mit Behinderungen gestalten das Tor für den Stationenweg

12. September 2016 | Minden. Sechs Beschäftigte der Diakonischen Werkstätten gestalten das Tor für den Stationenweg zum Reformationsjubiläum, der Ende November auch nach Minden führt.

  • Voller Freude und Elan leisten in dieser Woche sechs Beschäftigte der Diakonischen Werkstätten ihren persönlichen Beitrag zum bevor stehenden Jubiläum „500 Jahre Reformation 2017“. In einem Kunst-Workshop im Bildungszentrum der Werkstätten am Tietzelweg gestalten sie ihre Thesen dazu, was heutzutage reformiert werden muss, damit Menschen mit Behinderungen in unserer Gesellschaft richtig dazu gehören können. Hintergrund für den spannenden Workshop ist, dass Minden als eine von insgesamt 68 Städten in 19 europäischen Ländern Teil des „Europäischen Stationenwegs“ ist.

    Beim Stationenweg handelt es sich um ein Projekt der EKD (Evangelische Kirche Deutschlands). Ziel ist es, europaweit ein Band zwischen Städten zu knüpfen, die von besonderer Bedeutung für die Reformation waren und sind. Anfang November startet ein großer Truck in Genf und fährt über Stationen wie London, Dublin, Riga – und Minden – bis nach Wittenberg. Als „Geschichten-Mobil“ sammelt der Truck in allen 68 Städten Geschichten rund um das Thema Reformation und bringt diese schließlich zur „Weltausstellung Reformation“, die am 20. Mai 2017 in der Lutherstadt Wittenberg beginnt.

    In Minden macht das Geschichten-Mobil Halt am Wochenende 25. bis 27. November. Zum Konzept des Stationenwegs gehört es, dass rund zwei Wochen vor dem eigentlichen Veranstaltungswochenende „an markanter Stelle“ in der Stadt ein großes Tor aufgestellt wird, das aufmerksam und neugierig macht. In Minden wird es am Fuß der Martinitreppe stehen.

    Die Beteiligung am Stationenweg bekommt in jeder Stadt ein besonderes Motto. In Minden lautet  dieses Motto „Nicht ohne dich“ und  es sind viele Aktionen geplant, die sich mit dem Thema Integration auseinander setzen. So entstand die Idee, das Tor in der Tischlerei der Werkstätten zu fertigen und die Gestaltung in einem Kunst-Workshop am Tietzelweg zu entwickeln.

    In einem vierteiligen Kurs mit Pastor Thomas Lunkenheimer informierten sich die Workshop-Teilnehmer und –Teilnehmerinnen im August darüber, wer Martin Luther war und was er bewirkt hat. Weiterhin gingen sie der Frage nach, was Luther vielleicht heutzutage fordern würde.

    Im Kunst-Workshop unter der Leitung von Annette Freymuth und Tania Smolka formulieren sie nun Forderungen wie diese: „Barrierefreiheit für ganz Minden“, „Jeder Mensch soll Arbeit haben, die ihm gefällt“, „Du sollst nicht töten“ und „Ermutigung im Glauben“. In unterschiedlichen Techniken werden diese Texte auf verschiedene Holz-Untergründe gebracht.

    Luther hat damals seine 95 Thesen an eine Kirchentür genagelt. Maria Bartel, Claudia Belitz, Petra van Ellen, Nadine Feldtmann, Dieter Macholtz und Dieter Theye werden ihre Thesen auf dem Tor für den Europäischen Stationenweg befestigen. Wie viele Thesen es am Ende sein werden, steht noch nicht fest.


    Pressemittteilung der Diakonie Stiftung Salem, Carola Mackenbrock, Telefon 0571 88804 157

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