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Noch mehr Wagner... Ausstellung – Film – Konzert

4. September 2019 | Minden. Unter dem Titel „Noch mehr Wagner…“ haben das Kulturbüro der Stadt, die Kulturinstitute und das BÜZ drei Veranstaltungen im Begleitprogramm zu Wagners „Ring des Nibelungen“ im Angebot. 

  • Das Kommunalarchiv präsentiert anlässlich der Aufführungen des kompletten „Rings“ im Stadttheater eine Ausstellung zu Mindener Straßennamen. Diese wird am Donnerstag, 5. September, um 17 Uhr mit einem kurzen Vortrag eröffnet. Das Hauptaugenmerk gilt der Zeit des Nationalsozialismus. Vor dem Zweiten Weltkrieg wurden mehrere Straßen in Minden unter nationalsozialistischem Vorzeichen umbenannt oder neu benannt.

    Beispielsweise hieß der Große Domhof in dieser Zeit Adolf Hitler-Platz. Und die Tonhallenstraße, an der Theater und Archiv liegen, wurde auf Initiative des Mindener Richard Wagner-Verbands in Richard Wagner-Straße umbenannt. Der damalige Oberbürgermeister Ernst Althaus wählte die Tonhallenstraße und argumentierte fälschlicherweise, dass „die jetzige Bezeichnung keinerlei historische Bedeutung“ habe.

    Erstmals benannt wurden die Straßen in der damals gerade entstehenden Siedlung Kuhlenkamp - und zwar zeittypisch mit Namen bekannterer oder zumindest lokal bekannter Nationalsozialisten. Nach dem Krieg sorgten die Alliierten für die Beseitigung derartiger Straßennamen und Straßenschilder. Doch bis heute hält sich hartnäckig die Bezeichnung „Hindenburgplatz“ für den „Nebenplatz des Weserstadions“, wie dieser offiziell seit 2012 heißt, im alltäglichen Sprachgebrauch. Die Ausstellung im Kommunalarchiv ist vom 5. September bis Mitte Dezember während der Öffnungszeiten des Archivs (Dienstag bis Freitag, 9 bis 13 Uhr sowie Dienstag bis Donnerstag, 14 bis 17 Uhr) zugänglich.

    Das Kulturzentrum BÜZ wird anlässlich der Wagner-Wochen den Film „Der Wagner-Clan. Eine Familiengeschichte“ zeigen. Bis heute ranken sich viele Geheimnisse und Intrigen um die Familie Wagner, deren Machtkämpfe die Öffentlichkeit bis heute in Atem halten. Der 2013 entstandene Film erzählt die Geschichte der Familie Wagner nach dem Tod des Komponisten Richard Wagner und schildert die dramatischen Konflikte derer, die nach seinem Tod um sein Vermächtnis ringen. Zur prominenten Besetzung des Films gehören Iris Berben, Lars Eidinger, Heino Ferch und Petra Schmidt-Schaller. Das BÜZ zeigt den Film am 11. September ab 19.30 Uhr.

    Musikalisch wird es mit dem Open-Air-Jazz-Programm „Wald und Wagner“: Die Musiker Sebastian Netta, Hans Wanning, Ingo Senst und Wim Wollner greifen auf ihrer kleinen Bonsaibühne die Musik Richard Wagners auf. Motive aus „Tannhäuser“ oder „Parsifal“ inspirieren die Künstler dabei zu modernen, vom Jazz geprägten Interpretationen. Die Affinität der Band sowohl zur Klassik als auch zur Improvisation geht einher mit überschäumender Spielfreude und Experimentierlust.

    Überraschend, virtuos und expressiv, bisweilen auch augenzwinkernd und humorvoll überschreiten die Musiker nach Belieben unsichtbare Linien zwischen komponierter und improvisierter Musik. Aus Wagners harmonischen Welten entstehen unvermittelt klangvolle Metamorphosen: Mal lugt ein Jazzklassiker hervor, mal ein Samba oder ein Tango. Das Konzert findet am Freitag, 13. September, ab 18 Uhr auf einer Wiese direkt an der Weser (Brückenkopf 14, 32423 Minden) statt. Interessierte können gerne Picknickdecken und Verpflegung mitbringen, um in gemütlicher Atmosphäre den Klängen der vier Musiker auf der Bonsaibühne zu lauschen. Parkmöglichkeiten gibt es auf Kanzlers Weide.

    Die Musikschule Minden hat am 4. September mit Workshops zum Thema "Richard Wagner und der Herr der Ringe" begonnen. Die Ergebnisse werden am Samstag, 28. September,  zur Veranstaltung "Hopfen & Malz"  in einem Open-Air-Konzert auf dem Kleinen Domhof um 11 Uhr und um 15 Uhr präsentiert. 

    Zum Abschluss gibt es am 31. Oktober, ab 18.30 Uhr in der Stadtbibliothek die Filmnacht "Herr der Ringe"

    Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei. Weitere Informationen zu den Veranstaltungen gibt es unter www.minden-erleben.de oder im Kulturbüro der Stadt Minden.

    Pressestelle der Stadt Minden, Telefon 0571 89204,

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