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Seniorenbeirat gibt Notfallkarte heraus

8. September 2016 | Minden. Handlich, praktisch und sehr wertvoll im Falle eines Falles: die Notfallkarte. Der Seniorenbeirat der Stadt Minden stellte das Projekt jetzt vor.

  • „Jeder sollte solche Informationen im Portemonnaie haben!“ Das unterstrich der Leiter der Feuerwehr Minden, Heino Nordmeyer, in einem Pressegespräch zur Vorstellung der neuen Notfallkarte, die der Seniorenbeirat der Stadt Minden herausgibt. Der Vorsitzende des Gremiums, Dieter Pohl, sowie Mitglieder des Senior*innenbeirates und der daraus gebildeten AG Gesundheit stellten die druckfrische Karte jetzt im Treffpunkt Johanniskirchhof vor. „Das ist ein Projekt, das allen zu Gute kommt“, hob Pohl hervor und ergänzt, dass die Idee für eine Notfallkarte ursprünglich von der Seniorenvertretung des Landes Nordrhein-Westfalen kommt.

    „Notfallkarte – Notruf 112. Im Notfall vom Rettungsdienst mitzunehmen und dem behandelnden Arzt vorzulegen“, steht auf dem Titel der handlichen Faltkarte, die im Inneren wertvolle Informationen gibt. Einzutragen sind neben dem eigenen Namen und der Adresse, auch Namen und Telefonnummer des Hausarztes, die Krankenkasse und die Versicherungsnummer sowie zu benachrichtige Personen. Es gibt außerdem Felder, in dem Grunderkrankungen und aktuelle Medikamente, die eingenommen werden, genannt werden können. Auch sind Informationen zum letzten Krankenhausaufenthalt, Allergien, zu Besonderheiten wie Herzschrittmacher und besonderen Medikamenten wertvoll. „Das hilft dem Rettungsdienst und dem Arzt in einem Notfall wirklich weiter“, weiß Heino Nordmeyer, der auch Chef der Rettungswache in Minden ist. Am besten sollte die Karte zusammen mit dem Ausweis im Portemonnaie aufbewahrt werden.

    Zu 8.785 Notfällen (2014: 7.844) ist der Rettungsdienst in Minden, der an der Feuerwache (Marienstraße) angesiedelt ist, 2015 ausgerückt. In 4.759 Fällen (2014: 4.125) ist auch ein Notarztfahrzeug dazu gerufen worden. Tendenz weiter steigend. Warum das so ist, erklärt Nordmeyer mit der fallenden Hemmschwelle, Hilfe im Notfall anzufordern, mit der stetig steigenden Verkehrssituation, aber auch mit dem zunehmenden Alter der Menschen. In der Stadt wird häufiger 112 gewählt als auf dem Land. „Die Scheu, den Rettungsdienst zu rufen, ist dort einfach höher, so Nordmeyer. Die Betroffenen versuchen sich meist zunächst selbst zu helfen, die niedergelassenen Ärzte zu erreichen oder fahren den Verletzten oder akut Erkrankten eigenständig ins Krankenhaus.  

    Die jetzt vom Seniorenbeirat der Stadt Minden mit finanzieller Unterstützung einer örtlichen Krankenkasse (AOK) herausgegebene Karte hat dieselben Inhalte, wie bereits in benachbarten Gemeinden vorhandene Karten. „So ergibt sich für den Rettungsdienst ein Wiederkennungswert“, erläutert Elke Siegmund, Sprecherin der AG Gesundheit. 10.000 Stück der Faltkarte sind vorerst gedruckt worden. Sie sind ab sofort an der Information des Rathauses, im Bürgerbüro (Großer Domhof 2), im Zentrum für Pflegeberatung des Kreises Minden-Lübbecke in Minden (Hellingstraße 15), im Treffpunkt Johanniskirchhof und bei der AOK in Minden (Lindenstraße 33) erhältlich. Die Karten sollen auch beim nächsten Seniorentag am 21. Oktober 2016 vorgestellt werden.

    Pressestelle der Stadt Minden, Susann Lewerenz, Telefon 0571 89204,


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