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Bauprojekte in Minden: Städtische Betriebe zeigen woran gerade gearbeitet wird

4. September 2019 | Minden.  Ein neues Baugebiet und drei Brückensanierungen standen auf dem Plan der Baustellen-Bereisung. 

  • Die Städtischen Betriebe Minden (SBM) gaben jetzt einen Einblick in laufende Projekte. Vor Ort zeigten Dirk Becker und Friedrich Lange was in Dankersen am Riehekamp passiert und welche Brücken in Minden gerade auf Vordermann gebracht werden.  

    Bis auf ein Grundstück ist das Bauland am Riehekamp bereits vergeben und verplant, das sagt Diplom-Bauingenieur Dirk Becker. Er arbeitet bei den Städtischen Betrieben Minden im Bereich Straßenbau und Brücken. Beim Rundgang durch das neu entstandene Wohngebiet in Dankersen wird deutlich, dass Grundstücke sehr gefragt sind. Aus dem Grund hat die Stadt Minden bereits 2010 Entwässerungsleitungen und eine Baustraße gebaut. Die städtische Erschließung war wichtig, um Bauland vorzuhalten, so Becker. Momentan geht es darum den Straßenendausbau abzuschließen. Wenn es nach Plan läuft, dann ist Ende September alles fertig. Einige Anlieger*innen haben bereits Patenschaften für die Grünflächen übernommen. Sie sind im Wohngebiet verteilt und rund zehn Quadratmeter groß. Bepflanzt werden sie von den SBM und die Pflege übernehmen die Anwohner*innen. 

    Zwischen der Werftstraße und der Goebenstraße verläuft die Hochstraße. Sie dient als Verlängerung der Nordbrücke bis zur B 61 und wird momentan saniert. Der erste Bauabschnitt ist bereits fertig, jetzt folgen die nächsten zwei. „Im Juli 2013 hat eine Zustandsbewertung gezeigt, dass das Bauwerk in einem sehr schlechten Zustand ist“, sagt Friedrich Lange, der bei den SBM für die Mindener Brücken zuständig ist. Die Schäden reichen von den Pfeilern über die Unter- und Überbauten bis zu den Geländern. Bei den Stützwänden war die Standsicherheit aufgrund von mehreren Rissen und Betonabplatzungen eingeschränkt. 

    Rund 12.000 Pkw und Lkw fahren täglich über die Hochstraße, da ist die Erneuerung des Asphaltes und der Abdichtung notwendig. Außerdem wird der Beton an den Wänden und Pfeilern instandgesetzt, die Geländer für Radfahrer*innen erhöht und 20 defekte Lager ausgetauscht. „Brücken und Hochbauten haben ein sehr bewegtes Leben – sie sind Schwingungen, Verformungen und großen Kräften ausgesetzt. Die Bauwerkslager übertragen vertikale und horizontale Lasten“, erklärt Bauingenieur Lange. Bis Ende November soll alles fertig sein und insgesamt werden 4.5 Millionen Euro verbaut.

    Eine weitere Brücke, die in Minden saniert wird, ist die Bastaubrücke am Hohenstaufenring. „Hier wird es sehr schick“, betont Friedrich Lange. Denn es gibt einen Anbau für die Fußgänger*innen. Der ist komplett neu und trennt sie vom Auto- und Radverkehr. In dem Bereich gibt es viele Radfahrer*innen, die in die Innenstadt wollen und die Kita Leonhardi sowie die Hohenstaufenschule liegen im direkten Umfeld – es gibt hier viel Verkehr. Die Brücke liegt an einer Schnittstelle, so Lange. Damit die Mindener*innen sicher von A nach B kommen, wird der Asphalt abgetragen, die Arme an den Seiten weggefräst, an den Außenwänden kommt der Stahlbauer zum Einsatz und am Ende wird die Fahrbahndecke erneuert. Die Baukosten liegen bei 350.000 Euro und Ende November soll die Brücke fertig sein. 

    Am Ende der Baustellenbereisung zeigt Friedrich Lange die über 100 Jahre alte Bastaubrücke im Weserglacis. Sie erstrahlt seit ungefähr sechs Wochen in neuem Glanz. Sie ist ein Juwel in Minden – es handelt sich um eine filigrane Stahlkonstruktion mit genieteten Stahlträgern, die auf einer Betonplatte liegt. Das Geländer ist mit den Formen und Ornamenten sehr aufwendig gearbeitet. Die Brücke steht unter Denkmalschutz.

    Hier war beispielsweise das Geländer lose, einige der eisernen Jugendstilelemente waren verrostet oder abgebrochen, es hatten sich Nieten gelöst und die Beschichtung musste erneuert werden. Vandalismus und Altersschäden machten es notwendig, dass die Brücke saniert wurde. „Die Brücke passt sich sehr gut in die Umgebung ein. Hier kommen viele Radfahrer*innen, Jogger oder auch Spaziergänger*innen vorbei, die sie überqueren“, sagt der Brückenexperte. 

    Pressestelle Stadt Minden, Katharina Heß, , Tel.: +49 571 89 204. 
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