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Bürger*innen haben viele gute Ideen für die Innenstadt und die Stadtverwaltung

2. Oktober 2018 | Minden. Die Befragung zum „Aktionstag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen“ wurde ausgewertet. 141 Karten sind ausgefüllt worden.

  • Viel Lob, gute Ideen, aber auch Kritik gab es beim jüngsten Aktionstag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen. „Was wünschen sich die Mindener Bürger von der Stadtverwaltung?“, lautet die Frage an behinderte und nichtbehinderte Passantinnen und Passanten. Die Fachkraft für Behindertenbelange, Esther König, sowie Vertreter*innen von Institutionen der Behindertenhilfe und Mitglieder des Beirates für Menschen mit Behinderungen und des Seniorenbeirates hatten sich an der Aktion auf dem Markt im Mai 2018 beteiligt.

    Für die Befragung wurden Karten vorbereitet. 141 sind ausgefüllt abgegeben worden – eine „tolle Bilanz“, wie Bürgermeister Michael Jäcke bei der Präsentation der Auswertung herausstrich. Er selbst ist außerordentlich gut bewertet worden und auch die Mitarbeiter*innen der Stadtverwaltung erhielten viel Lob. Freundlichkeit, Rückruf nach Anruf, gute Beratung und transparente Prozesse wurden häufig genannt. Kritik gab es an der Telefonwarteschleife, aber auch zur schlechten Beschilderung im Rathaus sowie zu den Öffnungszeiten. Bemängelt wurde auch, dass es nur eine Ausgabestelle für „Gelbe Säcke“ in der Innenstadt gibt (Bürgerhalle, Rathaus). „Das alles nehmen wir an und ernst“, sagte Jäcke. Interessant seien für ihn aber vor allem die vielen guten Ideen, die genannt worden sind. „Das betrachten wir nicht nur als Anregung oder Kritik, sondern wir werden uns damit auch beschäftigen“, sagte der Bürgermeister in einem Pressegespräch am vergangenen Mittwoch zu.

    Nicht nur zur Stadtverwaltung – was die eigentliche Fragestellung war, sondern auch zu vielen anderen Themen äußerten sich die Bürgerinnen und Bürger. So standen bauliche Angelegenheiten in der Innenstadt ebenfalls im Fokus. Viele lobten die neugestaltete Fußgängerzone mit der verbesserten Aufenthaltsqualität – so Bänke, Brunnen, die breite und barrierefreie Fußgängerzone - sowie die geplante Umgestaltung der Martinitreppe. Viele der Befragten wünschen sich den - ebenfalls geplanten - Aufzug von der unteren in die obere Altstadt als barrierefreien Übergang. Bemängelt wurde das nicht barrierefreie Kopfsteinpflaster in der Altstadt, mangelte Parkmöglichkeiten für Menschen mit Behinderungen, zu wenig öffentliche Toiletten, Baustellen und die vielen Treppen in der Stadt.

    Bei den Themen „Sicherheit und Ordnung“ sowie „Grünflächen“ lobten die Bürger*innen das freie Parken auf Kanzlers Weide, das „saubere Minden“, die neue Kampagne gegen den Müll der Städtischen Betriebe Minden sowie das viele Grün und den Blumenschmuck in der Innenstadt (Aktion „Minden blüht auf“). Bemängelt werden wilde Müllablagerungen, Kriminalität und nicht angeleinte Hunde. Als Ideen kamen, mehr für die Insekten zu tun, noch mehr Grün in die Stadt zu bringen und Radwege öfter frei zu schneiden.

    Zu dem Themenfeld „Gastronomie und Handel“ wurden mehrfach das Angebot insgesamt und die Vielfalt gelobt. Als störend nannten die Befragten die leerstehende Obermarktpassage, ein mangelndes Angebot an Lebensmittel-Einzelhandelsgeschäften in der City sowie zu wenig Sitzmöglichkeiten in den Geschäften und Einkaufsmärkten.

    Ganz schlecht weg kam bei der Befragung der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) in Minden. Die Spalte in der Auswertung „Das finde ich gut“ bliebt hier komplett leer. „Das kann ich nachvollziehen“, sagte dazu Bürgermeister Michael Jäcke. Denn in der jüngsten Mobilitätsanalyse der Stadt kam heraus, dass die Nutzung des ÖPNV in Minden bei nur sechs bis acht Prozent liege. Das ist begründet - und wurde von den Bürgerinnen und Bürger auch so genannt – vor allem in den mangelnden Verbindungen am Abend und am Wochenende, an den knappen Umsteigezeiten am ZOB sowie in der fehlenden Barrierefreiheit an Bussteigen und Bushaltestellen.

    Für die an der Umfrage beteiligten Einrichtungen und Gremien war es „eine wirklich gute Sache“, beim Aktionstag mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. Viele nutzten auch das Angebot, ein Heißgetränk am Kaffeemobil des Unternehmens Melitta zu trinken. Das Mobil und auch das Personal dafür hat Melitta kostenfrei für die Veranstalter gestellt. Alle waren mit der Resonanz auf die Befragung sehr zufrieden. „Uns war es wichtig, dass die Ergebnisse in die Öffentlichkeit kommen“, hebt Esther König hervor. Die Mindener, die mitgemacht haben, sollten erfahren, dass ihr Lob, ihre Kritik und ihre Ideen ausgewertet wurden und auch ernst genommen werden, so die Fachkraft für Behindertenbelange bei der Stadt abschließend.

    Pressestelle der Stadt Minden, Susann Lewerenz, Telefon 0571 89204,

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