Bildung, Kultur, Sport

Kunst und Literatur in Minden

"Die Kunst ist nicht das Brot, wohl aber der Wein des Lebens."  (Jean Paul) 

Die Bereiche Kunst und Literatur leben in Minden vor allem von dem großen Engagement der freien Kulturschaffenden.

  • Seit Jahren überzeugt Minden durch literarische Veranstaltungen. Und auch die bildende Kunst hat sich - obwohl es in Minden keinen eigenen Ausstellungsort gibt  - einen guten Namen gemacht.

    • Literatur

      Minden hat eine lange literarische Tradtion. Erwähnt seien hier jährliche Literaturfeste wie die Weserleser mit Lesungen von lokalen und regionalen Autoren. Organisiert werden die Weserleser von freien Autor*innen und Kultureinrichtungen mit finanzieller Unterstützung der Stadt Minden.

      Die Europäische Autorenvereinigung DIE KOGGE e.V. gehört zu den ältesten Autorenvereinigungen. Sie ist zudem die einzige internationale Autorenvereinigung im deutschsprachigen Raum mit Verkehrssprache Deutsch. Ihre Mitglieder sollen Werke in deutscher Sprache oder in Übersetzung in die deutsche Sprache veröffentlicht haben, auch sollen sie den Diskussionen bei den Tagungen in deutscher Sprache folgen und sich beteiligen können. 1924 in Bremen gegründet und 1953 Wiedergründung in Minden - blieb die Vereinigung seit dem der Stadt Minden besonders verbunden.

      Der Literarischer Verein Minden wurde im Jahre 1987 gegründet und zählt heute rund 120 Mitglieder. Sein Anliegen ist es Vorträge über Schriftsteller oder literarische Themen mit anschließenden Gesprächsrunden zu ermöglichen, um so eine Beschäftigung und Auseinandersetzung mit Literatur zu ermöglichen.

      Der Verein Lingua e.V. hat sich vor die Förderung und Unterstützung der Stadtbibliothek Minden und den daran anbindenden Interessen zum Ziel gesetzt. Lingua - Literatur in Gespräch und Aktion - unterstützt das Interesse für anspruchsvolle Literartur der verschiedensten Medien und Gattungsformen bei Menschen aller Altersstufen und Schichten. Ebenso fördert der Verein regionale Literaten sowie die interdisziplinäre Zusammenarbeit verschiedener Kunstgattungen.

    • Bildende Kunst

      Auch die Bildende Kunst hat sich - obwohl es in Minden keinen eigenen Ausstellungsort für Kunst gibt - in Stadt und Region einen guten Namen gemacht.

      Der Verein für aktuelle Kunst im Kreis Minden-Lübbecke e.V. veranstaltet und unterstützt seit seiner Gründung 1992 Auststellungen, Projekte und Aktionen und gibt nach Möglichkeit begleitend entsprechende Publikationen und Kataloge heraus. Er möchte Entwicklungen und Tendenzen der zeitgenössischen Kunst einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen und zur Diskussion stellen.

      In der freien Künstlergruppe „Der Regenbogen“ - welche im alten Wagenhaus am rechten Weserufer beheimatet ist -  treffen Bildhauer*innen, Maler*innen und Objektkünstler*innen aufeinander  um gemeinsam zu arbeiten, Ideen, Anregungen und Erfahrungen auszutauschen. Die Gruppe organisiert wechselnde Ausstellungen und vergibt ein Stipendium für Nachwuchskünstler*innen.

      Wer wissen möchte, wie Kunstschaffende arbeiten, sollte die Offenen Ateliers nicht verpassen: Mit diesem Format ermöglichen Mindener Künstler*innen regelmäßig spannende Einblicke in ihre Arbeit.

    • Kunst im öffentlichen Raum

      Wagnis. Wagner 

      2019 steht im Stadttheater Minden der komplette „Ring des Nibelungen“ von Richard Wagner auf dem Programm. Die Auseinandersetzung mit dem Werk Wagners soll aber nicht auf die Bühne beschränkt bleiben, sondern auch Impulsgeber für die Kunstausstellung "Wagnis. Wagner" im öffentlichen Raum sein. Minden wird damit im September und Oktober 2019 für vier Wochen zu einer „Wagner-Stadt“.

      Insgesamt zehn Objekte, Installationen und Street Art werden vom 7. September bis 6. Oktober in der Mindener Innenstadt und im Glacis zu sehen sein. Drei Entwürfe kommen aus Minden-Lübbecke vom Verein für aktuelle Kunst. Sieben weitere wählte eine hochkarätig besetzte Fachjury (Roland Nachtigäller, Direktor des Marta Herford, Jana Duda, Leiterin des OWL KulturbürosDr. Josef Spiegel, Geschäftsführer der Stiftung Künstlerdorf Schöppingen, Dr. Marion Tüting, stellv. Museumsleiterin und Kuratorin Mindener Museum, Dr. Jörg-Friedrich Sander, Geschäftsführer der Minden Marketing GmbH, Regina-Dolores Stieler-Hinz, Beigeordnete Stadt Minden) aus den eingereichten, bundesweiten Projekten im Mai 2019 aus. Das Projekt wird vom Land Nordrhein-Westfalen über das Förderprogramm „Regionale Kulturpolitik“ unterstützt. 

      Die Künstlerinnen und Künstler waren aufgerufen, sich dem „Wagnis.Wagner“ zu stellen. Sie sollten sich mit dem „Mythos Wagner“, seinem Opernkosmos und dem historischen Kontext im Spiegel der heutigen Weltsichten beschäftigen. Zwölf Künstlerinnen und Künstler bekommen nun die Gelegenheit, sich und ihre zehn Arbeiten in Minden zu präsentieren. 

      Ausgewählte Projekte:
      Leitmotive im Stadtraum“, Simon Rummel und Tina Tonagel (Köln)

      Lorem Ipsum“, Nándor Angstenberger (Berlin)

      Die Kunst ist frei“, Matthias Braun (Würzburg)

      Momentaufnahmen – Meinungsaufnahmen“, Nike Gerochristodoulou (Preußisch-Oldendorf)

      Intervention Königsglacis l Magischer Ring l Zwischenfrucht“, Gunnar Heilmann (Minden)

      Der Ring des Nibelungen – Rheingold“, Ulrich Kügler (Minden)

      Wagners Wäsche“, Alexandra Kürtz (Bonn)

      Sag dem Schwan die Leid“, Hartwig Reinboth (Minden)

      Bitte nehmen Sie Platz“, Yoana Tuzharova (Köln)

      Parallel-Bühne – Projektion in einem belaubten Baum“, Katarina Veldhues und Gottfried Schumacher (Nusbaum)





      Das landesweite Projekt www.nrw-skulptur.de informiert über Kunst im öffentlichen Raum. Auch über Mindener Kunstwerke finden sich hier Details.

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