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Sport und Inklusion: Projekt in Minden läuft weiter

15. November 2021 | Minden. Sara Boy will weitere Menschen mit und ohne Behinderung zum Mitmachen motivieren. Im Vordergrund steht die gemeinsame Bewegung.

  • Um zwei Jahre ist jetzt das Projekt „Minden plus. Sport und Inklusion“ verlängert worden. Ziel ist es, eine inklusive Sportlandschaft in Minden weiter zu entwickeln und zu festigen sowie Menschen mit Handicaps zum einen für Bewegung zu begeistern und zum zweiten Menschen mit und ohne Behinderung über den Sport zusammenzubringen. Das Projekt wird seit drei Jahren von der „Aktion Mensch“ gefördert und auch weiterhin größtenteils darüber finanziert. Das Projekt ist bei dem Sportverein TSV GWD Minden e.V. angegliedert. Kooperationspartner sind die Lebenshilfe Minden e.V., das Sportbüro der Stadt Minden und der Beirat für Menschen mit Behinderungen.

    Projektkoordinatorin ist Sara Boy vom Verein GWD Minden. Sie bemüht sich derzeit, den durch die Corona-Pandemie teilweise verlorenen Kontakt zu Menschen mit Behinderungen wieder aufzubauen und sie zum Sport zu motivieren. Es gilt Hemmschwellen abzubauen und überhaupt darum, Menschen mit seelischen, psychischen und körperlichen Behinderungen anzusprechen und ihnen die Angebote nahe zu bringen.

    In Zusammenarbeit mit Mindener Sportvereinen ist in den vergangenen drei Jahren ein vielfältiges Angebot aufgebaut worden. Es reicht vom Rollstuhl-Training, über Fitness, Ballspiele, Hockergymnastik, Hip-Hop und Aqua-Gynmastik bis hin zu Online-Angeboten. Auch gibt es ein regelmäßiges Angebot für Kita-Kinder - Spiel, Spaß und Bewegung jeden Dienstag von 16 bis 18 Uhr in der Sporthalle in Todtenhausen sowie das Projekt „Offene Sporthalle“. Das Angebot findet immer sonntags von 11 bis 13 Uhr in der Pöttcherhalle in Minden statt.

    Sport, Spaß und Bewegung für Menschen mit und ohne Handicap ist das Motto; einfach in die Halle kommen und sich frei austoben und bewegen. Es wurden Prüfer ausgebildet, die Sportabzeichen von Menschen mit Handicap abnehmen können. „In Minden ist es zu einer Selbstverständlichkeit geworden, dass Menschen mit und ohne Handicap ins Weserstadion gehen und ihr Sportabzeichen ablegen können", berichtet Sara Boy.

    „Durch Corona ist vieles in den Hintergrund gerückt. Fast ein dreiviertel Jahr passierte fast nichts“, so Boy. Auch die Online-Angebote wurden im Lockdown nur mäßig angenommen. Nun ist die Koordinatorin dabei, in die Einrichtungen zu gehen, die Menschen mit Behinderungen betreuen oder in denen Menschen mit Behinderungen arbeiten, um sie für Sport, Spaß und Spiel zu begeistern.

    Darüber hinaus sollen sich alle Mindener*innen angesprochen fühlen, die Interesse haben, bei einem sportlichen Inklusionsprojekt mitzumachen. Die Bandbreite dessen, was bereits jetzt schon da ist und dessen, was bei Bedarf ins Programm mitaufgenommen werden kann, ist groß. Projektkoordinatorin Sara Boy plant, in Kürze auch ein Handball-Training anzubieten. Weitere Informationen und der Plan sind unter www.sport-und-inklusion.de abrufbar. Es gibt auch eine gedruckte Broschüre, die bei Sara Boy angefordert werden und auch auf der Homepage zu finden ist.

    Mit dem Projekt sollen auch Netzwerke aufgebaut werden. „Der Sport als gemeinsames Erlebnis stärkt das Selbstbewusstsein und erhöht die Lebensqualität von allen Teilnehmer*innen“, weiß Sara Boy. Zudem werde das vielfältige Miteinander und der Respekt gegenüber anderen Menschen gefördert. Auch entstehen aus der laufenden Arbeit neue Angebote. Neues werde ausprobiert und niedrigschwellige Zugänge geschaffen, so die Koordinatorin.

    „Die erfolgreiche Zusammenarbeit der Projektpartner TSV GWD Minden, Sportbüro Stadt Minden, Lebenshilfe Minden und Beirat für Menschen mit Behinderungen macht deutlich, wie gut Inklusion von Menschen mit und ohne Behinderung im Bereich des Sports funktionieren kann“, sagt Eckhard Rüter, Vorsitzender des Beirates für Menschen mit Behinderungen. Und weiter: „Auch über die Grenzen der Stadt Minden hinaus ist man auf unser Projekt aufmerksam geworden. Hierauf wurde ich auf dem letzten Treffen der Vorsitzenden der Beiräte für Menschen mit Behinderungen in OWL angesprochen.“ Andere Beiräte wollen sich demnächst auch über das Projekt in Minden informieren.

    Wer Interesse hat, bei einem der Angebote im Projekt „Minden plus.Sport und Inklusion“ mitzumachen, ist herzlich willkommen. Ansprechpartnerin ist Sara Boy, Telefon +49 173 4821087, E-Mail:  .

    Pressestelle der Stadt Minden, Susann Lewerenz, Telefon 0571 89204, pressestelle@minden,de

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