Jury besucht PRIMUS-Schule für den Deutschen Schulpreis

4. Januar 2019 | Minden. 20 Schulen dürfen sich Hoffnung auf den Deutschen Schulpreis 2019 machen, darunter auch die PRIMUS-Schule in Minden. Eine Jury hat sie ausgewählt.

  • In den nächsten Wochen werden Juryteams aus Praktikern und Bildungswissenschaftlern die TOP 20-Schulen besuchen und begutachten. Dazu werden Gespräche mit Schulleitung, Lehrern, Schülern und Eltern geführt, Unterrichtseinheiten und Projekte besucht. Im Anschluss an die Schulbesuche nominiert die Jury Ende März bis zu 15 Schulen für den Deutschen Schulpreis 2019.

    „Dem Lernen Flügel verleihen!“ Unter diesem Motto steht der Deutsche Schulpreis, den die Robert Bosch Stiftung und die Heidehof Stiftung im Jahr 2006 ins Leben gerufen haben. Gute Schulpraxis steht dabei im Mittelpunkt und wird von einer Jury prämiert: „Vielen Schulen in Deutschland gelingt es, für Lernen zu begeistern und Schule als Ort des Staunens zu gestalten. Sie setzen Kreativität frei, lassen Lust an Leistungen entstehen, stärken Lebensfreude und Lebensmut und erziehen zu Fairness und Verantwortung. Diese hervorragenden Schulen sind pädagogisch richtungsweisend und Inspiration für andere.“ Mit dem Preis wollen die Stiftungen pädagogische Leistung würdigen und für die Schulentwicklung in Deutschland insgesamt nutzbar machen.

    Für die Bewerbung beschreibt eine Schule zunächst ihre zentrale Herausforderung, auf die sie mit ihrem speziellen Konzept reagiert. Dabei geht sie auf alle Qualitätsbereiche ein und beschreibt, was sie tut, um Unterricht und Lernen zu verbessern. "An der Primus-Schule stellen wir uns der Aufgabe, unsere Schule bildungsgerechter zu gestalten, das heißt, für alle Schüler*innen die Chancengleichheit zu verbessern und ihnen den bestmöglichen Schulabschluss zu ermöglichen, ungeachtet ihres familiären Hintergrundes und ihrer bisherigen Bildungsbiografie", so Schulleitung und Schulpflegschaft.

    Die Schüler*innen werden in der PRIMUS-Schule nicht mehr nach Klasse 4 nach Schulformen selektiert. Sie werden nicht durch Noten demotiviert, sondern sie lernen, Verantwortung für ihr eigenes Lernen zu übernehmen und erhalten die Möglichkeit, ihre Stärken zu erkennen und eine Wertschätzung ihrer Leistung zu erfahren. "Wir wollen glückliche Kinder durch eigenverantwortliches, von Interesse geleitetes, angstfreies Lernen, Förderung individueller Stärken und Wertschätzung jeder Leistung. Wir erreichen dies durch offene Lernarrangements wie Trainingszeiten, in denen Schüler*innen lernen, selbstgesteuert und selbstverantwortlich zu lernen."

    Im fächerverbindenden Projektunterricht lernen die Schüler* innen vernetzt zu denken und ein Thema von allen Seiten her zu erschließen. Ihre  persönlichen Stärken in sprachlichen, musischen, künstlerischen oder sportlichen Fähigkeiten können die Schüler*innen im Werkstattunterricht weiterentwickeln. Neben dem Lernen gehört zu einer guten Schule aber mehr: Fühlen sich die Schüler*innen wohl? Haben sie Erfolgserlebnisse? Können sie das Schulleben aktiv mitgestalten? Lernen sie, Verantwortung zu  übernehmen?

    Die PRIMUS-Schule wird Anfang der kommenden Woche (2. KW) besucht. Am Dienstag, 8. Januar, findet nachnmittags eine Pressekonferenz statt.

    Die 15 nominierten Schulen nehmen an der feierlichen Preisverleihung mit Bundeskanzlerin Angela Merkel am 5. Juni 2019 in Berlin teil. Dann entscheidet sich, wer die begehrten Preise mit nach Hause nehmen wird. 

    Der Gewinner des Hauptpreises erhält 100.000 Euro, die weiteren fünf Preisträger zusammen nochmals insgesamt über 100.000 Euro. Alle nominierten Schulen, die nicht mit Preisen ausgezeichnet werden, erhalten Anerkennungspreise in Höhe von jeweils 5.000 Euro. Darüber hinaus profitieren die Schulen, die von der Jury besucht werden und keinen Preis erhalten, vom Schulentwicklungsprogramm des Deutschen
    Schulpreises. Über zwei Jahre erhalten sie eine individuelle Prozessbegleitung, nehmen an Seminaren und
    Vernetzungsangeboten teil.

    Der Deutsche Schulpreis
    Die Robert Bosch Stiftung GmbH vergibt den Deutschen Schulpreis seit dem Jahr 2006 gemeinsam mit der Heidehof Stiftung. Er ist der bekannteste, anspruchsvollste und höchstdotierte Preis für gute Schulen im Land. Kooperationspartner sind die ARD und die ZEIT-Verlagsgruppe. Seit dem Start des Programms haben sich rund 2.000 Schulen für den Preis beworben. Bei der Entscheidung über die Preisträger bewertet die Jury sechs Qualitätsbereiche: „Leistung“, „Umgang mit Vielfalt“, „Unterrichtsqualität“, „Verantwortung“, „Schulklima, Schulleben und außerschulische Partner“ und „Schule als lernende Institution“. Diese Merkmale sind inzwischen als Kennzeichen für gute Schulqualität allgemein anerkannt.

