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Streifzug durch die Weserrenaissance

7. Juni 2017 | Minden.  Das Mindener Museum bietet am 18. Juni eine öffentliche Sonntagsführung an.

  • Wer mehr über die Bau- und Wohnkultur in der Zeit zwischen Reformation und Dreißigjährigem Krieg erfahren möchte, ist am Sonntag, 18. Juni 2017, um 14 Uhr im Mindener Museum bei einer öffentlichen Führung genau richtig. Die sechs Häuser der Museumszeile sind selbst hochkarätige Zeugnisse dieses Architekturstils, der im 16. und 17. Jahrhundert Bürgerhäuser, Schlösser und Kirchen entlang der Weser prägte.

    Das als Kaufmannshaus 1565 erbaute Haus Ritterstraße Nr. 23 mit seinem zweigeschossigen Standerker aus der Zeit um 1600 steht stellvertretend dafür. Der Erker ist der einzige seiner Art, der in Minden noch an seinem ursprünglichen Ort steht. Im Raum dahinter finden sich kostbare Stuck-Ornamente hervorragender Qualität, die im bürgerlichen Wohnbau dieser Zeit ausgesprochen selten sind. Für die repräsentativen Steinbauten der Weserrenaissance wurde vorwiegend Sandstein aus der Region genutzt. Die feine Struktur und Witterungsbeständigkeit des Obernkirchener Sandsteins lässt auch heute noch die typischen Ornamente erkennen.

    Der kulturgeschichtliche Streifzug bietet Gelegenheit, im Mindener Museum einen Blick auf eine der größten Steinsammlungen Nordwestdeutschlands zu werfen. Hier kann man Werke bedeutender Baumeister der Weserrenaissance wie Jörg Unkaier kennenlernen. Schließlich wird bei der rund einstündigen Führung geklärt, welche Bedeutung der Getreidehandel für die Blüte der Weserregion im 16. Jahrhundert hatte. Während der Entdeckungstour der besonderen Art erhalten Besucher*innen auch einen Einblick in die sonst verborgenen Schätze der Steinsammlung im Innenhof des Hauses 25.

    Für Erwachsene beträgt der Eintritt 5 Euro inkl. Führungsgebühr.

    Mindener Museum, Di.-So. 12-18 Uhr; Sonderöffnungszeiten für Gruppen.
    Weitere Infos unter www.mindenermuseum.de oder 0571 / 9724020 oder

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