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Comic-Ausstellung im Mindener Museum wird um Mindener Geschichte(n) ergänzt

1. Februar 2017 | Minden. Der Geschichtsverein und das Mindener Museum stellen Jessica Koppes Arbeit „Erinnern“ am Sonntag, 5. Februar um 14 Uhr der Öffentlichkeit vor.


  • Im Dezember 2016 eröffnete im Mindener Museum die Sonderausstellung „Fakten und Fiktionen – KriegsFamilienGeschichten im Comic“. Die bekannten AutorInnen Isabel Kreitz, Volker Reiche, Birgit Weyhe und Barbara Yelin stellten hierfür zahlreiche Originalzeichnungen aus ihren Werken zur Verfügung. Es geht um die Frage, wie Kriegs- und Gewalterfahrungen und das Schweigen darüber nicht nur die Betroffenen, sondern auch die nachfolgenden Generationen in Mitleidenschaft ziehen. Ausstellung und umfangreiches Rahmenprogramm entstanden in der Zusammenarbeit von Mindener Museum, VHS, Mindener Geschichtsverein, Kulturbüro, Stadtbibliothek und etage eins.

    Um den in der Ausstellung zu sehenden autobiographischen Comics regionale Erinnerungsbilder hinzuzufügen, initiierte der Geschichtsverein gefördert vom Kulturbüro den Auftrag an die Mindener Künstlerin Jessica Koppe, Szenen aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs in Minden zu zeichnen. Hierzu führte die 1981 geborene Künstlerin Gespräche mit der 94-jährigen Mindenerin Ilse Finkeldey, die bereitwillig ihre Erinnerungen teilte. Aus diesem generationenübergreifenden Gespräch entwickelte Jessica Koppe vier Seiten zum Alltag vor dem Krieg, zur Reichspogromnacht, zum Bombenangriff auf Minden und zur alliierten Besetzung. Dabei arbeitete sie einerseits assoziativ über verschiedene Zeitebenen hinweg, zog aber auch historische Fotos aus Privatbesitz und dem Kommunalarchiv heran. So ist erstmals eine Comic-Sequenz zur Mindener Stadtgeschichte entstanden.

    Geschichtsverein und Mindener Museum stellen Jessica Koppes Arbeit „Erinnern“ am Sonntag, 5. Februar um 14 Uhr der Öffentlichkeit vor. Peter Kock, Vorsitzender des Geschichtsvereins, spürt im Gespräch mit Ilse Finkeldey und Jessica Koppe dem Erinnern und dem Entstehungsprozess nach.

    Interessierte sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei. Mindener Museum, Di.-So. 12-18 Uhr; Sonderöffnungszeiten für Gruppen.

    Weitere Infos unter www.mindenermuseum.de oder 0571 / 9724020 oder .

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