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„Hier findet jede*r den passenden Weg ins Berufsleben – vom Akademiker bis zum Praktiker“

25. Januar 2021 | Minden. Die Bildungspartner wollen eine Zusammenarbeit mit der Neuen Sekundarschule Am Wiehen.

  • Die Bildungspartner Minden mit der Sekundarschule Am Wiehen zusammenzubringen – wie das gelingen kann, haben Mitglieder der Steuerungsgruppe für die Schule ausgelotet. Stephan Richtzenhain (Geschäftsführer Simeonsbetriebe GmbH), Hans-Jürgen Weber (Geschäftsführer Deutsches Rotes Kreuz Kreisverband Minden e.V.) und Lutz Carta (com.on werbeagentur GmbH) machten im Gespräch deutlich, dass die Veränderungen im Bildungssystem auch bei Mindener Unternehmen und Firmen neue Ansätze und Ideen erfordern.

    „Wir haben von nichts mehr genug, das trifft auch auf gut gebildeten Nachwuchs zu“, unterstreicht Stephan Richtzenhain. Ihm ist wichtig, dass kein Kind „durch das Rost fällt“. Und dafür muss man über die klassischen Elemente der Berufswahl den jungen Menschen neue Perspektiven anbieten. Da kann die Sekundarschule Am Wiehen ein Anker sein, denn gut ausgebildete Jugendliche werden gebraucht. 

     Horst Selle, Schulentwicklungsberater, weiß aus der Erfahrung, dass manche Kinder ein bisschen mehr Anlauf brauchen und „zehn Meter hinter der Linie“ starten. Kinder sind unterschiedlich und bringen verschiedene Kompetenzen in den Schulalltag mit ein. Die Sekundarschule unterstützt und fördert sie, um ihnen den bestmöglichen Start ins Berufsleben zu ermöglichen. Wirtschaft muss hier das Signal setzen, dass jede und jeder gebraucht wird. 

     Michael Backs, Mitglied der Steuerungsgruppe, schlug vor Kinder und Unternehmen frühzeitig in Kontakt zueinander zu bringen. Der Praktikumsmarkt ist in Minden sehr umkämpft. Schüler*innen machen die Erfahrungen, dass eher Gymnasiasten einen Platz bekommen und Haupt- und Realschüler*innen es schwerer haben. Eine Sekundarschule, die Kinder nicht nur in Theorie sondern auch viel mehr in der Praxis fit machen wird, kann hier ansetzen. Wie das Arbeitsleben aussieht und welche Anforderungen an einen Arbeitnehmer oder eine Arbeitnehmerin gestellt werden, darauf kann sich beispielsweise im Unterricht gezielt vorbereitet werden. 

    „Sich untereinander zu unterstützen, voneinander lernen und schwächere Mitschüler*innen einbinden ist wichtig, damit jede Schülerin und jeder Schüler den richtigen Platz findet“, hebt Hans-Jürgen Weber hervor. Als gutes Beispiel dafür nennt er das Nachhilfeprojekt der Kurt-Tucholsky-Gesamtschule. Ältere Schüler*innen unterstützen Jüngere beim Lernen, beide Seiten profitieren davon. Das ist auch eines der Prinzipien der Sekundarschule – starke und weniger starke Kinder werden in einer gemeinsamen Klasse zusammengebracht, um das Selbstbewusstsein zu stärken.

    Lutz Carta entwickelte die Idee Schüler*innen der Sekundarschule Am Wiehen und Unternehmen sollten sich frühzeitig kennenlernen. So erfahren die Mädchen und Jungen nicht nur worauf es bei einer Bewerbung ankommt, sondern was für Anforderungen an sie gestellt werden und welche Chancen und Möglichkeiten die Betriebe ihnen bieten können. „Am Ende ist es wichtig, dass das eigene Kind einen guten Job hat. Das wollen die Eltern und das wollen auch wir als Arbeitgeber“, sagt Carta. 

    Die Mindener Bildungspartner sehen in der Verschiedenartigkeit der Schüler*innen von Sekundarschulen eine große Chance für die Wirtschaft. Denn darin sind sich die drei Vertreter einig: jedes Kind und alle Abschlüsse werden in der Wirtschaft gebraucht. „Wir müssen alle Potenziale für den Nachwuchs in der lokalen Wirtschaft fördern“, unterstreichen die Bildungspartner.

    Die Bildungspartner Minden unterstützen seit zwölf Jahren sozial- und bildungsbenachteiligte Kinder und Jugendliche. Sie helfen unter anderem dabei Elternbeiträge im Ganztag, die Schulverpflegung, Kursgebühren, Sprachförderung, die Teilnahme an Klassenfahrten oder Ferienspielen zu ermöglichen. Seit 2008 wurden viele Kinder individuell gefördert und auf ihrem Weg zu einem qualifizierten Schulabschluss begleitet. Das Engagement, das nicht nur von Unternehmen in Minden, sondern auch von zahlreichen Privatpersonen getragen wird, ist im Laufe der Jahre immer weiter gewachsen. 

    Pressestelle Stadt Minden, Katharina Heß, , Telefon +49 571 89-240. 

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