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Menschenkette gegen Rassismus am 21. März in Minden

19. März 2019 | Minden. Der Integrationsrat ruft erstmals zu dieser Aktion auf, um gemeinsam "ein Zeichen für ein buntes und vielfältiges Miteinander zu setzen“.

  • Erstmals wird es am „Internationalen Tag gegen Rassismus“ , Donnerstag, 21. März, in Minden eine Menschenkette gegen Rassismus geben. Organisiert wird diese vom Integrationsrat der Stadt Minden. Die Teilnehmer*innen treffen sich um 17.30 Uhr an der Martinitreppe (Scharn/Markt). „Gemeinsam wollen wir ein Zeichen für ein buntes und vielfältiges Miteinander gegen Rassismus setzen“, sagt Kameran Ebrahim, Vorsitzender des Integrationsrates. Gerne soll farbenfrohe Kleidung oder auch Kleidung der eigenen Kultur getragen werden. Politische und nationale Symbole sowie Fahnen sind nicht erwünscht, weil die kulturelle Vielfalt und die Menschen im Vordergrund stehen sollen.

    Die Kette, die von der Polizei begleitet wird, soll sich an der Martinitreppe teilen. Die eine Gruppe geht – möglichst Hand in Hand – über den Markt in Richtung Tonhallenstraße, auf dem Klausenwall bis zur Vinckestraße und dann über den Kleinen Domhof wieder zurück zum Markt, die zweite Gruppe über den Scharn, die Bäckerstraße, die Pulverstraße, den Großen und Kleinen Domhof zum Markt. Vor dem Start werden Karl-Heinz Ochs vom Verein für Demokratie und Vielfalt, Bürgermeister Michael Jäcke und Kameran Ebrahim auf dem Podest der Martinitreppe sprechen. Zum Abschluss tritt auf der Martinitreppe der Nachbarschaftschor aus Bärenkämpen auf und im folgenden Programm gibt es internationale Musik.

    „Lasst uns gemeinsam, unabhängig von Herkunft, Glauben, Nationalität und Parteizugehörigkeit, als Menschen in unserer Vielfalt sichtbar machen“, wünscht sich der Vorsitzende des Integrationsrates in dem Aufruf, der auch über E-Mails und Social Media-Kanäle verbreitet wird. In Minden leben Menschen aus 121 Nationen friedlich mit- und nebeneinander. Die Menschenkette steht unter dem Titel „Sei dabei – Hand in Hand für Vielfalt“. Alle Mindener und interessierten Gäste sind aufgerufen, an der Aktion teilzunehmen, so der Integrationsrat.

    Der 21. März als "Internationaler Tag gegen Rassismus" hat seinen Ursprung in Südafrika. Das Datum geht zurück auf das Massaker von Sharpeville im Jahr 1960. Während einer Demonstration gegen die Apartheidgesetze in der südafrikanischen Stadt eskalierte die Situation: Polizisten schossen in die Menge und töteten 69 Menschen, mindestens 180 weitere wurden zum Teil schwer verletzt. Sechs Jahre später riefen die Vereinten Nationen den 21. März zum Gedenktag aus. An diesem Tag soll seitdem nicht nur der Opfer von damals gedacht werden, sondern auch Aktionen gegen Diskriminierung gefördert und gegen Rassismus mobilisiert werden.

    "Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren", heißt es im ersten Artikel der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. An die gemeinsame Verantwortung, dieses Ideal zu fördern und zu schützen, erinnert der Internationale Tag gegen Rassismus jährlich am 21. März.  In Deutschland werden die Aktivitäten um die Internationale Woche gegen Rassismus bzw. den Internationalen Tag gegen Rassismus seit seiner Gründung 1994 vom Interkulturellen Rat in Deutschland e.V. koordiniert.

    Pressestelle der Stadt Minden, Susann Lewerenz, Telefon 0571 89204,

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