Bereits renaturiert: die Bastau im Weserglacis. Foto: Peter Hübbe

Bastau wird in einem weiteren Abschnitt renaturiert

1. April 2019 | Minden. Die Städtischen Betriebe laden zu einer Informationsveranstaltung am 9. April in die Käthe-Kollwitz-Realschule ein.


  • Die Renaturierung der Mindener Bastau – im Bereich der Mündung 2016 abgeschlossen – geht in die nächste Phase. Ab Herbst 2019 soll der Fluss auf einem 1,5 Kilometer langen Abschnitt - von der Ringstraße bis zum Kolpingweg - wieder einen natürlichen Charakter bekommen. Die Städtischen Betriebe Minden (SBM) planen die Maßnahme zusammen mit dem Fachbüro Sönnichsen & Partner (Minden). Basis für die Renaturierung ist die europäische Wasserrahmenrichtlinie aus dem Jahr 2000. Sie verfolgt das Ziel, für die heimischen Oberflächengewässer einen guten ökologischen Zustand zu erreichen.

    Rund eineinhalb Jahre soll die zu 90 Prozent vom Land Nordrhein-Westfalen geförderte Baumaßnahme dauern. Dieses und alle Details zur Renaturierung wollen die Städtischen Betriebe Minden (SBM) am Dienstag, 9. April, den Anwohnerinnen und Anwohnern sowie interessierten Bürger*innen vorstellen. Die Informationsveranstaltung findet ab 17 Uhr in der Aula der Käthe-Kollwitz-Realschule (Piwittskamp 38) statt.

    „Die Bastau ist als sand- und lehmgeprägter Tieflandfluss eingestuft“, erläutert Diplom-Ingenieur Ralf Rochell (SBM – Bereich Kanalisation - Gewässer), der die Maßnahme als Bauleiter begleiten wird. In dem derzeitigen Zustand sei das Gewässer als erheblich veränderter Wasserkörper klassifiziert – im Fachjargon: HMWB (heavily modified waterbody). Durch den tiefen Einschnitt ins Gelände gebe es derzeit keinen Verbund des Flussbettes mit dem Vorland. Ebenso sei der Wasserspiegel unnatürlich breit und es fehlen gewässertypische Strukturelemente. Mit einem ökologisch funktionierenden Gewässersystem habe die Bastau leider nichts mehr gemein, so Rochell. Das solle sich nun ändern.

    Pressestelle der Stadt Minden, Susann Lewerenz, Telefon 0571 89204,

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