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Neue Berufsbekleidung für die Feuerwehr Minden

17. Dezember 2018 | Minden. Mit verbesserter Garnitur und deutlich sichtbar in Rot und Gelb sind jetzt die Kolleginnen und Kollegen im Einsatz.

  • Die Kolleginnen und Kollegen der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr Minden haben seit kurzem neue Einsatzkleidung. Sie wurde jetzt von Lars Bursian, Beigeordneter für Städtebau und Feuerschutz bei der Stadt Minden, und Lutz Kölling, Abteilungsleiter Service/technische Dienste und stellvertretender Leiter der Berufsfeuerwehr, vorgestellt. Die neue Kleidung entspricht den Anforderungen für den Einsatz und ist individuell auf die Bedürfnisse der Mindener Feuerwehr angepasst worden.

    Die neue Berufskleidung ist für die Atemschutzgeräteträger konzipiert. „Es handelt sich um eine reine Brandschutzkleidung“, macht der stellvertretende Leiter deutlich. Besonders wichtig ist bei den Jacken und Hosen die Ergonomie. Die Kleidung wiegt deutlich weniger, als die Vorgängermodelle. Außerdem sind die Kolleginnen und Kollegen jetzt besser sichtbar. Das war am Anfang für die Bürger*innen ungewohnt, so Kölling. Die Garnitur besteht aus drei Lagen – Außenfutter, Membran und Innenfutter. Das Außenfutter mit seinem Karomuster ist reißfester und bietet mehr Schutz. Die Jacke ist jetzt kürzer und ergonomisch geschnitten. Die Kleidung ist nässe- und hitzegeschützt, wasser- und winddicht und sie schützt vor Blut- und Körperflüssigkeiten. Ein hoher Kragen dient als Flammenschutz.

    An der Jacke sind jetzt Karabiner für Handschuhe auf beiden Seiten vorhanden. Die beiden Brusttaschen bieten Platz für Funkgeräte und eine Halterung für eine Knickkopfleuchte ist auch vorhanden. Neu sind auch breitere Gurte an der Hose, sie sorgen für ein angenehmeres Tragegefühl. Neu ist auch ein Multifunktionsgurt in der Jacke (Foto links). Er ist wichtig, damit die Kolleginnen und Kollegen sich im Ernstfall abseilen können, verdeutlicht Lutz Kölling. An den Hosentaschen ist der Schriftzug „Feuerwehr Minden“ eingenäht – das ist zum einen eine Individualisierung und zum anderen soll sie vorbeugen, dass Kleidung mit anderen Feuerwehren getauscht wird.

    Gestartet ist das Projekt vor rund zwei Jahren. Eine Arbeitsgruppe, bestehend aus Kolleginnen und Kollegen der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr, machte sich Gedanken über die passende Kleidung für den Einsatz. Im Vordergrund standen die Anforderungen an neue Hosen und Jacken. Besonders diskutiert wurde über die farbliche Gestaltung, sagt Lutz Kölling. Von Beginn an war klar, dass die Feuerwehrleute nicht mehr die bisherige blaue Kleidung tragen wollten. Im Vergleich zu anderen Feuerwehren stellte sich die Frage: Soll sandfarbene oder leuchtend rote Kleidung zum Einsatz kommen? „Wir haben alle Vor- und Nachteile besprochen und uns für eine rot-gelbe Garnitur entschieden“, so Kölling. Dem vorausgegangen ist außerdem ein Trageversuch. Ein dreiviertel Jahr haben einzelne Kollegen die Kleidung probegetragen und in einem fünfseitigen Fragebogen Vor-und Nachteile sowie eigene Eindrücke festgehalten. So konnten Änderungen passgenau eingearbeitet werden.

    Bisher sind 225 neue Garnituren angeschafft worden. Im nächsten Jahr kommen noch 105 Stück dazu. Nicht jede*r wird eine neue Ausstattung bekommen. Die Kosten sind auf drei Jahre aufgeteilt, um den städtischen Haushalt nicht in einem Jahr zu stark zu belasten. Insgesamt sind 301.000 Euro in die neue Arbeitskleidung investiert worden. „Die Grenzen nach oben sind da offen. Aber wir haben mit der neuen Überbekleidung eine Garnitur, die voll und ganz unseren Ansprüchen entspricht“, verdeutlicht Beigeordneter Bursian.

    Eine gute Ausstattung ist ein Pluspunkt für den Arbeitgeber Feuerwehr. „Wir bewegen uns auf einem engen Berufsmarkt und da macht es etwas aus, wenn die Kolleginnen und Kollegen mit der bestmöglichen Berufskleidung ausgestattet sind“, betont Lars Bursian. So schafft die Stadt Minden gute Arbeitsmöglichkeiten für neue potenzielle Mitarbeiter*innen. Das sieht auch Thomas Darlath so. Der Oberbrandmeister bei der Berufsfeuerwehr hebt den besseren Tragekomfort heraus. Die Kleidung ist viel leichter und man kommt nicht mehr so schnell ins Schwitzen. Für ihn ist es wichtig, dass nur mit einer guten Ausrüstung auch gute Arbeit geleistet werden kann. „Der Arbeitsschutz hat in Minden einen sehr hohen Stellenwert und mit der neuen Garnitur hat sich auch das Sicherheitsgefühl deutlich erhöht“, unterstreicht er.

    Pressestelle der Stadt Minden, Katharina Heß, Telefon 0571 89204,

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