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Elektroauto oder neue Heizung gefällig?

21. Juli 2020 | Minden. Die Stadt Minden macht auf attraktive Förderungen von Bund und Land aufmerksam. Die Quoten sind deutlich erhöht.

  • Bund und Länder fördern mit verschiedenen Programmen für Privatpersonen, Vereine, Unternehmen und Kommunen die Umsetzung von Maßnahmen für den Klimaschutz. Der Förderdschungel ist dabei nicht immer ganz durchschaubar. Die Stadt Minden möchte daher auf aktuell besonders attraktive Förderungen in den Bereichen Elektromobilität und erneuerbare Energien hinweisen.

    Für neue, erstmals zugelassene batterieelektrische Fahrzeuge, Plug-In-Hybride oder Brennstoffzellenfahrzeuge gibt es den sogenannten Umweltbonus vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Pro Fahrzeug beträgt die Förderung für ein Batteriefahrzeug aktuell insgesamt 9.000 Euro (inklusive Herstelleranteil), für PlugIn-Hybrid-Fahrzeuge 6.750 Euro (inklusive Herstelleranteil). Vorher lag die Kaufprämie für Batterieelektrofahrzeuge bei insgesamt 6.000 Euro. „Eine Antragstellung lohnt sich also“, sagt die Klimaschutzmanagerin der Stadt Minden, Inna Sawazki.

    Einen Förderantrag beim BAFA können Privatpersonen und Unternehmen sowie Stiftungen, Körperschaften und Vereine stellen. Weitere Informationen zu dem Förderprogramm gibt es auf der Internetseite des BAFA unter
    https://www.bafa.de/DE/Energie/Energieeffizienz/Elektromobilitaet/elektromobilitaet_node.html. Auch die dazugehörige Ladeinfrastruktur wird gefördert. Zur Ankurbelung der Wirtschaft und der Elektromobilität in Zeiten der Corona-Pandemie wurden befristet bis zum 30. November 2020 im Rahmen des Förderprogramms „Emissionsarme Mobilität“ vom Land NRW die Förderquoten für den Kauf und die Installation von Wallboxen und Ladesäulen stark erhöht. Die neuen Förderhöhen sind besonders für Privatpersonen und Unternehmen attraktiv.

    Für Privatpersonen wird eine private Ladeinfrastruktur - zum Beispiel eine Wallbox - mit 60 Prozent der Kosten bis zu 2.000 Euro gefördert. Vorher waren es 50 Prozent bis maximal 1.000 Euro. Für private steuerbare oder öffentliche Ladeinfrastruktur gibt es höhere Förderquoten. Werden diese noch aus zumindest teilweise mit vor Ort eigenerzeugtem Strom aus einer neu errichteten Erneuerbare-Energien-Anlage betrieben, gibt es zusätzlich noch einen Bonus von 500 Euro, so die Stadt Minden.

    Auch für Unternehmen sind die Förderbedingungen aktuell attraktiv – so können Betriebe beispielsweise elektrisch betriebene Lastenfahrräder zu 40 Prozent bis zu 3.500 Euro fördern lassen. Vorher lag die Förderhöhe bei 30 Prozent bis zu 2.100 Euro. Auch die Förderungen für Ladeinfrastruktur und die Beschaffung von Batterieelektro- oder Brennstoffzellenfahrzeuge wurden für Unternehmen erhöht. Alle wichtigen Informationen und Möglichkeiten zur Antragstellung gibt es auf der Website der Bezirksregierung Arnsberg unter
    https://www.bezreg-arnsberg.nrw.de/themen/p/progres_nrw_emissionsarme_mobilitaet/index.php.

    „Solch hohe Förderquoten sind wirklich besonders, zumal es sich hier um nicht rückzahlbare Zuschüsse handelt. Wer also ein Elektroauto mit Wallbox oder Ladesäule anschaffen möchte, sollte diese Möglichkeit unbedingt nutzen und die Anträge innerhalb der Frist stellen“ erklärt Klimaschutzmanagerin Inna Sawazki.

    Nicht nur im Bereich Elektromobilität tut sich was. Auch im Sanierungsbereich gibt es seit Anfang des Jahres attraktive Förderungen im Rahmen des Programms „Heizen mit erneuerbaren Energien“ des BAFA. Wer mit erneuerbaren Energien heizen möchte, kann sich über hohe Förderungen freuen, sowohl für Neu- als auch für Bestandsgebäude.

    In Neubauten werden Solarkollektoranlagen mit 30 Prozent der förderfähigen Kosten und Biomasse- sowie Wärmepumpenanlagen mit 35 Prozent der förderfähigen Kosten gefördert. In bestehenden Gebäuden - das heißt in solchen, in denen zum Zeitpunkt der Antragstellung bereits seit mehr als zwei Jahren ein Heizungs- beziehungsweise Kühlsystem in Betrieb genommen ist, das ersetzt oder unterstützt werden soll - werden Solarthermieanlagen (zu 30 Prozent), Biomasseanlagen (Pellets und Holzhackschnitzel - zu 35 Prozent), Wärmepumpenanlagen (35 Prozent), Hybridheizungen (Kombination aus mehreren Anlagen mit Wärme aus erneuerbaren Energien - zu 30 Prozent) und „Renewable Ready“ Gas-Brennwertheizungen (zu 20 Prozent) gefördert. Wer eines dieser Heizungssysteme installiert und gleichzeitig dafür die alte Ölheizung austauscht, erhält eine erhöhte Förderquote. Zum Thema Heizungstausch können sich Interessierte auch bei der Verbraucherzentrale NRW in Minden informieren und beraten lassen (Mail:
    , Website: https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/energie/heizen-und-warmwasser/neue-heizung-welche-ist-die-richtige-30077).

    „Im Heizungstausch kann ein enormes Potenzial liegen. In Deutschland wird etwa 40 Prozent der Energie in Gebäuden verbraucht – davon ca. 85 Prozent für Raumwärme und Warmwasser. Wer die alte Heizung also gegen eine effizientere Neue austauscht, spart nicht nur Energie und Kosten, sondern unterstützt auch die Wärmewende in Minden und trägt damit aktiv zum Klimaschutz bei“, so Inna Sawazki.

    Alle Informationen dazu gibt es unter:
    https://www.bafa.de/DE/Energie/Heizen_mit_Erneuerbaren_Energien/Foerderprogramm_im_Ueberblick/foerderprogramm_im_ueberblick_node.html.

    Generelle Informationen zu energetischen Fördermöglichkeiten und Förderprogrammen gibt es beim Fördernavi der Energieagentur.NRW unter https://foerdernavi.energieagentur.nrw/.

    Klimaschutzmagagerin der Stadt Minden, Telefon 0571 89650,

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