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Vortrag zur Kulturgeschichte des Weißstorchs im Mindener Museum

18. Januar 2017 | Minden. Am 26. Januar um 19 Uhr hält Dr. Alfons Bense im Mindener Museum einen Vortrag unter dem Titel „Vom heiligen Vogel zum Sexsymbol“. 

  • Schon Prof. Ernst Schüz, bekannter Urvater im Storchenschutz, bemerkte, dass die Bezeichnung Klapperstorch für den Weißstorch immer auch seine Funktion als Kinderbringer meint. Jeder kennt ihn, jeder lächelt, wenn von ihm gesprochen wird. Aber könnte man denn ernst nehmen, dass ein Vogel die Menschen bringen soll? Woher, wohin und warum? Welchen Sinn macht die Sage vom Klapperstorch, die doch so abwegig wirken muss?

    Beginnend beim ägyptischen Pharaonenreich über die Griechen, Römer, Germanen, die christliche Kirche bis hin zu Volksbrauchtum und aktueller Werbeindustrie: der Weißstorch hat einen langen Marsch durch Kulturen und Nutzungen hinter sich. Ganz seriös und mit vielfältigen Exponaten lassen sich die Quellen des Kinder- und Glücksbringermythos hinter der unglaublichen Story „vom Himmel hoch, da komm ich her…“ herausarbeiten. Die Ausstellung des Mindener Museums in enger Kooperation mit dem Westfälischen Storchenmuseum in Petershagen-Windheim zeigt den Wandel unseres Bildes vom Weißstorch über die Zeit im Spannungsbogen zwischen Heiligem Vogel und Sexsymbol der Neuzeit auf. Der Vortrag führt in die Kulturgeschichte des Weißstorchs und die Ausstellung ein.

    Das Museum hat an diesem Abend bis 19 Uhr geöffnet. So besteht die Möglichkeit, vor dem Vortrag zwischen 18 und 19 Uhr die Sonderausstellung zum Weißstorch zum ermäßigten Eintritt anzuschauen.
    Da die Sitzplätze begrenzt sind, wird um Anmeldung gebeten unter 0571 / 9724020 oder .

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