Zeitreise durch die Geschichte des Mindener Nordfriedhofes

3. Mai 2018 | Minden. „Minden gestern und heute“ zeigt, wie sich das Gesicht des Mindener Nordfriedhofes in den vergangenen 100 Jahren verändert hat.

  • Der Mindener Nordfriedhof hat jetzt noch einen Pluspunkt mehr – Infotafeln mit historischen Stadtansichten. Sie zeigen, wie sich das Gesicht des Friedhofes in den vergangenen 100 Jahren verändert hat. Denn Minden hat eine abwechslungsreiche Geschichte. Große Ereignisse, Bevölkerungswachstum und neue Stilrichtungen haben das Aussehen der Stadt immer wieder beeinflusst. Neue Gebäude haben historische Häuser ersetzt, aber auch Grünflächen wurden vollkommen neu gestaltet. Mit "Minden gestern und heute" sollen diese Veränderungen sichtbar werden.

    Der Mindener Nordfriedhof wurde 1903 von Stadtgartendirektor Ludwig Isermann gebaut. Eindrucksvolle Familiengräber, aufwändige Beetanlagen und viele besondere Ausblicke erwarten Besucherinnen und Besucher auf dem weitläufigen Areal. Bei einem Rundgang durch die Parkanlage entdecken sie ab jetzt fünf Tafeln. Die Idee hinter dem Projekt entwickelte Alwin Pamin. Er ist Friedhofsmeister und für die städtischen Friedhöfe in Minden verantwortlich. Seit vielen Jahren beschäftigt sich Alwin Pamin damit, die Geschichte des Nordfriedhofes und der dort bestatteten Personen zusammenzutragen. Bei seinen Recherchen - vor allem im Kommunalarchiv – ist er immer wieder auf altes Bildmaterial gestoßen. Das konnte er für die eine oder andere historische Friedhofsführung bereits nutzen. Außerdem stellte das Mindener Museum Pamin vor zwei Jahren eine umfangreiche Auswahl an Bildern zur Verfügung, durch die der Friedhofsmeister einen guten Einblick in die Veränderungen, die der Friedhof in mehr als 100 Jahren erfahren hat, bekam. Das kann jetzt gezeigt werden.

    Interessierte erfahren beispielsweise, dass das terrassenartige Gelände rechts und links der Hochkreuzanlage über verschiedene Treppenanlagen miteinander verbunden und gärtnerisch sehr anspruchsvoll gestaltet war. Andere Tafeln zeigen das Friedhofswärterhaus und die Kapelle, den Blick zum Westportal, die Hochkreuzanlage und das Grabmal von Ernst-Theodor Bleek. Die historischen Bilder werden vom Kommunalarchiv bereitgestellt. „Das Projekt soll im Laufe der Zeit auf andere Bereiche der Stadt ausgeweitet werden“, so Peter Wansing, Leiter der Städtischen Betriebe Minden.

    Neben den Tafeln gibt es auch einen Info-Flyer. „Er fasst alles Wichtige zusammen und bietet auch eine Übersichtskarte, auf der noch weitere spannende Orte auf dem Nordfriedhof entdeckt werden können“, erläutert Lena Arendmeyer, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit bei der Stadt Minden. „Minden gestern und heute“ ist auch ein digitales Angebot. Jede Tafel mit einem QR-Code ausgestattet. Wer diesen mit seinem Mobiltelefon scannt, wird direkt auf die Internetseite www.minden.de/gesternundheute geleitet und bekommt weitere Informationen zu den historischen Ansichten.

    Pressestelle Stadt Minden, Katharina Heß, , Tel.: 0571/89204.

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