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Änderungen auch in der Stadtverwaltung und bei den Städtischen Betrieben

25. März 2020 | Minden. Die Mitarbeiter*innen sind weiterhin erreichbar.  In großen Teilen wurde ein Zwei-Schichten-Modell eingeführt.

  • Aufgrund der Corona-Krise sind die Dienststellen der Stadtverwaltung derzeit für den Publikumsverkehr geschlossen. „Dennoch wird im Rathaus und auch bei den Städtischen Betrieben weitergearbeitet“, macht Bürgermeister Michael Jäcke deutlich. Zur Unterstützung der Beschäftigten seien personelle und organisatorische Maßnahmen ergriffen worden, die in dem dynamischen Prozess rund um das Corona-Virus stetig überdacht und aktualisiert werden. 

    Bei allen kurzfristig umgesetzten Lösungen richtet sich der Fokus weiterhin auf die bestmögliche Erreichbarkeit und Bereitstellung der Service-Angebote für die Bürger*innen, der Wirtschaft und den Vereinen und Verbänden, so der Fachbereich Personal und Organisation. In großen Teilen der Verwaltung werden derzeit durch ein Zwei-Schichten-Modell die Anwesenheiten und damit die sozialen Kontakte der Beschäftigten reduziert. Gesunde Reserveschichten werden dann im Falle von Personalengpässen die aktiven Schichten ablösen.

    Die Beschäftigten der passiven Schicht arbeiten, soweit möglich in Telearbeit, erledigen Telefondienste, greifen auf ihre E-Mail-Postfächer zu und beantworten Mails. „Dieses ist eine sehr wichtige Unterstützung für die Kolleg*innen vor Ort. Die Beschäftigten im Homeoffice kommen dann bei einer Schichtablösung zum Einsatz und wechseln die Rollen“,  betont Fachbereichsleiter Andreas Fabry.

    Mit diesen Maßnahmen solle Sorge dafür getragen werden, dass die Bereiche der Stadt Minden auch im Falle einer länger andauernden Situation erreichbar sind und die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger bearbeitet werden. An einigen Stellen können neben der Ausrichtung auf einen Schichtbetrieb auch andere Modelle zur Fortführung der Dienstgeschäfte eingesetzt werden, weil es sich zum Beispiel um Aufgaben handelt, die praktisch keine Außenkontakte und damit nur geringes Gefährdungspotenzial haben. Gerade die Personaleinsatzplanung erfordert ständige Anpassungen an die Veränderungen, die derzeit täglich entstehen, so Fabry. 

    Das schöne Frühlingswetter lockt nach wie vor Menschen auf die Straßen. Die Stadt Minden muss aber zur Eindämmung des Corona-Virus‘ das vom Land erlassene Kontaktverbot durchsetzen – eine große Herausforderung. Deshalb sind derzeit viele Kolleginnen und Kollegen der Ordnungsbehörde im Außendienst unterwegs. Die Teams wurden durch Mitarbeiter*innen aus anderen Dienststellen aufgestockt. Unterstützt wird die Ordnungsbehörde bei ihren Streifen auch von der Polizei.

    Der Ordnungsbehörde der Stadt Minden kommt in der Corona-Krise eine besondere Rolle zu. Zum einen hat sie als zuständige Dienststelle der Stadt mehrere Allgemeinverfügungen (AV) zum Schutz der Bevölkerung erlassen - mit dem Ziel, die Weiterverbreitung des Corona-Virus zu verringern. Zum zweiten informiert die Ordnungsbehörde der Stadt Minden seit dem 13. März durch regelmäßige Außendiensttätigkeiten die Gastronomiebetriebe und Einzelhändler*innen über den Inhalt der aktuellen Rechtslage. Diese hat sich seit der ersten Allgemeinverfügung mehrfach inhaltlich geändert. Telefon- und Mailanfragen von Betrieben und aus der Bevölkerung werden ebenso schnellstmöglich beantwortet.

    Auch auf Dienstleistungen wie die Leerung der Mülltonnen muss in dieser besonderen Lage niemand verzichten. Die Beschäftigten der Städtischen Betriebe halten einen verlässlichen Service bereit. Auch der Rettungsdienst hat sich vor dem Hintergrund des erhöhten Risikos für die Beschäftigten auf die Situation vorbereitet und steht weiterhin 24 Stunden am Tag zur Verfügung. Ebenso haben sich in den letzten Tagen Bürgerbüro, Standesamt, Sozialverwaltung, Friedhöfe und viele Bereiche mehr auf die allgemeingültigen Rahmenbedingungen eingestellt und sind in der Lage, die wichtigsten Dienstleistungen weiterhin anzubieten.

    In dieser besonderer Situation ist es wichtig, dass alle aufgaben- und betriebsübergreifend denken: Viele Beschäftigte übernehmen aktuell dringende Aufgaben aus anderen Tätigkeitsbereichen. „Jede Dienststelle findet derzeit auf die jeweiligen Bedarfe angepasste Lösungen, um so gut wie möglich ansprechbar zu bleiben“, erläutert Andreas Fabry. Zum Beispiel habe der Bildungs- und Kulturbereich viele Angebote für Menschen entwickelt, die derzeit zu Hause sind. Andere Kolleg*innen helfen in stark belasteten Bereichen wie der Ordnungsbehörde aus.

    In diesen Zeiten zeigt sich, wie flexibel und hilfsbereit unsere Mitarbeitenden sind. Jede und jeder übernimmt Verantwortung für das Ganze. Uns ist außerdem sehr wichtig, die Mindener*innen mit Informationsangeboten auf verschiedenen Kanälen auf dem Laufenden zu halten. Über unsere Internetseite und den Youtube-Kanal finden Bürgerinnen und Bürger schnell die neuesten Informationen,“ so Bürgermeister Michael Jäcke abschließend.

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