    Für mehr gute Schulen!
    Unter dem Motto „Für mehr gute Schulen!“ haben es sich die Robert Bosch Stiftung und die Heidehof Stiftung zum Ziel gesetzt, die Qualität von Schule und Unterricht in Deutschland nachhaltig zu verbessern. Die beiden Stiftungen unterstützen bundesweit Schulen bei ihrer Schulentwicklung und bieten dazu praxisorientierte Programme für alle Schularten an. Im Mittelpunkt steht dabei die hervorragende pädagogische Arbeit, die viele gute Schulen in Deutschland bereits leisten. Diese Leuchttürme zeichnen die beiden Stiftungen jährlich mit dem Deutschen Schulpreis aus und machen exzellente Praxis damit sichtbar.

    Die Deutsche Schulakademie (www.deutsche-schulakademie.de), eine Tochter der Robert Bosch Stiftung und der Heidehof Stiftung, bereitet die Konzepte der ausgezeichneten Schulen auf und organisiert auf dieser Grundlage Fortbildungsmaßnahmen und Schulentwicklungsangebote, um mit dem Wissen aus den Preisträgerschulen anderen Schulen Impulse zu geben, die eigene Schulentwicklung in die Hand zu nehmen.

    Das Deutsche Schulportal (www.deutsches-schulportal.de) stellt als Onlineplattform die erfolgreichen Konzepte der Preisträgerschulen einer breiten Öffentlichkeit vor. Neben den Konzepten bietet das Schulportal aktuelle Informationen und Beiträge zu den Themen Schulpraxis, Bildungspolitik und Wissenschaft. Das Deutsche Schulportal ist eine Initiative der Robert Bosch Stiftung, der Deutschen Schulakademie und der Heidehof Stiftung in Kooperation mit der ZEIT Verlagsgruppe.


    Die 20 nominierten Schulen für den Deutschen Schulpreis 2019

    • Alemannenschule Wutöschingen, Wutöschingen, Baden-Württemberg
    • Elisabeth-von-Thadden-Schule, Heidelberg, Baden-Württemberg
    • Ferdinand-von-Steinbeis-Schule, Tuttlingen, Baden-Württemberg
    • Robert-Gerwig-Schule, Singen, Baden-Württemberg
    • Schillerschule Münsingen, Münsing, Baden-Württemberg
    • Eichendorffschule Erlangen, Erlangen, Bayern
    • Friedrich-Dessauer-Gymnasium, Aschaffenburg, Bayern
    • Grundschule An der Haake, Hamburg,
    • Mosaikschule Marburg, Marburg, Hessen
    • Evangelische Gesamtschule Gelsenkirchen-Bismarck, Gelsenkirchen, Nordrhein-Westfalen
    • Friedrich Wilhelm Murnau-Gesamtschule, Bielefeld, Nordrhein-Westfalen
    • Gebrüder-Grimm-Schule, Hamm, Nordrhein-Westfalen
    • GGS Kettelerschule, Bonn, Nordrhein-Westfalen
    • KOSMOS-Bildung Münsterlandschule Tilbeck, Havixbeck, Nordrhein-Westfalen
    • PRIMUS Schule, Minden, Nordrhein-Westfalen
    • Schiller-Schule, Bochum, Nordrhein-Westfalen
    • Technisch-Wissenschaftliches Gymnasium Dillingen, Dillingen, Saarland
    • Kurfürst-Moritz-Schule, Moritzburg, Sachsen
    • Jeetzeschule in Salzwedel, Salzwedel,, Sachsen-Anhalt
    • Deutsche Auslandsschulen: Deutsche Schule „Mariscal Braun“ La Paz, La Paz, Bolivien

    Über die Robert Bosch Stiftung
    Die Robert Bosch Stiftung GmbH gehört zu den großen, unternehmensverbundenen Stiftungen in Europa. In ihrer gemeinnützigen Arbeit greift sie gesellschaftliche Themen frühzeitig auf und erarbeitet  exemplarische Lösungen. Dazu entwickelt sie eigene Projekte und führt sie durch. Außerdem fördert sie Initiativen Dritter, die zu ihren Zielen passen.

    Die Robert Bosch Stiftung ist auf den Gebieten Gesundheit, Wissenschaft, Gesellschaft,
    Bildung und Völkerverständigung tätig. In den kommenden Jahren wird sie darüber hinaus ihre Aktivitäten verstärkt auf drei Schwerpunkte ausrichten:
    - Migration, Integration und Teilhabe
    - Gesellschaftlicher Zusammenhalt in Deutschland und Europa
    - Zukunftsfähige Lebensräume

    Die Robert Bosch Stiftung bekennt sich zu den Werten und dem Vorbild ihres Stifters, Robert Bosch, und setzt dessen philanthropisches Wirken fort. Mit mehr als 50 Jahren Erfahrung verfügt sie in ihren Fördergebieten über ein breites Wissen, die Qualifikation zur Entwicklung von Lösungen und ein umfangreiches Netzwerk von Partnern, Experten und Praktikern.

    Die Robert Bosch Stiftung ist alleinige Trägerin des Robert Bosch Krankenhauses und der zugehörigen Forschungsinstitute in Stuttgart, Institut für Geschichte der Medizin (IGM) und Dr. Margarethe Fischer-Bosch-Institut für Klinische Pharmakologie (IKP), sowie des International Alumni Center (iac) in Berlin. Sie ist Gesellschafterin des UWC Robert Bosch Colleges in Freiburg und der Deutschen Schulakademie in Berlin.

    PRIMUS-Schule und Robert Bosch Stiftung, Ansprechpartner: Pressereferent Michael Herm, Telefon +49 711 46084-290, presse @bosch-stiftung.de

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