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Arbeiten für die "Stadtblänke" beginnen im April

18. März 2019 | Minden. Die Mindener Innenstadt erhält an der Weser ein neues Biotop, das gleichzeitig dem Hochwasserschutz dient.
  • Im April sollen die Arbeiten für die „Stadtblänke“ beginnen, kündigte der Leiter des Bereiches Stadtplanung, Malte Wittbecker, am 13. März im Ausschuss für Bauen, Umwelt und Verkehr an. Im Uferbereich der Weser zwischen der Weserbrücke (Kaiserstraße) und dem Vereinsheim des SV 1860 Minden (früher TV Jahn) gegenüber der Schlagde wird das Unternehmen Becker Boden ausheben und Anpflanzungen vornehmen. Parallel zur Blänke soll östlich ein Weg angelegt werden. Eigentümerin des Geländes ist das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA).

    Eine Blänke ist ein kleines, flache Gewässer in Geländemulden oder Bodenvertiefungen, die häufig nur temporär Wasser führen. Je nach Bodenbeschaffenheit, Wasserführung und Lichtverhältnissen besitzen derartige Gewässer eigene Pflanzen- und Tierwelten. Und die sollen sich auch in der „Stadtblänke“ ansiedeln, so Wittbecker. Bei hohem Pegelstand der Weser wird die Blänke ein Gewässer sein, bei niedrigem Stand trocken fallen. So werde es ständige Veränderungen geben und die Weseraue erlebbar gemacht, erläutert der Leiter der Stadtplanung weiter. Die Fertigstellung sei für Ende 2019 vorgesehen.

    Das Projekt ist in erster Linie eine Maßnahme zum Hochwasserschutz. Mit der Blänke sollen auch die Abflussverhältnisse im Stadtdurchgang optimiert werden. „Die Weser wird an dieser Stelle deutlich breiter, wenn sie ausreichend Wasser führt“, nennt der Beigeordnete für Städtebau und Feuerschutz, Lars Bursian, einen weiteren Effekt. Teil der ökologisch motivierten Maßnahme sei auch, dass die noch zur Preußenzeit angelegten Buhnen in diesem Bereich wieder freigelegt werden. Rund 400.000 Euro seien für das Projekt veranschlagt. 318.000 Euro kommen als Zuwendung von Land Nordrhein-Westfalen. Knapp 80.000 Euro muss die Stadt selbst aufbringen.

    Bereits 2014 ist das Projekt „Stadtblänke“ auf dem rechten Weserufer vom Verein „Weserfreunde e.V.“ an die Stadt Minden herangetragen worden. 2015 wurde ein Antrag bei der Bezirksregierung Detmold gestellt und im selben Jahr das Projekt auch genehmigt. 2016 ist nach der ersten Vorstellung im Ausschuss für Bauen, Umwelt und Verkehr ein Förderantrag gestellt worden.

    2017 kam der Förderbescheid. Weitere Schritte waren der Nutzungsvertrag mit dem WSA, die Einbeziehung des Kampfmittelräumdienstes und eine Baugrunduntersuchung. 2018 sei die Ausschreibung für die Planung erfolgt, so Malte Wittbecker. Mit der Begleitung des Projektes wurde danach das Büro Sönnichsen & Partner beauftragt. Den Zuschlag für die Ausführung erhielt nach der Ausschreibung und Submission das Unternehmen Wilhelm Becker GmbH & Co. KG.

    Pressestelle der Stadt Minden, Susann Lewerenz, Telefon 0571 89204,

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