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Blindgänger-Verdachtspunkte in Bahnhofsnähe werden untersucht

13. November 2017 | Minden. Arbeiten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes laufen noch bis Ende dieser Woche.

  • Die Stadt Minden will das Rechte Weserufer im Rahmen eines Integrierten städtebaulichen Konzeptes (ISEK) entwickeln und hat dafür Ende 2016 ein 43.000 Quadratmeter großes Grundstück auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs gekauft. Auf diesem – das ist seit längerem bekannt – und auf dem benachbarten Grundstück der Deutschen Bahn AG gibt es insgesamt drei Blindgänger-Verdachtspunkte, die seit vergangener Woche genauer unter die Lupe genommen werden. Grundlage für den Verdacht sind alte Luftkarten der Alliierten, die nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges aufgenommen wurden.

    Die Bezirksregierung Arnsberg, die in Nordrhein Westfalen für die Beseitigung von Kampfmitteln aus den beiden Weltkriegen verantwortlich ist, nimmt im Auftrag der Stadt Minden und der Deutschen Bahn AG in dieser Woche Sondierungen auf den beiden Grundstücken vor. Damit ist ein darauf spezialisiertes Unternehmen beauftragt. Die Arbeiten sollen am Freitagnachmittag beendet sein. „Danach müssen zunächst die Messergebnisse ausgewertet werden“ erläutert Christoph Söbbeler, Pressesprecher der Bezirksregierung Arnsberg.

    Die Blindgänger-Sondierungsarbeiten in Bahnhofsnähe mussten vergangene Woche abgebrochen werden, weil es für die dort tätige Firma einen anderen Eilauftrag in Bielefeld gab. Die Arbeiten sind heute, Montag (13. November), wieder aufgenommen worden. Hier hat sich dann am Vormittag ein technisches Problem mit dem Bohrkopf - ein Ersatzteil wird benötigt - ergeben. Zurzeit ist noch nicht klar, wann die Arbeiten wieder aufgenommen und beendet werden können.

    Mehr Klarheit darüber, ob etwas gefunden wurde, gebe es im Laufe der kommenden Woche (47. KW). „Dann wird die Stadt Minden in Absprache mit der Bezirksregierung darüber informieren“, kündigt Pressesprecherin Susann Lewerenz an.

    Wenn es einen positiven Befund geben sollte, müssen zunächst weitere Untersuchungen und vorbereitende Maßnahmen erfolgen, wie das Abpumpen von Grundwasser.

    In Minden hat es Ende Juli 2014 und Mitte Februar 2015 zwei Blindgängerfunde gegeben. Die jeweils 1000 Kilogramm schweren Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg mussten umgehend entschärft und mehrere Tausend Menschen im Umkreis des Fundes evakuiert werden.

    Informationen zu den laufenden Untersuchungen

    Um einen Untergrund auf eine potentielle Belastung durch Kampfmittel hin zu untersuchen muss dieser geophysikalisch sondiert werden. Hierbei werden von dem beauftragten Unternehmen – je nach Untersuchung - die geophysikalischen Verfahren Geomagnetik, Elektromagnetik und Georadar eingesetzt. Bei der laufenden Bohrlochsondierung werden erschütterungsarme Bohrungen mit drehender Schnecke ausgeführt, um die Bohrlöcher anschließend geophysikalisch zu sondieren. Mit dieser Vorgehensweise können alle Tiefenbereiche auf Kampfmittelverdacht untersucht werden.

    Pressestelle Stadt Minden, Susann Lewerenz, , Tel.: 0571/89204.

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