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Öffentliche Donnerstags-Führung zu „Weimar im Westen“ am Tag der Deutschen Einheit

23. September 2019 | Minden. Die Ausstellung zeigt eindrucksvoll die gesellschaftlichen, kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Herausforderungen und offenen Spannungsfelder dieser Epoche.

  • Im Mindener Museum geht es am Tag der Deutschen Einheit, 3. Oktober, um 17 Uhr in der öffentlichen Donnerstags-Führung um „Weimar im Westen“ und die Republik der Gegensätze. Fragen wie „Bonn war nicht Weimar, aber vielleicht Berlin?“ und Schlagworte aus den 1920er Jahren wie die „Republik ohne Republikaner“ fallen gegenwärtig in vielen politischen Debatten. Der Vergleich zwischen aktuellen Entwicklungen und der ersten deutschen Demokratie hinkt aber oft, denn die Weimarer Republik darf nicht nur von ihrem Ende und Scheitern beurteilt werden.

    Die multimediale Wanderausstellung „Weimar im Westen: Republik der Gegensätze“ des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) und des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) im Verbundprojekt „100 Jahre Bauhaus im Westen“ zeigt eindrucksvoll die gesellschaftlichen, kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Herausforderungen und offenen Spannungsfelder dieser Epoche in Rheinland-Westfalen zwischen Tradition und Moderne. In der gut 45-minütigen Führung spürt Museumsleiter Philipp Koch diesen Widersprüchen anhand ausgewählter stadtgeschichtlicher Objekte dieser Zeit nach. Auf der einen Seite stehen Aufbrüche in die Moderne, wie sie der einsäulige Bürostuhl RP 28 der Mindener Firma Fr. Drabert & Söhne verkörpert, dessen Design und ergonomische Funktionalität von den aktuellen Ideen des Bauhauses inspiriert wurde. Auf der anderen Seite kommt es in Minden ebenfalls zu Abschottung, Antisemitismus, Ausgrenzungen von Andersdenkenden und Gewalt in der politischen Kultur, wofür exemplarisch die Ereignisse nach dem Mord an Außenminister Walther Rathenau und die Zerstörung der Gaststätte „Zum Grünen Wenzel“ im Juni 1922 stehen. Der Alltag in Minden zeigt sich dabei als „Brennglas“ der großen Geschichte.

    Der Eintritt kostet pro Person inkl. Führungsgebühr 5 Euro. Die Ausstellung ist noch bis zum 27. Oktober im Mindener Museum zu sehen. Darüber hinaus steht Besucher*innen ein umfangreiches Begleitprogramm mit Online-Angeboten, Filmen und Veranstaltungen, Materialien für Schulen, Studierende und historisch Interessierte zur Verfügung (www.weimar-im-westen.de). 

    Mindener Museum, Di.-So. 12-18 Uhr; Sonderöffnungszeiten für Gruppen. Weitere Infos unter www.mindenermuseum.de oder 0571 / 9724020 oder .


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