Arbeit, Wirtschaft, Standort

Projekt und Standort

RegioPort Weser - ein regionales Großprojekt

  • Am Wasserstraßenkreuz Weser/Mittellandkanal entsteht in Minden seit 2017 eine zukunftsweisende Logistikdrehscheibe. Diese soll den Containerverkehr zwischen Ostwestfalen-Lippe, Niedersachsen und den Seehäfen Hamburg und Bremen/Bremerhaven auf den drei Verkehrswegen Wasserstraße, Bahn und Straße miteinander verbinden. Die Inbetriebnahme ist für die zweite Jahreshälfte 2018 geplant.

    Das Projekt „RegioPort Weser“ setzt sich aus zwei Komponenten zusammen: einerseits aus dem neuen Containerhafen RegioPort mit angrenzendem hafenaffinem Gewerbegebiet auf Mindener Seite und andererseits aus der Erweiterung und Erneuerung des bestehenden Hafens in Bückeburg-Berenbusch. Durch diese Strategie werden die Hafenstandorte Minden und Bückeburg erheblich aufgewertet und die Wirtschaftsregion als Ganzes nachhaltig gestärkt.

    • Warum braucht Minden einen neuen Containerhafen?

      Seit 2002 findet im Industriehafen II Containerumschlag statt. Der Containerhafen am Wasserstraßenkreuz Weser/Mittellandkanal wurde sehr schnell von der Wirtschaft angenommen, doch aufgrund der stetig wachsenden Umschlagszahlen stößt das ca. 3,3 ha große Hafengelände an seine Kapazitätsgrenzen.
      Mit der Fertigstellung der Weserschleusen in Dörverden und Minden sowie weiteren Maßnahmen im Rahmen der Weseranpassung können zukünftig größere Binnenschiffe zwischen Bremen und Minden verkehren. Was heute noch nicht möglich ist wird dann den Schiffsverkehr auf der Weser prägen: das 110 m lange Großmotorgüterschiff (GMS) wird nach und nach das 85 m lange Europaschiff ersetzen und bei nahezu gleichem Ressourceneinsatz fast die doppelte Anzahl von Containern transportieren können.
      Da jedoch der Industriehafen II weder direkt an der Weser noch am Mittellandkanal liegt, sondern nur über Schleusen an die Wasserstraßen angebunden ist, kann das GMS den bestehenden Containerhafen nicht erreichen. Würden diese Schleusen nicht ausgebaut und vergrößert werden, so wäre der Containerhafen vom zukünftigen GMS-Verkehr abgebunden.
      Aus diesen Gründen hat sich die Stadt Minden, zusammen mit den beteiligten Gebietskörperschaften (Landkreis Schaumburg, Kreis Minden-Lübbecke, Stadt Bückeburg) und weiteren Partnern, seit 2009 konkret mit dem neuen Hafenstandort auseinandergesetzt und die erforderlichen Planungen hierfür 2015 abgeschlossen.

    • Was wird unternommen?

      Der neue Containerhafen wird bedarfsgerecht ausgebaut. Zunächst wird er mit einer 200 m langen Anlegestelle (Kaje) und einer straßenseitigen Anbindung „ans Netz“ gehen. Für die erste Zeit werden der alte und der neue Containerhafen parallel betrieben, denn im alten verbleibt zunächst der bahnseitige Containerumschlag. Zeichnen sich im neuen Hafen die prognostizierten Umschlagszahlen ab, so wird mit der Planung der bahnseitigen Anbindung und der notwendigen Umschlagsanlagen begonnen. Zum geplanten Endausbau gehört dann neben dem Bahnanschluss noch die auf 350 m verlängerte Kaje mit den entsprechenden Umschlags- und Lagerflächen sowie die Ergänzung der Infrastruktur und der Suprastruktur.

      Masterplan von Drees & Huesmann Planer

    • Infrastruktur

      Zur Infrastruktur gehört in erster Linie die Erschließung des Hafengeländes mit Anlegestelle (Kaje) für Binnenschiffe sowie die straßen- und bahnseitige Anbindung. Den entsprechenden Übersichtsplan von Drees & Huesmann Planer finden Sie hier als PDF. 

      Planung der Infrastruktur von Drees & Huesmann Planer

    • Suprastruktur

      Die Suprastruktur bezeichnet alle Arten von Oberbauten, wie Gebäude und alle Arten von befestigtem oder halbbeweglichem Gerät (Krane, Rampen etc.).


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