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Zwei neue klimafreundliche Projekte auf den Weg gebracht

26. November 2018 | Minden. Elektro-Ladesäulen und Carsharing gibt es demnächst auch in Minden.

  • Carsharing und Elektro-Ladesäulen sind auch in Minden Themen. Sowohl bei der Erstellung des Masterplans als auch bei der des Klimaschutzkonzepts haben sich die beteiligten Bürger*innen die Förderung von E-Mobilität und die Etablierung von Carsharing im Stadtgebiet gewünscht. Jetzt hat der Ausschuss für Bauen, Umwelt und Verkehr den Weg für diese beiden klimafreundlichen Projekte freigemacht. „Es gibt jetzt den passenden Zeitgeist dafür“, unterstreicht Andres Chwalek, Wirtschaftsförderer bei der Stadt Minden bei seiner Präsentation im Ausschuss. Ein runder Tisch mit verschiedenen Mindener Autohäusern hat deutlich gezeigt, dass der Bedarf an Elektro-Ladesäulen da ist. Fahrzeuge mit alternativen Antrieben sind im Kommen. So sind in Minden bisher 359 Fahrzeuge registriert, die einen emissionseinsparenden Antrieb besitzen. „Gespräche zeigen, dass es einen realistischen Marktanteil in Minden von 20 bis 30 Prozent im Jahr 2025 gibt und dafür muss jetzt die passende Infrastruktur geschaffen werden“, so Chwalek.

    Bundesweit gibt es rund 8.300 Ladestationen. Im Kreis Minden-Lübbecke sind es 23 und Minden hat bisher zwei. „Das ist ausbaufähig“, betont die Klimaschutzmanagerin der Stadt Minden, Inna Sawatzki. Mit der Förderung der E-Ladesäulen im Mindener Stadtgebiet wird ein weiterer Baustein des Masterplans Nachhaltige Mobilität realisiert. Mit dieser Planung und Umsetzung kann Minden sich in der Region bzw. in Deutschland im Bereich Elektromobilität positionieren, sagt die Klimaschutzmanagerin. Momentan wird mit zwölf öffentlichen Ladepunkten geplant. Diese befinden sich im Innenstadtbereich, aber auch am Bahnhof, an der Weserschleuse oder auf Kanzlers Weide. Die Standpunkte sind noch nicht abschließend festgelegt. Wir bauen dabei auch auf die Erfahrungswerte der Anbieter, sagt Andreas Chwalek.

    Die Stadt Minden stellt für das Projekt den öffentlichen Raum kostenlos zur Verfügung, auf dem die Ladesäulen stehen werden. Die Parkgebührenpflicht bleibt bestehen, denn ein kostenfreies Parken der Nutzer*innen, wie momentan am Großen Domhof, ist auf öffentlichem Gelände nicht gestattet. Die Mitglieder des Bauausschusses waren nach einer Diskussion darin einig, dass keine Autofahrer*innen bevorzugt behandelt werden sollten. Darum soll während des Ladevorgangs auch das Parkticket gezogen werden. „Außerdem wollen wir mit den Gebühren deutlich machen, dass die Ladestellen keine Dauerparkplätze sind“, unterstreicht der Beigeordnete für Städtebau und Feuerschutz Lars Bursian.

    Ebenfalls auf den Weg gebracht hat der Ausschuss die Etablierung eines Carsharing-Angebotes. Der motorisierte Verkehr im Stadtgebiet und die durch den Verkehr verursachten CO₂-Emissionen sollen in Minden langfristig gesenkt werden. Dieses Ziel steht bereits im Klimaschutzkonzept und wurde im Masterplan Nachhaltige Mobilität 2016 ebenfalls festgeschrieben. Der Masterplan dient als Leitfaden, um bis zum Jahr 2030 eine Gesamteinsparung an CO₂ von rund 37 Prozent gegenüber dem Jahr 2010 zu erreichen. Dazu soll das Carsharing einen Beitrag leisten. Laut einer Umfrage der Europäischen Kommission nutzten 2016 rund 20 Prozent der Deutschen Sharing-Angebote. Das Teilen von Autos belegte den vierten Platz. „Der Trend geht zunehmend zum Gemeinschaftskonsum“, sagt Chwalek.

    Fachkräfte und Studierende besitzen heutzutage nicht immer ein eigenes Auto. Sie möchten aber dennoch in der Stadt und der Region mobil sein. Das Carsharing-Angebot setzt dort an. Die Technik ist ausgereift und das Buchen eines Wagens per Smartphone-App gehört mittlerweile zum Alltag dazu. Außerdem könnte es die angespannte Parkplatzsituation für Anwohner*innen in der Innenstadt entspannen. „Für Minden können wir uns eine Variante aus stationsgebundenem und nicht stationsgebundenem Carsharing vorstellen. Die Standorte sind noch flexibel. Angedacht sind bisher elf öffentliche Stellplätze“, so der Wirtschaftsförderer. Nächste Schritte sind das Vergabeverfahren, um einen Anbieter zu finden und im Anschluss daran wird die Konzession vergeben. Dann kann das Angebot im kommenden Jahr starten.

    Pressestelle Stadt Minden, Katharina Heß, , Tel.: +49 571 89-204.

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