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Ratgeber

Patientenverfügung und Testament

    • Dauergrabpflege

      Einen Vordruck des von uns angebotenen Leistungsspektrums in der Dauergrabpflege finden Sie hier.

    • Patientenverfügung

      Eine Patientenverfügung ist eine vorsorgliche schriftliche Erklärung. Darin wird geregelt, welche Schritte Sie in einem Krankheitsfall oder nach einem Unfall wünschen und welche Sie ablehnen. Für den Fall, dass Sie sich keiner lebensverlängernden medizinischen Maßnahmen unterziehen wollen, legt eine Patientenverfügung Ihre persönlichen Wünsche fest.

      Sie können eine Patientenverfügung formlos verfassen. Wichtig ist, dass sie ein Datum und Ihre Unterschrift enthält. Es empfiehlt sich, das Dokument regelmäßig neu zu unterzeichnen, etwa in einem Abstand von zwei Jahren. Denken Sie dabei auch an das Datum.

      Speziell von den Mindener Ärzten in Zusammenarbeit mit dem Palliativnetzwerk in Minden und dem Rechtsanwalt/Notar Lange wurde die "Mindener Patientenverfügung" ausgearbeitet. Weitere Infos hierzu erhalten Sie im Klinikum und über das Hospiz.

      Die Patientenverfügung sollte an einem Ort in Ihrer Wohnung aufbewahrt werden, der für Außenstehende gut zu finden ist.

    • Wie verfasse ich ein rechtskräftiges Testament?

      Diese Angaben dienen lediglich als Richtlinie und ersetzen nicht den Besuch bei einem Anwalt oder Notar.

      Ein rechtskräftiges Testament wird komplett handschriftlich verfasst. Wird diese Form nicht eingehalten, ist das Testament nicht gültig. Eine Ausnahme bildet die Testamentsverfassung, die bei einem Notar vorgenommen wird.

      Wenn Sie ein Testament verfassen wollen, benutzen Sie einen nicht löschbaren Stift, zum Beispiel einen Kugelschreiber, und versehen Sie das Schriftstück mit Datum, Vor- und Zunamen.


    • Ratgeber für Beileidsbekundungen


      Texte, die Beileid ausdrücken sollen, sind etwas Spezielles. Diese Aufgabe kann uns überfordern, wir haben Angst, nicht die richtigen Worte zu finden. Wenn ein Kondolenzschreiben handgeschrieben und persönlich formuliert ist, zeigt dies den Stellenwert und die Bedeutung des Verstorbenen für den Verfasser. Schreiben Sie in einfachen und ehrlichen Worten, was Sie denken und fühlen, und vermeiden Sie Pathos, Floskeln und Klischees – so spenden Sie echten Trost. Die Hinterbliebenen fühlen sich beim Lesen Ihrer Zeilen mit ihrer Trauer und ihrem Schmerz weniger allein.

      Es ist sinnvoll und angemessen, auf religiöse Formulierungen zu verzichten, wenn Sie nicht genau wissen, dass der Verstorbene und die Hinterbliebenen gläubig sind. Beschreiben Sie, wie Sie von dem Todesfall erfahren haben, und erklären Sie, falls nötig, warum Sie nicht an der Beerdigung teilnehmen können oder konnten. Sie haben auch unabhängig von diesem Termin die Möglichkeit, die Hinterbliebenen in der Trauerphase zu unterstützen.

      Im Folgenden finden Sie einige hilfreiche Tipps zum richtigen Verhalten in einer solchen Situation:


      Formulierungshilfen

      Die Anrede

      Freunde und Bekannte:

      Lieber Helmut, liebe Silvia

      Vorgesetzte und Kollegen:

      Sehr geehrte Frau Doktor Schnüttgen,

      Sehr geehrter Herr Bartels,

      Ein guter Beginn

      Freunde und Bekannte:

      Ich kann noch nicht fassen/Wir können noch nicht fassen, dass Dein Bruder einen tödlichen Unfall hatte/uns für immer verlassen hat.

      Wir sind sehr traurig, dass Inge nicht mehr unter uns ist.

      Mit Bestürzung habe ich vom tragischen Tod Deiner Tochter erfahren.

      Vorgesetzte und Kollegen:

      Zum Tode Ihres Mannes sprechen wir Ihnen unser tiefes Mitgefühl aus.

      Mit großem Bedauern haben wir heute vom Tode Ihrer Frau Mutter erfahren.

      Zu dem schweren Verlust durch den Tod Ihrer Frau spreche ich Ihnen mein herzliches Beileid aus. Wir teilen mit Ihnen den schmerzlichen Verlust, den Sie durch den Tod von ... erleiden müssen.

      Wertschätzung der/des Verstorbenen

      Wenn Sie die verstorbene Person gut oder sehr gut gekannt haben, fallen Ihnen sicher spontan Eigenschaften oder Erlebnisse ein, die Sie besonders geschätzt haben und die Ihnen unvergesslich bleiben werden.

      Sie war meine beste Freundin, ich werde sie nicht vergessen.

      Wir hatten ihn sehr gerne, die Lücke, die er hinterlässt, wird nur schwer zu schließen sein.

      Wenn Sie ein Kondolenzschreiben für einen Kollegen oder Vorgesetzten formulieren, könnten Sie das etwa so tun:

      In all den Jahren unserer Zusammenarbeit haben wir seine faire, herzliche Art und vor allem seine fachliche Kompetenz geschätzt.

      Wir können wohl kaum ermessen, welchen Verlust sein Tod für Ihr Unternehmen darstellt.

      Viele Menschen werden sich dankbar und liebevoll an sie erinnern.

      Alle, die sie kennen durften, haben ihre ganz besondere Ausstrahlung und Hilfsbereitschaft geschätzt.

      Der gute Schluss

      Was wünschen Sie Ihren Freunden jetzt? Einhalt, Ruhe, Zeit zur Verarbeitung der Trauer? Möchten Sie ein Hilfsangebot formulieren? Folgendes passt sehr gut an den Schluss.

      Sei umarmt …

      Mit stillem Gruß …

      In tiefer Trauer und innigem Mitgefühl …

      Ich bin sehr traurig und in Gedanken bei Euch …

      Stehen Sie dem Trauerhaus nicht ganz so nahe, formulieren Sie den Schluss etwas distanzierter:

      Wir fühlen und trauern mit Ihnen …

      Ich wünsche Ihnen all die Kraft, die Sie jetzt brauchen, um das Leben allein zu meistern …

      Ich kann nur ahnen, wie groß Ihr Schmerz und wie tief Ihre Trauer sind …

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