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Neues Baugebiet in Dützen - Stadt erschließt Grundstück selbst

18. April 2018 | Minden. Die Vermarktung läuft über die MEW. Schriftliche Interessenbekundungen sind ab jetzt möglich.

  • Bauen und Wohnen ist wieder ein großes Thema in Minden. Nach vielen Jahren mit stabilen Einwohnerzahlen ist Minden in jüngster Zeit wieder gewachsen: auf 84.000 Einwohner*innen. Für sie werden Flächen und Wohnungen gebraucht. Aus dem 2017 erstellten „Handlungskonzept Wohnen“ sollen daher Projekte entwickelt werden. Ein wichtiges Thema für die Stadtverwaltung ist dabei die Bodenbevorratung und das Wohnbauflächenmanagement. Zentrales Ziel ist, geeignete freie Flächen zu identifizieren, die für den Ankauf infrage kommen und Nachverdichtungspotenzial in sogenannter integrierter Lage aufweisen. Das heißt, größere und kleinere Baulücken in dichter besiedelten Stadteilen mit vorhandener und geeigneter Infrastruktur sollen vorrangig geschlossen werden.

    Auf der Grundlage des Handlungskonzeptes soll zielgerichtet auch der Wohnungsmarkt für bestimmte Bedarfe gefördert und gesteuert werden. So wird die Stadt Minden als aktuelles Projekt ihr rund 1,27 Hektar großes Grundstück an der ehemaligen Grundschule Dützen selbst erschließen und über die Mindener Entwicklungs-und Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH (MEW) vermarkten. Den Hintergrund dafür erläutert der Bau-Beigeordnete Lars Bursian: „Wir wollen in den zukünftig geplanten Baugebieten Wohngebäude mit barrierefreien Wohneinheiten im kostengünstigen Mietpreissegment, bezahlbare Eigentumswohnungen für Schwellenhaushalte oder besondere Wohnformen ermöglichen. Mit dem Baugebiet in Dützen werden wir nun im überschaubaren Rahmen die ersten Erfahrungen sammeln.“

    Mit dem Baustein eines neuen Wohngebietes auf dem ehemaligen Schulgelände sollen die Stadtteilmitte von Dützen und der zentrale Versorgungbereich an der Lübbecker Straße ein Stück weit gestärkt werden. Hier sollen in integrierter städtebaulicher Lage Ein- Zwei, und Mehrfamilienhäuser entstehen. Das Plangebiet wird über einen öffentlichen Wohnweg als Sackgasse von der Friedgartenstraße erschlossen. Die Verkehrsflächen sollen verkehrsberuhigt ausgebaut werden. Kurze Wege zu benachbarten Quartieren werden durch Fuß- und Radwegeverbindungen sichergestellt. “Das macht das Areal sehr attraktiv“, streicht Ernst Meistrell, städtischer Baurat und Architekt im Bereich Stadtplanung und Umwelt, heraus.

    Das Areal liegt im Nahbereich eines Nahversorgungszentrums an der Lübbecker Straße; der „Dorfplatz“ zwischen Dützer Dorfstraße und Schleidermannsweg als zentraler öffentlicher Treffpunkt in Dützen ist nur wenige Schritte entfernt. Angrenzend befinden sich eine Kita, eine Sparkassenfiliale, eine Arztpraxis und kleinere Läden.

    Ein Teilbereich des künftigen Wohngebietes direkt an der Friedgartenstraße, für welches ein höherer, baulicher Nutzungsgrad festgesetzt wurde, ist für die Errichtung von Wohnhäusern mit Schwerpunkt auf barrierefreie und kostengünstige Mietwohnungen vorgesehen. „Es ist beabsichtigt, diese städtischen Grundstücke über eine schriftliche Interessenbekundung zu vermarkten, bei dem sich Grundstücksinteressenten mit einem konkreten Bebauungs- und Nutzungskonzept um das Grundstück bewerben können“, so Meistrell.

    Eine an das Grundstück angrenzende Fläche werde zunächst vom Verkauf als mögliche Erweiterungsfläche zurückgestellt und kann gegebenenfalls mit erworben werden. Für die Grundstücke wird ein Mindestverkaufspreis festgelegt; der gebotene Kaufpreis wird in der Konzeptbewertung aber nur eine untergeordnete Rolle spielen. Die Unterlagen zur Interessenbekundung können ab sofort bei der MEW angefordert werden.

    Grundlage für das Vorhaben bildet der Bebauungsplan Nr. 925, den der Rat am 23. März 2017 mit großer Mehrheit verabschiedet hat. Das Gelände in Dützen lag nach dem Zusammenschluss von Grundschulen im Stadtgebiet schon länger brach. 2008 war hier die Grundschule ausgezogen. Auf dem Grundstück mussten Gebäude – unter anderem das ehemalige Schulgebäude und die Turnhalle - abgerissen werden. Mit dem Bau der Erschließungsanlage soll zeitnah begonnen werden, so dass etwa im Herbst 2019 mit den privaten Bauvorhaben begonnen werden kann.

    Interessenten können sich an die Mindener Entwicklungs- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH (MEW), Simeonscarré 2, 32423 Minden, Telefon 0571 82885-0, E-Mail: , www.mew.de, wenden.

    Pressestelle der Stadt Minden, Susann Lewerenz, Telefon 0571 89204,

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