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Hochwasser: Kanzlers Weide und Schlagde weiter gesperrt

5. Januar 2018 | Minden. Bereits zum zweiten Mal innerhalb von drei Wochen führt die Weser nach anhaltenden Regenfällen Hochwasser. Der Pegel soll am Wochendende weiter steigen.

  • Als erste Maßnahme wurde beim Pegelstand von 4,50 Metern der Radweg an der Weser in Höhe der alten Eisenbahnbrücke von den Städtischen Betrieben Minden gesperrt. Seit dem 3. Januar nachmittags darf auch der Parkplatz an der Schlagde nicht mehr angefahren werden und seit dem Abend des 3. Januars ist auch der Großparkplatz Kanzlers Weide (2.000 Stellplätze) auf dem Rechten Weserufer wegen Hochwassergefahr gesperrt worden. Diese Maßnahme erfolgt, wenn der Pegel den Stand von 5,10 Metern erreicht hat. Dieser soll am Wochenende weiter steigen, laut einer Prognose der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) auf bis zu 6,10 Metern.

    Mitarbeiter*innen der Ordnungsbehörde haben noch am 3. Januar abends Kontakt zu auf Kanzlers Weide parkenden Wohnmobilisten aufgenommen und empfohlen, auf alternative, nicht hochwassergefährdete Stellplätze auszuweichen. Trotz Sperrung wurden am gestrigen Donnerstag noch ca. 150 Fahrzeuge auf Kanzlers Weide gezählt. In diesem Zusammenhang weist die Ordnungsbehörde darauf hin, dass bei Hochwasser nicht nur die Weser beobachtet werden muss, sondern auch der parallel zur Hausberger Straße verlaufende Wegeseitengraben.

    „Weser und Graben kreisen Kanzlers Weide bei schnell steigendem Pegelstand ein und dann ist die Parkfläche eine Insel“, warnt Annette Ziegler, Leiterin des Bereiches Sicherheit und Ordnung. Die Fahrzeuge stünden dann zwar noch im Trockenen, könnten aber Kanzlers Weide nicht mehr verlassen. Vor dem Hintergrund erwarteter, weiter steigender Pegelstände rät sie deshalb allen dort parkenden Autofahrern dringend, in den nächsten Tagen - bis mindestens einschließlich Montag - auf andere Parkflächen und Parkhäuser im Innenstadtbereich auszuweichen. „Wenn dort weiter Autos parken und diese im Wasser zu stehen drohen, müssen wir sie aus Sicherungsaspekten kostenpflichtig entfernen lassen“, so Ziegler.

    Maßgeblich für alle in Minden zu ergreifenden Maßnahmen bei Hochwasser ist der Pegel Porta Westfalica. „Die Hochwasserstände können auf verschiedenen Internetseiten abgerufen werden“, so Tim Upheber, stellvertretender Leiter der Feuerwehr Minden.

    Die heute am 4. Januar mittags zusammengetretene städtische „Fachgruppe Hochwasser“, die von der Berufsfeuerwehr einberufen wird, orientiert sich an denen von der WSV veröffentlichten Pegelständen und Vorhersagen. „Nach einer aktuellen Prognose soll der Hochwasserpegel im Laufe des Freitags und am Wochenende weiter steigen und letztendlich einen Stand von 6,10 Metern erreichen – bei trockenem Wetter“, so Upheber. Damit seien voraussichtlich weitere Maßnahmen und Sperrungen in Minden erforderlich. So müssen zum Beispiel bei einem Stand von 5,80 Metern die Hausberger Straße und die Weserpromenade gesperrt werden. Bei einem Pegelstand von 6 Metern ist die Straße Meißener Bruch zu sperren sowie bei 6,20 Metern die Kanalunterführung Werftstraße und die Bauhofstraße nahe des Weserhafens.

    „Wir werden den Pegelstand weiter kontinuierlich beobachten“, kündigt Tim Upheber an. Sollte die Prognose der WSV von 6,10 Metern als Höchststand maßgeblich überschritten werden, werde der Stab für außergewöhnliche Ereignisse der Stadt Minden einberufen. „Momentan gehen wir davon aus, dass das Hochwasser bis Sonntagabend steigt und ab Montag der Pegel wieder sinkt“, so der stellvertretende Feuerwehrleiter weiter.

    Nach der Sperrung der Schlagde am gestrigen Nachmittag (4. Januar) bei einem Pegelstand von 4,60 Metern war die Weser rasant angeschwollen und hatte am Donnerstagmorgen bereits den Stand von 5,35 Metern erreicht. Mittags gab es dann eine leicht fallende Tendenz, doch am Nachmittag und in der Nacht zu Freitag stieg das Wasser wieder. Freitagnachmittag lag der Stand bei 5,54 Metern.

    Pressestelle der Stadt Minden, Susann Lewerenz, Telefon 0571 89204,

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