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"Minden lebt" und das Freischießen auch

11. Juli 2017 | Minden. Mit einem feierlichen Zapfenstreich ist am Sonntagabend (9. Juli) gegen 22.30 Uhr das Freischießen 2017 beendet worden.

  • Bei bestem Wetter war an vier Tagen in der Innenstadt viel los. Die erste Bilanz des Mindener Bürgerbataillons fiel positiv aus.  Drei Jahre mussten die Mindener und ihre Gäste auf das Tradionsfest warten. Es wurde von den geraden (2014) in die ungeraden Jahre (2017) verlegt, weil es oftmals bei Olympiaden, Fußball-Welt- oder Europameisterschaften Konkurrenzveranstaltungen gab.

    Den Parademarsch am Samstag durch die Innenstadt säumten viele hundert Bürger*innen und Bürger. Auch das Freischießen für Kids am Sonntag zog zahlreiche Familien auf den Kleinen Domhof, den Markt und die in die Zelte.

    Mit einem dreifachen "Minden lebt" - dem Ruf des Bürgerbataillons - hatte Stadtmajor Heinz Joachim Pecher am Freitag, 7. Juli, alle Kompanien auf dem Markt begrüßt.  Bei strahlendem Sonnenschein lockte schon der Wachtag des Freischießens sehr viele Gäste.

    Noch deutlich größer war das Interesse am Parademarsch (Samstag).  Mehr als 1000 Beteiligte marschierten durch die Stadt. Mit den Königen, dem Bürgermeister und dem Stadtmajor an der Spitze setzte sich am Samstag der mehrere hundert Meter lange Zug in Begleitung von Musikgruppen gegen 12.15 Uhr in Bewegung. Die Route führte über den Schwichowwall, die Simeonstraße, die Königstraße, die Ritterstraße, die Kampstraße, die Immanuelstraße, die Goebenstraße und die Poststraße über die Bäckerstraße und den Scharn auf den Markt.

    Als Höhepunkt des Freitags stand am Abend die Königskrönung auf der Bühne am Markt an. Das Schießen am Nachmittag in der Rathaustiefgarage hatten Klaus Langenkämper (1. König, Eskadron) und Rolf-Dieter Brink (2, König, 3. Kompanie - die Reben) für sich entscheiden können. Unter dem Jubel von hunderten Zuschauern auf dem Markt bekamen Sie von Bürgermeister Michael Jäcke die Kronen aufgesetzt.

    Den Auftakt des diesjährigen Freischießens machte am Donnerstag (6. Juli) gegen 19 Uhr das Tambourkorps, das mit dem selbstkomponierten "Marsch des Stadtmajors" das viertägige Fest in der Innenstadt eröffnete.

    Bürgermeister Michael Jäcke absolvierte bereits am Freitag seinen ersten Ritt durch die Innenstadt mit Bravour.  Auf dem Wallach "General" führte er zusammen mit Stadtmajor Heinz Joachim Pecher und seinen Adjutanten Peter Jahn und Volker Koch die Eskadron auf dem ca. 45-minütigen Ritt durch die Innenstadt an. Michael Jäcke hatte für sein erstes Freischießen 12 Reitstunden auf dem Hog von Eskadron-Chef Dieter Thäsler genommen.

    Einer Pflichtübung, die im 17. Jahrhundert mit etwas Angenehmen verbunden werden sollte, hat Minden im Jahr 1682 das Entstehen seines bedeutendsten Fest zu verdanken: das Freischießen. „Minden kann sich damit rühmen, eines der ältesten und traditionsreichsten Feste in Nordrhein-Westfahlen zu haben und zu feiern“, hebt Bürgermeister Jäcke hervor.

    Die Pflichten und Aufgaben des Bataillons und der Kompanien haben sich im Laufe der Jahrhunderte verändert. Doch noch immer setzt sich das Mindener Bürgerbataillon für die Bürger der Weserstadt ein. „Unsere Stadt muss nun nicht mehr durch tapfere Bürger verteidigt werden. Die Mauern sind seit 150 Jahren verschwunden. Aber das Bataillon und das Freischießen bestanden und bestehen weiter.“

    Im Rahmen der vielen Reenactment-Aktivitäten taucht auch das Freischießen in historische Personen und Kostüme. „Unbestritten eine Bereicherung für das älteste Fest Mindens“, sagt Stadtmajor Heinz-Joachim Pecher. Am Samstag und Sonntag finden unter der Rathauslaube historische Gerichts-Verhandlungen statt. Zudem wird das bürgerliche Leben aus der wilhelminischen Zeit in der Innenstadt präsentiert.

    Eine weitere Neuerung ist das „Fest des Lichts“. Der heimische Licht-Künstler Oliver Roth taucht den Festplatz in Bilder und Farben.

    Sich der Öffentlichkeit immer stärker und interessanter zu präsentieren, das ist eines der Ziele, dass sich das Bürgerbataillon auch für das diesjährige Freischießen gesteckt hat. Zahlreiche Veranstaltungen, gerade auch in jüngster Vergangenheit, haben bewiesen, dass sich das Bürgerbataillon den Mindener Bürgern stellt. „Minden blüht auf“ ist das beste Beispiel bürgerschaftlichen Engagements für seine Heimatstadt.

    Bürgermeister Michael Jäcke hebt immer wieder hervor, dass das Bürgerbataillon zu Minden gehört, ein „Markenzeichen“ dieser Stadt und eng mit ihr verbunden ist. „Das Bataillon tut etwas für die Stadt und identifiziert sich mit Minden. Ich möchte mich in diesem Zusammenhang sehr herzlich für das Engagement der einzelnen Einheiten, für die hervorragende Organisation des Freischießens und auch für die Pflege der Traditionen bedanken! Wie sagte Oscar Wilde einmal: „Nur das Moderne kann jemals altmodisch werden.“ Dem Bürgerbataillon ist es auf beispielhafte Art gelungen, Tradition und Moderne zu verbinden.“

    Mehr Informationen auf der Internetseite "Freischießen 2017" .
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