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Hahlen

Hahlen – Ein Mindener Stadtteil stellt sich vor

  • Hahlen ist seit der Gebiets- und Verwaltungsreform vom 1. Januar 1973 ein Stadtteil von Minden. Nach Westen und Norden ist Hahlen durch ackerbaulich genutzte freie Feldmarken begrenzt. Im Süden bilden die Bastauniederung und der Mittellandkanal eine natürliche Grenze. Der Bereich um den Mittellandkanal zeichnet sich durch einen hohen Freizeit- und Erholungswert aus. Die Leinpfade an beiden Seiten des Kanals nutzen Spaziergänger, Läufer und Radfahrer, der Kanal selbst steht für unterschiedliche Wassersportarten zur Verfügung.  

    Den Stadtbezirk prägen unter anderem auch die städtische Kindertagesstätte Hahlen, der bilinguale Kindergarten und die Grundschule Michael-Ende-Schule.

    Erste urkundliche Erwähnung
    In einer Urkunde vom 13. Juni 1296 ist das Dorf Hahlen schriftlich erwähnt. Aber Grabungsfunde aus der spätrömischen Kaiserzeit (3. bis 4. Jahrhundert) lassen auf eine wesentlich ältere Besiedlung schließen. Noch heute ist das ursprüngliche Dorf entlang der Kiesel-, Dorf- und Drögenstraße erkennbar. Ab etwa  1900 entstand das heutige Siedlungsgebiet Hahlen entlang den Straßenzügen Königstraße, Hahler Straße und Petershäger Weg.

    Der Dorfplatz mit seiner Linde bildet den Mittelpunkt des Dorfes. Hier stehen die historisch bedeutenden Gebäude Hahlens: die Marienkapelle von 1503, die alte Dorfschule von 1820 sowie die Hahler Dorfschänke. Darüber hinaus gibt es auch Fachwerkhäuser des 17., 18. und 19. Jahrhunderts. An einigen von ihnen finden sich Bauinschriften, die Bezug auf die Schlacht bei Minden am 1. August 1759 nehmen. Hahlen war damals Schlachtfeld und etwa ein Viertel des Gebäudebestandes verbrannte. Noch heute sind Sandsteinplatten aus dem 18. und 19. Jahrhundert sichtbar, die als Hofeinfriedungen genutzt wurden und auch unter Denkmalschutz stehen.

    Woher kommt der Name „Hahlen“?
    Der Name „Hahlen“ bezeichnet nach neuesten wissenschaftlichen Forschungen eine Siedlung auf einer Schräge, einem Abhang oder einer abschüssigen Stelle. Im Falle Hahlens ist damit der landschaftliche Übergang von den Lößböden der sogenannten Nordbörde zu der mehrere Meter tiefer gelegenen Bastauniederung gemeint.

    Hahlen und die Kirche
    Kirchlich gesehen gehörten die Bewohner*innen Hahlens zunächst zu den Mindener Kirchspielen St. Martini bzw. St. Marien. Mit diesen wechselten sie 1530 zum lutherischen Bekenntnis. Seit ca. 1580 ist Hahlen Teil der Evangelischlutherischen Kirchengemeinde Hartum - seit 1967 ein eigener Pfarrbezirk. Außer der Marienkapelle aus dem Jahr 1503 verfügt der Pfarrbezirk über das Gemeindezentrum am Petershäger Weg sowie über das Jugendhaus Dornbusch.

    Ehrenamtliches Engagement
    In Hahlen gibt es 24 Vereine, die durch ein reges Vereinsleben geprägt sind. Dieses hat sich seit 1870 mit der Gründung des Posaunenchores/CVJM entwickelt. Hahlens Vereine bieten eine außerordentlich vielfältige Palette an Möglichkeiten freizeitlicher und ehrenamtlicher Betätigung in den Bereichen Kultur, Sport, Daseinsvorsorge, Selbsthilfe, Kirche und Politik. Der 1921 gegründete Kranzreiterverein und die 1985 entstandene Plattdeutsche Laienbühne stechen besonders heraus. Die beiden Hauptveranstaltungen – das Hahler Kranzreiten und die plattdeutschen Theateraufführungen – sind weit über die Grenzen Hahlens hinaus bekannt und ziehen regionales Publikum an.

    Ortsvorsteher in Hahlen ist Werner Wesemann. Interessierte können sich die Internetseite des Stadtteils anschauen – www.minden-hahlen.de.



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